Internationale Politik

Letzter Eintrag : 18. September.

In See gestochen

Aktivisten wollen mit Flottille die israelische Blockade des Gazastreifens brechen

Am Montag verließ eine Flotte den Hafen von Palermo in Richtung Gaza. An Bord befinden sich rund 40 Aktivisten, die versuchen wollen, die israelische Seeblockade zu brechen, unter der die zwei Millionen Einwohner in Gaza seit mehr als zehn Jahren leiden.
»Es ist eine große Schande für die internationale Gemeinschaft, daß wir das erlauben«, sagte der Norweger Mikkel Grüner am Montag in einem Interview mit »Real News Network«, das die Seereise mit einem Korrespondenten begleitet. Grüner ist (...)

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Der Irak kommt nicht zur Ruhe

Proteste richten sich gegen ein korruptes, von den USA installiertes System

Die Proteste der Bevölkerung im südirakischen Basra sind nur die Spitze eines Bergs von Problemen, mit denen der Irak zu kämpfen hat. Kriege, Interventionen und ausländische Einmischung verhindern, daß das Zweistromland zur Ruhe kommt.
Vor 15 Jahren, 2003, zerstörte die völkerrechtswidrige Intervention der USA, Britanniens und einer »Koalition der Willigen« die politischen, administrativen und gesellschaftlichen Grundlagen des Irak. 2008 sicherten sich die USA mit einem »Strategischen (...)

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Bunkermentalitäten

65 Jahre nach dem Ende des Koreakrieges 1953 steht ein Friedensvertrag noch immer aus.

»Vom 25. Juni 1950 bis zum 27. Juli 1953«, hieß es in dem am 23. Juni 2001 in New York verkündeten Urteil des »Korea International War Crimes Tribunal« unter dem Vorsitz des ehemaligen USA-Ju­stizministers Ramsey Clark, »kamen nach konservativen westlichen Schätzungen über 4,6 Millionen Koreaner ums Leben, einschließlich drei Millionen Zivilisten im Norden und 500.000 Zivilisten im Süden der Halbinsel«. Zirka 40.000 UNO-Soldaten (davon 36.000 US-Amerikaner) verloren in Korea ihr Leben. Wenngleich in der (...)

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Trumps »Amerika«

Der USA-Präsident ist einer längst vergangenen Zeit verhaftet

In der politischen Realität verhält sich USA-Präsident Donald Trump auf der Weltbühne genauso dreist und unbedacht, wie er uninformiert ist. Er bewegt sich im globalen Raum wie ein Elefant im Porzellanladen, und egal, wie er sich auch dreht und wendet, hinterläßt er Zerstörung und Konfusion. Seine politischen Ansichten stammen vom untersten Bodensatz der US-amerikanischen Rechten. In ihnen zeigt sich der verzweifelte Ruf nach einer Rückkehr in die Vergangenheit, in die »good ol’ days«, die gute (...)

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Blinde Flecken

Verfassungsschutzbericht 2017: Der »Extremismus der Mitte« in Deutschland wird komplett ausgeblendet

Wo die Behörde hinblickt – Extremisten: Der deutsche Verfassungsschutz beschreibt in seinem am Dienstag veröffentlichten Bericht für das Jahr 2017 einen Zuwachs der Zahl gewaltbereiter »Extremisten« von rechts und von links, unter Ausländern und im islamistischen Milieu. Dort, wo aus der sogenannten Mitte der Gesellschaft heraus demokratische Werte geschliffen werden, schaut der Geheimdienst allerdings gar nicht erst hin.
24.000 Rechtsextremisten zählt der Verfassungsschutz in Deutschland, das sind (...)

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Zu den Le Pens Abstand halten und sie rechts überholen

Marion Maréchal sammelt junge rechtsextreme Generation

Zu seinem 90. Geburtstag am 20. Juni hat sich Jean-Marie Le Pen für die Illustrierte »Paris Match« in trauter Runde mit seinen drei Töchtern fotografieren lassen. Damit wollte der Mitbegründer und langjährige Vorsitzende des rechtsextremen »Front National«, der sich heute »Rassemblement National« nennt, die Versöhnung mit zweien von ihnen demonstrieren.
Seine älteste Tochter Marie-Caroline hatte er seit 1998 nicht mehr gesehen, als sie mit ihrem Mann Philippe Olivier zum abtrünnigen ehemaligen (...)

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Viva la Revolución!

Vor 65 Jahren griffen kubanische Guerilleros die Moncada-Kaserne in Santiago an. Ihr Vermächtnis ist bis heute präsent

Es war der Startschuß zur ersten Etappe der kubanischen Revolution. Am 26. Juli 1953 nahm sie ihren Anfang und scheiterte zunächst militärisch. Fünf Jahre, fünf Monate und fünf Tage später sollte das Volk schließlich den Sieg über das Regime des von den USA gestützten Diktators Fulgencio Batista davontragen. Am Donnerstag wurde auf der Karibikinsel der 65. Jahrestag des Angriffs auf die Kasernen »Moncada« in Santiago de Cuba und »Carlos Manuel de Céspedes« in Bayamo gefeiert. In diesem Jahr begann der (...)

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Der neue Respekt

Neue, linke Medien wollen liberalem und konservativem Establishment Britanniens das Leben schwer machen

Seit 2015 strahlt der britische Fernsehsender ITV die Sendung »Good Morning Britain« aus. Jeden Morgen schreien sich wochentags in aller Frühe vier Menschen in einem Fernsehstudio an – verkauft wird das als politische Debatte. Am 12. Juli war die junge muslimische Journalistin und Geisteswissenschaftlerin Ash Sarkar in ihrer Rolle als Mitorganisatorin der Massenproteste gegen den Besuch von USA-Präsident Donald Trump zu Gast.
Moderator Piers Morgan hatte keinerlei Interesse daran, sie zu Wort (...)

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Weltwirtschaft im Umbau

USA-Handelskrieg und seine Auswirkungen

Drei Städte, drei Treffen, drei Baustellen, auf denen die maßgeblichen Mächte der Welt an deren künftiger Gestaltung schraubten: Der Mittwoch dieser Woche ist für die globale Wirtschaft ein wichtiger Tag gewesen. In Washington sprach EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bei USA-Präsident Donald Trump vor; in Tokio verhandelte der deutsche Außenminister Heiko Maas mit seinem Amtskollegen Taro Kono; in Johannesburg starteten die BRICS-Staaten ihren diesjährigen Gipfel. Und überall stand (...)

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Der Kampf geht weiter

60 Jahre nach dem Sieg der Revolution steht Kuba vor neuen Herausforderungen. Und bleibt ein Beleg dafür, daß eine andere Welt möglich ist

Am 1. Januar 1959 verkündete der einstige Rechtsanwalt Fidel Castro Ruz in der olivgrünen Uniform des Guerilleros vom Balkon des Rathauses am Céspedes-Park in Santiago de Cuba den Sieg der Kubanischen Revolution. Eine Woche später marschierte Fidel Castro – nach einem Triumphzug durch die Ost- und Zentralprovinzen des Landes – an der Spitze der Rebellenarmee in Havanna ein. Die Anhänger des gestürzten Diktators Fulgencio Batista, viele Großgrundbesitzer und Fabrikherren, flüchteten nach Miami, wo (...)

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