Leitartikel
Letzter Eintrag : 20. Juni.
Unser Leitartikel:
Nicht auf halbem Weg stehen bleiben
Natürlich ist es zu begrüßen, dass das Kindergeld, die Schulanfangszulage, die staatlichen Gutscheine für die Kinderbetreuung und weitere Familienzulagen in Zukunft alle zwei Jahre an die Entwicklung des Medianeinkommens angepasst werden sollen.
Immerhin hatten die Regierung und die Gewerkschaften sich in einem Abkommen vom 28. November 2014 grundsätzlich auf eine solche Anpassung geeinigt, aber das war bereits vor 16 Monaten, und nun soll es noch einmal zwei Jahre dauern, bevor die (...)
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Was geschieht mit dem »alten« Esch?
In den Generalversammlungen des Escher Geschäftsverbandes ist es in den letzten Jahren schon zur Tradition geworden, sich über die Zustände im »alten« Escher Zentrum zu beklagen. So war es auch in diesem Jahr wieder, als die Geschäftsleute vor kurzem in jener Versammlung des Jahres 2016 mehr Attraktivität für das Zentrum forderten und erklärten, den deutlichen Kaufkraftverlust der Menschen durch weniger volle Einkaufsstraßen und Läden zu spüren.
Zu den Sorgen um des Bürgers Portemonnaie gesellte sich (...)
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Die Flüchtlinge und das böse Erwachen
Die Ergebnisse der Landtagswahlen in drei deutschen Bundesländern dürften niemanden wirklich überrascht haben. Es war bereits lange vor dem Urnengang absehbar, daß sehr viele Menschen gewillt waren, den »etablierten Parteien« einen Denkzettel zu verpassen und sowohl gegen die fortgesetzte Austeritätspolitik als auch gegen den Umgang der Regierungsparteien mit Flüchtlingen und Migranten zu protestieren. Das ist durchaus legitim, und dazu sind Wahlen in der bürgerlichen Demokratie auch da. (...)
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Festival der Migrationen und Alltag
Fast 30.000 Besucher kamen am letzten Wochenende nach Kirchberg zum traditionellen »Festival des migrations, des cultures et de la citoyenneté«. Eine multikulturelle Veranstaltung, die, so sehen es jedenfalls die Organisatoren, dazu beitragen soll, bestehende Barrieren zwischen Luxemburgern und ausländischen Mitbürgern, die inzwischen immerhin fast 46 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen, weiter abzubauen. Dies zumindest für die Dauer eines Wochenendes.
Denn der Alltag zeigt, dass es bis zur (...)
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Neue Spirale der Gewalt
Mitten im Zentrum der türkischen Hauptstadt spielten sich am Sonntag erneut grauenvolle Szenen der Gewalt ab. Durch die Explosion einer Autobombe, so berichten Agenturen, starben mindestens 37 Menschen, 120 weitere wurden verletzt. Der weitere Ablauf erfolgte nach dem bekannten Muster. Die Regierung verhängt eine Nachrichtensperre, angeblich, um die Verbreitung von grausamen Bildern zu verhindern. In den Verlautbarungen, die zur besten Sendezeit über alle Agenturen und Sender der Welt (...)
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Geht die Steuerreform in die richtige Richtung?
Jahr für Jahr nimmt der Staat, der Geld braucht, um seinen öffentlichen Aufgaben nachzukommen, mehr Steuern ein. Erst kürzlich wurde sogar eine ganz neue Steuer erfunden, die sogenannte Haushaltsausgleichssteuer von 0,5 Prozent, die alle Lohnabhängigen und Rentner seit dem 1. Januar 2015 auf jenem Teil ihres Einkommens bezahlen müssen, das über den Mindestlohn hinausgeht.
Vor allem fällt aber auf, dass die Steuerlast innerhalb von 20 Jahren zunehmend von den breiten auf die schmalen Schultern (...)
Der Paß steht am Ende, nicht am Anfang
Heute soll das Gesetzesprojekt zur Staatsbürgerschaft durch den Regierungsrat abgesegnet werden, nachdem sich die Regierung in den vergangenen Wochen mit der CSV weitgehend verständigen konnte und somit auf eine belastbare Mehrheit in der Chamber hoffen kann. Nachdem es beim Referendum am 7. Juni 2015 eine schallende Ohrfeige von der Wahlbevölkerung für die Pläne der Regierung gegeben hatte, wurde nun ein drei Jahre alter Gesetzesvorschlag der CSV wieder hervorgeholt und auf dessen Basis (...)
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Gleicher Lohn statt Frauenquote
Die Manifestation am Internationalen Frauentag fand in diesem Jahr unter dem Motto »Marsch gegen Sexismus« statt; was angesichts der Machosprüche in der Gratiszeitung »L’essentiel« und auf rtl.lu, die vom KünstlerInnenkollektiv Richtung22 zitiert wurden, durchaus angebracht erscheint. Zumal sich die breitgefächerte Aktionsplattform bereits in den vergangenen Jahren auf gravierendere Mißstände wie »Gewalt gegen Frauen« oder »Frauen auf dem Arbeitsmarkt« konzentriert hatte.
In ihren dem Chamberpräsidenten (...)
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Vor dem Gesetz müssen alle gleich sein
In Luxemburg gelten in der Regel nach wie vor der 8-Stundentag und die 40-Stundenwoche.Seit der Einführung des PAN-Gesetzes im Jahre 1999 ist es dem Patronat allerdings möglich, die Arbeitszeiten flexibler zu gestalten. tägliche und wöchentliche Arbeitszeit den Bedürfnissen des Betriebs nach anzupassen und die Arbeiter innerhalb einer festgelegten Referenzperiode über die eingangs genannten Arbeitszeiten hinaus zu beschäftigen.
Die Obergrenzen von 10 Stunden am Tag und 48 Stunden die Woche dürfen (...)
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Sie kennen weder Scham noch Gewissen
Ungeachtet der täglichen massiven Verletzungen der Menschenrechte durch das türkische Regime trafen sich seit dem Sonntagabend die politischen Entscheidungsträger der EU und ihrer Mitgliedstaaten in Brüssel zu einer Reihe von Gesprächen mit dem Regierungschef aus Ankara. Glaubt man den Aussagen der von Agenturen veröffentlichten Fotos, dann herrschte bei den Treffen in den Räumen Brüsseler Institution nicht nur eitel Sonnenschein, sondern auch eine Art herzliche Freundschaft – von ganz wenigen (...)
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