• Kaleidoskop23. Oktober 2021

    Alec Baldwin erschießt Kamerafrau mit Requisitenwaffe

    von dpa/ZLV

    Schauspieler Alec Baldwin hat Angaben der Polizei zufolge bei einem Filmdreh in Santa Fe im USA-Bundesstaat New Mexico mit einer Requisitenwaffe geschossen und dabei zwei Menschen getroffen. Die Kamerafrau Halyna Hutchins sei tödlich verletzt worden. Regisseur Joel Souza wurde demnach verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Die Untersuchung des Vorfalls dauere an, hieß es am Donnerstagabend (Ortszeit). Strafrechtliche Vorwürfe wurden laut Polizei bislang nicht erhoben.

    Nach dem tödlichen Vorfall sind die Dreharbeiten Medienberichten zufolge ausgesetzt worden. »Die gesamte Besetzung und die Crew sind von der heutigen Tragödie zutiefst erschüttert«, teilte die Produktionsfirma laut USA-Medien mit. »Wir haben die Dreharbeiten auf unbestimmte Zeit unterbrochen und kooperieren voll und ganz mit der Polizei von Santa Fe und deren Ermittlungen.«

    Wie die Polizei berichtete, wurden Hutchins und Souza »angeschossen und verwundet, als Alec Baldwin eine Schußwaffe abfeuerte, die bei den Dreharbeiten zum Film ›Rust‹ verwendet wurde«. Kamerafrau Hutchins wurde demnach ins Krankenhaus geflogen, erlag jedoch ihren Verletzungen. Souza sei im Krankenwagen zu einem anderen Spital gebracht worden. Er werde dort auf der Intensivstation behandelt. »The Hollywood Reporter« berichtete unter Verweis auf Polizeiangaben, er schwebe in Lebensgefahr.

    Weiterhin zitierte das Branchenblatt einen Sprecher der Produktionsfirma, daß die Waffe, die am Set verwendet worden sei, mit Platzpatronen hätte geladen sein sollen. Offenbar gibt es derzeit keine Hinweise auf eine absichtliche Tat. »Herr Baldwin wurde von den Ermittlern befragt«, sagte der Sprecher des Sheriffs von Santa Fe, Juan Rios, der Nachrichtenagentur AFP. Er habe die Fragen der Polizisten beantwortet. »Er kam freiwillig und verließ das Gebäude, nachdem er seine Befragung beendet hatte«, sagte der Sprecher. »Es wurde keine Anklage erhoben, und es gab keine Verhaftungen.«

    Die Produktionsfirma sprach Hutchins' Angehörigen ihr Beileid aus und versprach dem gesamten Filmteam ihre Unterstützung, um »dieses schreckliche Ereignis zu verarbeiten«. Der Vorfall hatte sich am Donnerstag bei Dreharbeiten zu dem Western »Rust« auf der Bonanza Creek Ranch in New Mexico ereignet. Baldwin ist bei dem Film als Hauptdarsteller und Produzent dabei. Regie führt Souza, der zuvor den Polizeithriller »Crown Vic« (deutscher Titel: »Im Netz der Gewalt«) inszenierte.

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  • Kaleidoskop23. Oktober 2021

    China: Starpianist wegen illegaler Prostitution verhaftet

    von dpa/ZLV

    Der chinesische Starpianist Yundi Li ist wegen des Vorwurfs der illegalen Prostitution in Peking festgenommen worden. Die Polizei teilte mit, sie habe Ermittlungen gegen einen Mann und eine Frau aufgenommen. Der Name des Verdächtigen wurde nicht vollständig veröffentlicht, sondern mit »Li di« angegeben. Daß die ersten Zeichen des Nachnamens eines Verdächtigen in Polizeimeldungen zur Anonymisierung gelöscht werden, ist in China üblich. Die Polizei postete jedoch eine weitere Nachricht, die eine Klaviatur zeigt.

