• Kaleidoskop26. November 2021

    Musiker versteigern Instrumente für guten Zweck

    von dpa/ZLV

    Eine Gitarre von Bruce Springsteen oder ein Keyboard von Elton John: Für eine Benefizauktion in Los Angeles haben viele bekannte Musiker ihre Instrumente gespendet. Die Auktion mit dem Titel »Guitar Icons« findet am 11. Dezember statt, teilte das Auktionshaus Van Eaton Galleries mit. Organisiert werde die Versteigerung von U2-Gitarrist David Howell »The Edge« Evans und dem Produzenten Bob Ezrin, der Erlös gehe an deren Wohltätigkeitsorganisation Music Rising.

    Einige der 50 angebotenen Objekte wurden von U2-Mitgliedern gespendet. Fans und Sammler können aber auch Instrumente von Paul McCartney, Lou Reed, Dave Grohl, Rush, Radiohead, Pearl Jam, Tom Morello oder Green Day ersteigern. Die günstigsten Posten sind signierte Poster von Eddie Vedder oder Pearl Jam mit Startgeboten von jeweils 500 US-Dollar. Das vielleicht kurioseste Objekt, eine Golftasche mitsamt Schläger von Alice Cooper, geht für 2.000 US-Dollar an den Start. Gebote können bereits vor dem Auktionstermin online abgegeben werden.

    Music Rising wurde 2005 gegründet und unterstützte zunächst Musiker und Musikschulen in den Südstaaten der USA, die ihre Instrumente durch Hurrikan Katrina verloren hatten. Aktuell setzt sich Music Rising vor allem für Betroffene der Coronapandemie ein.

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  • Kaleidoskop26. November 2021

    Schweres Bergwerksunglück in Sibirien

    von dpa/ZLV

    Bei einem schweren Minenunglück in einem westsibirischen Kohlebergwerk sind mindestens elf Kumpel getötet und Dutzende verletzt worden. In der Grube seien noch immer 46 Bergarbeiter, zu denen der Kontakt fehle, teilte der Gouverneur des russischen Gebiets Kemerowo, Sergej Ziwiljow, am Donnerstag mit.

    Insgesamt wurden 239 Arbeiter aus dem Schacht »Listwjaschnaja« im Kusnezker Kohlebecken gerettet, mehr als 40 von ihnen mußten in Krankenhäusern behandelt werden, teilte der Zivilschutz mit. In dem Bergwerk hatte sich am Morgen aus zunächst unbekannter Ursache eine Explosion ereignet.

    Der Zustand der Bergarbeiter im Schacht war zunächst unklar. Die Grubengänge seien stark mit Rauch gefüllt, hieß es. Die Arbeiter könnten sich nicht selbst retten. Das teilte Gouverneur Ziwiljow nach einer Videokonferenz mit dem russischen Zivilschutzminister Alexander Tschuprijan mit. Es seien Rettungskräfte im Einsatz. Auch Tschuprijan reiste in die Region.

    Die Explosion soll sich in rund 250 Metern Tiefe ereignet haben. Der russische Präsident Wladimir Putin drückte den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus, teilte sein Sprecher Dmitri Peskow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge mit. »Wir hoffen darauf, daß jene, die noch dort unter der Erde sind, gerettet werden können«, sagte Peskow. Der Präsident habe rasche Hilfe für die Verletzten angewiesen.

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  • Kaleidoskop25. November 2021

    Afroamerikaner saß 43 Jahre lang unschuldig in Haft

    von dpa/ZLV

    Er saß rund 43 Jahre lang unschuldig in den USA hinter Gittern – nun hat ein Berufungsgericht im Bundesstaat Missouri die Verurteilung eines heute 62-jährigen Afroamerikaners aufgehoben. Es gebe klare und überzeugende Beweise, um den Schuldspruch zu annullieren, befand Richter James Welsh Medienberichten zufolge am Dienstag (Ortszeit). Er ordnete die sofortige Freilassung des Mannes an, der 1979 wegen einer Gewalttat mit drei Toten zu lebenslanger Haft ohne Möglichkeit auf Bewährung verurteilt worden war.

