Leitartikel

Letzter Eintrag : 20. Juni.

Unser Leitartikel:
Also doch Religionsunterricht durch die Hintertür

Kurz vor den Karnevalsferien steht der von der Regierung für September zum Beginn des neuen Schuljahres geplante Werteunterricht im Primär- und Sekundärschulbereich weiter auf provisorischen Füßen. Während Anhänger des Religionsunterrichts in der öffentlichen Schule, etwa von »Fir de Choix«, dem Bildungsminister vorwerfen, ihre Interessen zu vernachlässigen, teilte seine DP am 29. Januar mit: »Religionen sind integraler Bestandteil des neuen Werteunterrichts«. Besser hätte man es wirklich nicht (...)

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Unser Leitartikel:
Die Sozialmonologe gehen weiter

Im Rahmen des »Europäischen Semesters« der EU traten Ende 2011 sechs als »Sixpack« bezeichnete Gesetzgebungsmaßnahmen in Kraft, mit denen der »Stabilitäts- und Wachstumspakt« verschärft und das Verfahren bei seiner Anwendung gestrafft wurde. Unter anderem wurde ein »gesamtwirtschaftliches Überwachungsverfahren« eingeführt, mit dem nun auch EU-Staaten von Brüssel gegängelt werden können, deren Haushaltspolitik noch nicht dem Austeritätsdiktat der »Troika« aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und (...)

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Unser Leitartikel:
Gegen jede weitere Verschlechterung der Arbeitsbedingungen

Der vom Patronat geforderte Ausbau der Deregulierung der Arbeitszeitorganisation, ohne welche die Wettbewerbsfähig gefährdet sei, ist hierzulande in vielen Sektoren längst Realität, wobei die aus der zunehmenden Flexibilisierung resultierenden Unannehmlichkeiten allesamt voll zu Lasten der Schaffenden gehen.
Ob im Reinigungssektor, im Transportwesen, im Handwerk oder im Handel – um nur diese Bereiche zu nennen – wissen die Beschäftigten seit Jahren nur allzu gut, was es heißt, immer dann präsent (...)

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Unser Leitartikel:
Untaugliche Rezepte gegen Massenflucht

»Flüchtlingskrise« ist zu einem der am meisten gebrauchten Begriffe in den Medien geworden. Dabei handelt es sich hier um eine – durchaus in wohlbedachter Absicht – falsch benutzte Vokabel. Soll uns doch durch die inflationäre Erscheinung dieses Wortes eingeredet werden, »die Flüchtlinge« seien das Problem.
Dementsprechend erfolgen auch die Reaktionen. Ebenso end- wie sinnlose Debatten über »Obergrenzen«, die Errichtung von Zäunen mit NATO-Draht, als befänden wir uns im Krieg, Grenzkontrollen im (...)

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Unser Leitartikel:
Zwischen Hammer und Amboss

Luxemburg gehört zu den Ländern in der EU, in denen Produktivität und Rentabilität am höchsten sind. Dass das so ist, hat eben nicht nur damit zu tun, dass viele Betriebe in den technischen Fortschritt investieren, sondern ist auch darauf zurückzuführen, dass die Ausbeutung der Arbeitskraft besonders hoch ist (und die sogenannte »Rifkin-Revolution« soll dazu beitragen, dieses Modell nachhaltig zu erhalten).
Eigentlich ist das nicht schwer zu begreifen, aber weil das Propaganda-Trommelfeuer des (...)

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Unser Leitartikel:
Jammern auf hohem Niveau

Eltern mit kranken Kindern daheim sollen zukünftig von einer Erhöhung des »Congé pour raisons familiales« profitieren können, hieß es am Dienstag aus dem Arbeitsministerium. Ein entsprechender Gesetzestext gehe Ende Februar auf den Instanzenweg. Insbesondere der Zeitraum zwischen Geburt und dem dritten Lebensjahr soll hier ins Auge gefaßt werden, aber auch später noch sollen Eltern mehr Möglichkeiten haben, sich zu kümmern. Jean-Jacques Rommes vom Unternehmerverband UEL erklärte, man sei natürlich (...)

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Unser Leitartikel:
Vorsicht Zahlenjongleure!

Nirgendwo wird so mit Zahlen jongliert wie bei der Arbeitslosenstatistik. Daran beteiligt sich auch die Adem, die kurz nach ihrer Umbenennung in »Agence pour le développement de l’emploi« ohne jede Erklärung dazu übergegangen ist, in ihren monatlichen Bulletins nur noch die Zahl der Arbeitslosen im »engeren Sinne« anzugeben.
So werden nicht nur die 3.337 Männer und 1.918 Frauen aussortiert, die sich im vergangenen Monat in einer Trainings-, Ausbildungs- oder Eingliederungsmaßnahme befanden, sondern (...)

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Unser Leitartikel:
Der Pleitegeier dreht weiter seine Runden

Wenn auch etwas langsamer als in den Rekordjahren 2009 bis 2013, so drehte der Pleitegeier auch 2015 weiter seine Runden über Luxemburgs Betrieben. So sahen sich laut offizieller Angaben im Vorjahr wieder 873 Firmen gezwungen, Konkurs anzumelden. Das waren deren 28 mehr als 2014. Am schlimmsten betroffen war, ähnlich wie in den Jahren zuvor, die Dienstleistungsbranche (insgesamt 508 Pleiten), während aus dem Bausektor der größte Zuwachs an Insolvenzen gemeldet wurde – von 70 auf 91 (...)

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Unser Leitartikel:
Ist die EU noch zu retten?

»Ohne Schengen macht der Euro keinen Sinn«, orakelte Jean-Claude Juncker vor einer reichlichen Woche. Zumindest können wir dem EU-Kommissionspräsidenten unterstellen, daß er sich ernsthaft Sorgen macht, denn sowohl die EU in ihrer gegenwärtigen Verfassung als auch der Euro sind recht eng mit dem Wirken Junckers verbunden. Und daß der Vertrag von Schengen dem Luxemburger wichtig ist, wird wohl niemand bestreiten.
Nun ist eine Situation eingetreten, in der all das schier unaufhaltsam den Bach (...)

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Unser Leitartikel:
Die schöne neue Welt von Industrie 3.0/4.0 und die ganz gewöhnliche Ausbeutung

Dieser Tage gab es mindestens zwei Veranstaltungen, die dazu dienten, über die industrielle Revolution zu fabulieren – die eine in Davos, wo die Reichen und Mächtigen die Industrie-4.0-Ideologie hochleben ließen, die andere in der Handelskammer in Luxemburg, wo Kapitalisten und Angestellte des kapitalistischen Staates über die Strategie der dritten industriellen Revolution und darüber plauderten, dass es möglicherweise in den goldenen Zukunftszeiten, die da anbrechen werden, dank der digitalen (...)

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