    Die britische BBC berichtet unter Verweis auf die Polizei, daß der 39 Jahre alte Verdächtige und die 29 Jahre alte mutmaßliche Prostituierte die Tat gestanden hätten. Die Polizei sei ihnen durch Hinweise aus der Bevölkerung auf die Spur gekommen. Der chinesische Musikerverband teilte am Freitag mit, Li – in China auch als »Pianoprinz« bekannt – werde aufgrund der Polizeimitteilung aus der Organisation ausgeschlossen.

    Der 39-jährige Li begann schon als Kleinkind mit dem Klavierspiel. Im Jahr 2000 gewann er mit 18 als bisher Jüngster den renommierten Internationalen Chopin-Klavierwettbewerb. Mittlerweile zählt er zu den bekanntesten Künstlern Chinas.

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  • Kaleidoskop22. Oktober 2021

    La Palma: Lavamassen zwingen erneut Hunderte zur Flucht

    von dpa/ZLV

    Der seit über einem Monat Lava und Asche spuckende Vulkan hat auf der Kanareninsel La Palma erneut Hunderte in die Flucht geschlagen. Das Notfallkomitee Pevolca ordnete in der Nacht zu Donnerstag die Evakuierung mehrerer Ortschaften der Gemeinden Tazacorte und Los Llanos de Aridane an. Betroffen waren nach spanischen Medienberichten rund 500 Menschen.

    Seit dem Ausbruch des Vulkans im Süden der zu Spanien gehörenden Insel vor der Westküste Afrikas mußten damit bereits 7.500 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Das sind schon fast zehn Prozent aller knapp 85.000 Bewohner La Palmas. Viele von ihnen werden nie wieder in ihre von der Lava zerstörten und verschütteten Häuser zurückkehren können.

    Seit der Vulkan am Gebirgszug Cumbre Vieja am 19. September zum ersten Mal nach fünf Jahrzehnten wieder aktiv wurde, hat die Lava bereits 2.185 Gebäude zerstört, teilte das Erdbeobachtungssystem der EU, Copernicus, mit. Demnach nahm außerdem die von einer meterdicken Lavaschicht bedeckte Fläche innerhalb der vergangenen 48 Stunden um mehr als 54 Hektar auf insgesamt mehr als 866 Hektar zu. Das entspricht der Größe von 1.200 Fußballfeldern.

    Die Lavaströme bedrohen unterdessen weiter das Zentrum der Gemeinde La Laguna. Die bis 1.270 Grad heiße Masse kam dem Ortskern auf ihrem Weg zum Meer bereits sehr nahe. Die 1.650 Bewohner La Lagunas waren aber nicht in Gefahr, denn sie waren bereits vorige Woche aus ihren Häusern evakuiert worden. Je nach weiterem Verlauf könnte die Lava aber neben Hunderten von Häusern auch eine alte Kirche und die Schule der Gemeinde zerstören, erklärte Pevolca-Direktor Miguel Ángel Morcuende.

    Es gebe aber noch Hoffnung, daß die Lava südlich von La Laguna am Ortskern vorbeifließen werde, betonte er. Eine Tankstelle und ein Supermarkt sowie mehrere Häuser außerhalb des Ortes wurden allerdings bereits von der Lava erfaßt. Das ist auch auf Videoaufnahmen zu sehen, die das Vulkanologische Institut der Kanaren auf Twitter veröffentlichte.

    Auch der Flugbetrieb auf der Insel mußte mehrfach unterbrochen werden. Am Montag wurde dieser nach zweitägiger Unterbrechung wieder aufgenommen. Am Dienstag gab es jedoch wegen der schwierigen Bedingungen viele Verspätungen. Vor allem die Asche aus dem Vulkan ist für Flugzeuge gefährlich.

