Kaleidoskop21. August 2021

Mehr Männer als Frauen übergewichtig

Im EU-Vergleich steht Luxemburg gut da

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Wegen des verbreiteten Bewegungsmangels im Lockdown dürften viele in der Coronakrise an Gewicht zugenommen haben. Doch schon vor der Pandemie, als Sportvereine und Fitneßstudios noch nicht wochen- und monatelang geschlossen waren, galten einer Eurostat-Vergleichsstudie zufolge rund 48 Prozent der Einwohner über 15 Jahre als übergewichtig, weil ihr Körpermasseindex (Body mass index, BMI), mit dem der Körperfettanteil geschätzt wird, bei über 25 lag. Bei Normalgewichtigen liegt der BMI bei Werten zwischen 18,5 und 25, wer darunter liegt, gilt als untergewichtig.

Niedriger als in Luxemburg war der Anteil der Übergewichtigen im Jahr 2019 nur in Italien mit 46 Prozent und in Frankreich mit 47 Prozent. Die höchsten Anteile wurden mit jeweils fast Zweidrittel der Erwachsenen (65 Prozent) in Kroatien und Malta gemessen, der EU-Durchschnitt lag 2019 bei 53 Prozent.

Wurde in allen untersuchten EU-Staaten ein Unterschied zwischen den Geschlechtern festgestellt, so war der in Luxemburg besonders ausgeprägt: 59 Prozent der erwachsenen Männer, aber weniger als vier von zehn Frauen (38 Prozent) galten als übergewichtig. Ähnlich große Unterschiede gab es in Tschechien (70 gegenüber 51 Prozent) und in Zypern (59 gegenüber 41 Prozent).

Auch zwischen den Altersgruppen gibt es große Unterschiede. Während von den 18- bis 24-Jährigen EU-weit jeder vierte als übergewichtig galt, waren es unter den 25- bis 34-Jährigen 39 Prozent, bei den 35- bis 44-Jährigen bereits die Hälfte, bei den 45- bis 54-Jährigen 58, den 55- bis 64-Jährigen 62 und bei den 65- bis 74-Jährigen sogar 66 Prozent. Bei den Über-75-Jährigen sinkt der Anteil wieder auf unter 60 Prozent.