    Es gebe keinerlei Beweise, daß der Afroamerikaner tatsächlich am Tatort gewesen sei, zudem habe die damalige Hauptzeugin ihre Aussage widerrufen, erklärte der Richter. Staatsanwältin Jean Peters Baker, die sich selbst für die Freilassung eingesetzt hatte, feierte die Entscheidung: »Endlich wird einem Mann Gerechtigkeit zuteil, der wegen eines Fehlurteils auf tragische Weise so sehr gelitten hat.«

    Der heute 62-jährige Kevin Strickland hatte stets seine Unschuld beteuert. »Ich kann es noch nicht glauben. Ich hätte nicht gedacht, daß dieser Tag kommen würde«, sagte er Reportern, als er das Gefängnis in Cameron in einem Rollstuhl verließ. »Ich bin nicht unbedingt wütend. Es ist viel zu verarbeiten. (...) Freude, Kummer, Angst. Ich versuche herauszufinden, wie ich das zusammenbringen kann.«

    Strickland war 1979 von einer nur aus Weißen bestehenden Jury verurteilt worden. Ihm wurde zur Last gelegt, 1978 als damals 18-Jähriger an einer Gewalttat in Kansas City beteiligt gewesen zu sein, bei der vier Menschen angeschossen worden waren. Die einzige Überlebende sagte seinerzeit gegen ihn aus. Später widerrief sie die Aussage und setzte sich, bis zu ihrem Tod 2015, für die Freilassung des Inhaftierten ein. Sie sei damals von einem Polizisten unter Druck gesetzt worden, sagte sie. Auch zwei ebenfalls als Täter verurteilte Männer sagten, er sei nicht beteiligt gewesen.

    Laut dem National Registry of Exonerations, das solche Fälle dokumentiert, handelte es sich um »eine der längsten unrechtmäßigen Inhaftierungen in der Justizgeschichte der USA«. Auf eine Entschädigung habe Strickland jedoch keinen Anspruch, hieß es. Dies wäre nur möglich gewesen, wenn das Urteil gegen ihn aufgrund eines DNA-Beweises aufgehoben worden wäre. Nun läuft eine Kampagne, um Geld für ihn zu sammeln.

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  • Kaleidoskop25. November 2021

    NASA will Raumsonde in Asteroiden krachen lassen

    von dpa/ZLV

    Am Mittwochmorgen unserer Zeit hat die USA-Raumfahrtbehörde NASA zum ersten Mal eine Sonde starten lassen, die absichtlich in einen Asteroiden krachen und dadurch dessen Flugbahn verändern soll. Die Raumsonde wurde mit einer »Falcon 9«-Rakete des US-amerikanischen Privatunternehmens SpaceX von Kalifornien aus ins Weltall befördert. »Asteroid Dimorphos: Wir kriegen Dich!«, twitterte die NASA nach dem Start.

    Im Oktober soll die Sonde den Asteroiden (65803) Dimorphos treffen. Von der rund 330 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 290 Millionen Euro) teuren DART-Mission (»Double Asteroid Redirection Test«) verspricht sich die NASA angeblich Erkenntnisse darüber, wie die Erde vor herannahenden Asteroiden geschützt werden könnte.

    Dimorphos, eine Art Mond des Asteroiden Didymos mit einem Durchmesser von nur 160 Metern, stellt derzeit Berechnungen der NASA zufolge keine Gefahr für die Erde dar – und das Raumflugmanöver sei so angelegt, daß der Asteroid auch nach dem Aufprall der mit einer Kamera ausgestatteten Sonde »keine Gefahr« darstellen soll.

    Nach dem Aufprall soll die zwölfstündige Umlaufbahn von Dimorphos um mindestens 73 Sekunden und möglicherweise bis zu zehn Minuten kürzer dauern. 2024 soll dann die Europäische Raumfahrtagentur ESA ihre Raumsonde »Hera« zu Dimorphos schicken, um die Auswirkungen des Aufpralls genauer zu untersuchen.

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  • Kaleidoskop25. November 2021

    Schauspielerin Marie Versini ist tot

    von dpa/ZLV

    Die französische Schauspielerin Marie Versini, die in den 1960er Jahren als Winnetous Schwester Nscho-tschi in den westdeutschen Karl-May-Verfilmungen bekannt wurde, ist tot. Sie starb am Montag im Alter von 81 Jahren, bestätigte der Karl-May-Verlag im süddeutschen Bamberg unter Berufung auf die Familie am Mittwoch dpa. In einem Interview zu ihrem 70. Geburtstag hatte sie gesagt: »Ich war Nscho-tschi. Und ich bin es immer noch, nur etwas älter.«

    Versini wurde am 10. August 1940 im seit Juni von den Nazis besetzten Paris geboren. Erstmals vor der Kamera stand sie 1956 in »Mitsou«, rund sieben Jahre später folgte ihr großer Erfolg in »Winnetou 1. Teil«, der im Dezember 1963 in München Premiere feierte. Die damals 23 Jahre alte Schauspielerin starb als Nscho-tschi (»Schöner Tag«) in den Armen von Old Shatterhand. Die Szene mit Lex Barker, bei der sie in der Sprache der Apachen »Ich liebe dich!« haucht, ging in die Filmgeschichte ein.