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  • Kaleidoskop21. Oktober 2021

    Vulkan Aso in Japan ausgebrochen

    von dpa/ZLV

    Über dem Vulkanberg Aso im Südwesten Japans ist eine tausende Meter hohe Aschewolke aufgestiegen. Auf Aufnahmen von Überwachungskameras ist zu sehen, wie eine heftige Explosion Steinbrocken durch die Luft schleuderte. Rund um den Vulkan wurden Bergsteiger evakuiert. Meldungen über Verletzte gibt es bisher nicht, berichteten japanische Medien. Die Behörden riefen dazu auf, den Aso und seine Umgebung vorerst zu meiden, da er heißes Gas ausstoße. Außerdem sei Vorsicht geboten wegen »großer fliegender Steinbrocken«, sagte Tomoaki Ozaki von Japans Meteorologiebehörde auf einer Pressekonferenz.

    Die Behörden hatten in den vergangenen Tagen bereits vor einer zunehmenden Aktivität des 1.592 Meter hohen Aso auf der südwestjapanischen Hauptinsel Kyushu gewarnt. Die Meteorologiebehörde rief nun Warnstufe drei der fünfstufigen Skala aus. Diese galt zuletzt beim Ausbruch des Aso im Jahr 2016. Japan liegt am sogenannten pazifischen Feuerring und zählt zu den Ländern mit der höchsten vulkanischen Aktivität weltweit. Im Jahr 2014 kamen bei einem unerwarteten Ausbruch des Vulkans Ontake in der zentralen Präfektur Nagano etwa 60 Menschen ums Leben.

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  • Kaleidoskop21. Oktober 2021

    Römischer Silberschatz entdeckt

    von dpa/ZLV

    Die Entdeckung eines gut 15 Kilogramm schweren römischen Silberschatzes in Augsburg gehört nach Einschätzung von Experten zu den bedeutendsten Funden dieser Art in Deutschland. Archäologen hatten in den vergangenen Monaten insgesamt rund 5.500 Silbermünzen auf dem Gelände einer ehemaligen Fabrik ausgegraben. Die ältesten Münzen stammen aus der Zeit des römischen Kaisers Nero, sind also gut 1.950 Jahre alt.

    Bislang habe es »weniger als zehn vergleichbare Entdeckungen« in Deutschland gegeben, sagte Augsburgs Stadtarchäologe Sebastian Gairhos am Mittwoch. In Bayern sei es bislang der größte römische Silberschatz. Besonders die Menge der Münzen in Silber mache den Fund für Archäologen bedeutend, sagte auch Professor Stefan Krmnicek von der Universität Tübingen. Dort sollen die Münzen in den nächsten zwei bis drei Jahren restauriert und wissenschaftlich dokumentiert werden.

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  • Kaleidoskop21. Oktober 2021

    Senatorin wegen fehlendem Corona-Paß suspendiert

    von dpa/ZLV

    Eine italienische Senatorin ist wegen der Weigerung, im Parlament den obligatorischen Gesundheitspaß vorzuzeigen, vorübergehend suspendiert worden. Laura Granato wollte am Dienstag an einer Sitzung teilnehmen, wurde aber des Hauses verwiesen, weil sie den Nachweis einer Impfung, eines negativen Coronatests oder einer kürzlichen Genesung von COVID-19 nicht erbrachte.

    Seit Freitag darf in Italien nur zur Arbeit erscheinen, wer den Gesundheitspaß vorzeigen kann. Die Regelung ist die strengste dieser Art in der EU. Wer ohne den sogenannten Grünen Paß zur Arbeit kommt, riskiert ein Bußgeld von bis zu 1.500 Euro. Wer der Arbeit fernbleibt, muß mit unbezahlter Freistellung rechnen. Die Kosten für Coronatests sind im Normalfall selbst zu tragen.

    Senatorin Granato ist eine ausgesprochene Gegnerin des Grünen Passes. Es handle sich um ein »Zertifikat des Gehorsams«, sagte das ehemalige Mitglied der Fünf-Sterne-Bewegung (M5S) am Dienstag. Auf das Tagegeld, das ihr normalerweise als Senatorin zusteht, muß sie nun zehn Tage verzichten.

    Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Rom haben inzwischen mehr als 85 Prozent der Italiener im Alter von über zwölf Jahren mindestens eine Coronaimpfung erhalten. Schätzungen zufolge sind allerdings bis zu drei Millionen Arbeiter noch nicht geimpft.

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