Internationale Politik

Neuester Eintrag : 30. März.

Zu wenig Technik für Kampf um jeden Corona-Patienten

Mediziner in Frankreichs Epizentrum Grand-Est überfordert

Frankreichs Epizentrum der Coronavirusepidemie, vergleichbar den chinesischen und italienischen Provinzen Hubei und Lombardei, ist die nordöstliche Region Grand-Est. Man kennt heute sogar den Ausgangspunkt. Ende Februar fand in der nordelsässischen Stadt Mulhouse ein mehrtägiges Treffen einer Evangeli­sten-Kirche mit 2.000 Teilnehmern aus ganz Frankreich und aus Nachbarländern statt. Keiner soll Krankheitssymptome gehabt haben, doch müssen unter ihnen bereits andernorts infizierte Menschen (...)

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»Heute zahlen wir den Preis dafür«

Italien leidet auch wegen neoliberalem Spardiktat unter den Folgen der Coronaviruspandemie. Ein Gespräch mit Stefano G. Azzarà

Stefano G. Azzarà ist außerordentlicher Professor für Geschichte der Philosophie an der Universität von Urbino, wo er die Arbeit des 2018 verstorbenen Kommunisten Domenico Losurdo, den er seinen »Meister« nennt, fortsetzt. Er ist wissenschaftlicher Direktor der Zeitschrift »Materialismo Storico« und Koordinator der internationalen interuniversitären Forschungsgruppe »Domenico Losurdo«. Professor Azzarà forscht zur Geschichte der Arbeiterbewegung, aber auch der »konservativen Revolution« mit Aspekten zu (...)

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»Wir gehen weiter zusammen vorwärts!«

Rußland hält an Solidarität mit Venezuela im Kampf gegen Coronavirus fest. Oppositionspolitiker Guaidó gegen Aufhebung der Sanktionen

In Venezuela hat am Wochenende eine Nachricht des russischen Ölkonzerns Rosneft für Aufregung gesorgt, alle Beteiligungen in dem südamerikanischen Land abstoßen und sich vollständig aus Venezuela zurückziehen zu wollen. Oppositionelle werteten das als schweren Schlag für Präsident Nicolás Maduro und als Anfang vom Ende von dessen Regierung. »Die Ratten verlassen das sinkende Schiff«, hieß es auf Twitter. Es dauerte jedoch nicht lange, bis sich Rußlands Botschafter in Caracas, Sergej Melik-Bagdascharow, (...)

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Fünf Jahre Krieg im Armenhaus der arabischen Welt

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt davor, daß es im Jemen zu einer Explosion von Erkrankungen mit dem neuartigen Corona Virus Corvid-19 kommen könnte. Man bereite sich auf die Ankunft des Corona Virus vor, sagte Taha al-Mutawakel, Gesundheitsminister der Nationalen Errettungsregierung der Houthi-Bewegung am vergangenen Samstag in der Hauptstadt Sanaa. 93 Prozent der Gesundheitsversorgung des Landes seien infolge des fünfjährigen Krieges außer Betrieb, so die WHO. Schon vor Beginn des (...)

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Verluste werden sozialisiert

Kaum noch Werbeeinnahmen: Niederländischer TV-Tycoon John de Mol will Krise auf Kosten der Beschäftigten überstehen

Ein Oligarch will sein Kapitalistenrisiko auf die Beschäftigten abwälzen: »Alles wird anders«, zitierte die niederländische Internetseite Mediacourant am vergangenen Freitag den TV-Tycoon John de Mol. Vor allem wohl für die Mitarbeiter von Talpa Network, dem Medienunternehmen des Milliardärs. Eine noch nicht bekannte Zahl der 1.600 Angestellten wird wahrscheinlich bald auf der Straße stehen, wie der Unternehmer in einer Rundmail angedeutet hat.
Damit wäre de Mol einer der ersten »Arbeitgeber« in (...)

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Terror gegen Venezuela verstärkt

Kolumbien unterstützt paramilitärische Gruppen. Maduro wendet sich an Opposition. Kopfgeld der USA auf führende Politiker ausgesetzt

Die Regierung Venezuelas hat dem benachbarten Kolumbien vorgeworfen, terroristischen Gruppen Unterschlupf zu gewähren. Am Dienstag (Ortszeit) hatten kolumbianische Sicherheitskräfte auf der Fernverkehrsstraße zwischen Ciénaga und Barranquilla im Norden des Landes in einem staatlichen Fahrzeug ein ganzes Arsenal von Kriegswaffen, Schutzwesten, Nachtsichtgeräten und weiterer Ausrüstung sichergestellt. Wie der Rundfunksender »Blu Radio« berichtete, war das Ziel der Fahrt offenbar Riohacha, die (...)

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Macron »en guerre«

Frankreichs Staatschef als Feldherr an mehreren »Frontlinien«

In militärischem Ambiente hat Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron am Mittwoch gegen die vom Coronavirus verursachte Pandemie mobil gemacht. In einem Feldlazarett der Armee im elsässischen Mulhouse beschrieb Macron seinen »Krieg« gegen die weltweit grassierende Seuche als ein Schlachtfeld, auf dem in mehreren, nach Metier und Nützlichkeit gestaffelten »Linien« gekämpft werde. In der »ersten Linie« stehe das Krankenhauspersonal, laut Macron eine Art »Division«, in der Ärzte und Pflegerinnen – (...)

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In Armut sterben

Griechenlands Gesundheitssystem erneut vor dem Kollaps. Regierungschef Mitsotakis greift zu Kriegsrhetorik

Das von der Austeritätspolitik der Europäischen Union im Zuge der Finanzkrise in den vergangenen zehn Jahren bereits nahezu zerstörte Gesundheitssystem Griechenlands droht im Kampf gegen das Coronavirus endgültig zu kollabieren. Am Dienstag waren landesweit 695 Infektionen amtlich bestätigt und 17 Menschen gestorben. Die rechtskonservative griechische Regierung verhängte inzwischen – wie die meisten EU-Staaten – eine allgemeine Ausgangssperre. Völlig abgeriegelt sind die wirtschaftlich weitgehend (...)

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Corona und die Krise

Die Fed will das USA-Finanzkapital retten – wieder einmal

Die USA hatten am Mittwochabend laut Johns-Hopkins-Universität rund 70.000 gemeldete Covid-19 Fälle. Mehr als 1.000 Menschen in den Vereinigten Staaten starben infolge der von dem Virus ausgelösten Lungenerkrankung Covid-19. Dabei dürfte es eine hohe Dunkelziffer geben. In den USA wird ausgesprochen spärlich getestet, etwa ein Tausendstel der Testdichte Südkoreas. Wer nicht testet, hat keine Krankheitsfälle, so ähnlich dürfte die Devise lauten im wohl am meisten auf Profit getrimmten und teuersten (...)

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Achtung Verstaatlichungswelle

In der Coronakrise wird das produzierende Kapital gerettet

Der Absturz der Aktienmärkte in den vergangenen Wochen war eine fast schon rationale Reaktion auf das Virus. Unter den vielen schlechten Nachrichten wirtschaftlicher Art deutet er eine Teilgesundung der Weltwirtschaft an, denn er stellt eine Entwertung des Kapitals dar. Viele marxistische Ökonomen (und einige andere) haben das Problem der kapitalistischen Weltökonomie der letzten 30 Jahre als eine »verschleppte« Krise analysiert.
Das soll heißen, daß aus der Überanhäufung von Kapital zwar (...)

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