    Versini trat später noch in weiteren Karl-May-Filmen auf, darunter in »Der Schut«, »Im Reiche des silbernen Löwen« und erneut als Nscho-tschi in »Winnetou und sein Freund Old Firehand«. In Frankreich wurde sie vor allem durch den Historienfilm »Paris brûle-t-il?« bekannt. Ihre schönste Rolle blieb für Versini jedoch die als Tochter des Apachenhäuptlings Intschu tschuna und Schwester von Winnetou, wie sie zeitlebens sagte. Im Jahr 2003 veröffentlichte sie ihre Autobiographie mit dem Titel: »Ich war Winnetous Schwester: Bilder und Geschichten einer Karriere«.

    Später begann sie, Romane, Kinderbücher und Drehbücher zu schreiben. 1974 heiratete Versini den vor acht Jahren verstorbenen Schriftsteller und Regisseur Pierre Viallet, in dessen Filme sie teilweise auch mitwirkte wie in »Hommage an Robert Schumann«. Sie lebte auf der Atlantikinsel Île de Ré und in Paris und starb in Guingamp in der Bretagne.

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  • Kaleidoskop24. November 2021

    Schauspieler Volker Lechtenbrink gestorben

    von dpa/ZLV

    Mit einem antifaschistischen Film begann 1959 die Karriere von Volker Lechtenbrink. Am Montag ist der Schauspieler, Sänger und Regisseur im Kreise seiner Familie in Hamburg an den Folgen einer schweren Erkrankung gestorben, teilten seine Agentur und das Hamburger Ernst-Deutsch-Theater mit. Er wurde 77 Jahre alt.

    In Bernhard Wickis Antikriegsfilm »Die Brücke« über sieben verblendete großdeutsche Jungen, die 1945 das »letzte Aufgebot« der Nazis stellen sollten, war Lechtenbrink erst 14 Jahre alt – und bereits ein beeindruckender Schauspieler. Während er auf der Bühne in Hannover, Köln, Berlin, München und Hamburg zum Beispiel Kleist oder Hauptmann spielte, blieb seine Fernseharbeit auf Durchschnittsware beschränkt – von »Alle meine Tiere« (1963) über diverse Krimiserien wie »Tatort«, »Derrick« oder »Ein Fall für zwei« bis zu »In aller Freundschaft« und »Inga Lindström« in letzter Zeit.

    Er trat als Singersongwriter auf und eroberte mit seiner markanten, rauhen Stimme ein breites Publikum. So wie sein Erfolgstitel »Leben, so wie ich es mag« hieß auch das Theaterstück über sein doch eher durchschnittliches Künstlerleben, das ab Herbst 2018 am Ernst-Deutsch-Theater gespielt wurde.

    Volker Lechtenbrink wurde am 18. August 1944 als Sohn eines Angestellten im damaligen Ostpreußen geboren, wuchs aber in Bremen und Hamburg auf. Bereits mit acht Jahren übernahm er Sprechrollen im NDR-Kinderfunk. Erst nach seinem fulminanten Auftritt als Klaus Hager in »Die Brücke« absolvierte er in Hamburg eine Schauspielausbildung. Bereits mit 26 Jahren hatte er rund 60 Bühnen- und 50 Fernsehrollen gegeben. »Ich habe alles gespielt: vom Mörder bis zum Liebhaber, vom Verbrecher bis zum Komiker«, sagte er in einem Interview zu seinem 70. Geburtstag.

    Bekannt wurde Lechtenbrink auch als Synchronsprecher. Sein rauchiges Timbre setzte er unter anderem als deutsche Stimme von Kris Kristofferson und Burt Reynolds ein. 1995 kam noch der Job des Intendanten bei den Bad Hersfelder Festspielen hinzu, 2004 übernahm er für drei Jahre die Leitung des Ernst-Deutsch-Theaters.

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