Leitartikel

Letzter Eintrag : 20. Juni.

Unser Leitartikel:
Die Beteuerungen der Privatisierer

Gemäß der neoliberalen These, daß Privatkonzerne angeblich alles besser können als der öffentliche Dienst, erklärte der »sozialistische« Wirtschaftsminister Krecké zum Beschluß des P&T-Verwaltungsrates, sämtliche Telekomdienste des Postunternehmens in eine Aktiengesellschaft auszulagern, nun könne sich die Post dem Wettbewerb der privaten Konkurrenz stellen.
Es soll hier gar nicht in Abrede gestellt werden, daß es sinnvoll ist, sämtliche Telekomdienste – Festnetz, Mobilfunk, Internet und »Tële vun der (...)

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Unser Leitartikel:
»Mit welcherlei Maß ihr messet, wird euch gemessen werden«

»Wir vertreiben die Luxemburger nicht aus dem Paradies, aber wir müssen das Paradies umbauen« – mit diesen Worten hatte Premierminister Juncker vergangene Woche die Sparmaßnahmen und sozialen Einschnitte umschrieben, die ab dem 17. März dieses Jahres in der Tripartite zur Diskussion stehen werden.
Eigentlich sollte der Herr Premierminister mit dem Mund, mit dem er betet, nicht die Unwahrheit sagen – und erst recht nicht, wenn er sich auf die Bibel bezieht. Herr Juncker und seine Partei trugen (...)

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Unser Leitartikel:
Besatzungspolitik gescheitert

Den USA und ihren willigen Helfern – darunter auch Luxemburg – gehen langsam die Argumente aus. Als die USA-Krieger auszogen, um Afghanistan militärisch zu besetzen, wurde das zunächst als Reaktion auf die Zerstörung der Zwillingstürme des World Trade Center dargestellt und behauptet, die Auftraggeber für die Terroranschläge säßen in den Bergen des Hindukusch. Die sogenannte Weltöffentlichkeit akzeptierte die Lüge, obwohl bis heute nicht ein einziger dieser Leute in Afghanistan gefaßt und vor Gericht (...)

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Unser Leitartikel:
Die Spekulanten jubeln

Die »Anleger« seien zufrieden, hieß es am Tag nach der Verkündung des Armutspakets, das die sozialdemokratische Regierung Griechenlands ihrer Bevölkerung aufbürdet. Die »Unsicherheit« sei von den Börsen verschwunden, melden Börsenberichterstatter. Griechische Staatsanleihen hätten reißenden Absatz gefunden, heißt es, sie waren bereits dreifach überzeichnet, kurz nachdem sie aufgelegt wurden. In eine normale Sprache übersetzt heißt das: Es gibt dreimal mehr »Anleger« als griechische (...)

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Unser Leitartikel:
Soll wieder »gerettet« werden?

In den Standort Luxemburg sei in den letzten Jahren nahezu eine Milliarde investiert worden, meinte am Mittwoch ein ziemlich genervter Michel Wurth, als der Generaldirektor von ArcelorMittal vor der Stahltripartite von kommunistischen Militanten auf den Postenabbau in der Stahlindustrie angesprochen wurde. Diesen Investitionen sei es zu verdanken, dass Luxemburg heute hochmoderne Produktionsanlagen besitze. Auf die Rotstiftpolitik – auch Restrukturierungen genannt – ging er allerdings nicht (...)

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Unser Leitartikel:
Wer nicht ausbildet, soll zahlen

Wie Erziehungsministerin Mady Delvaux-Stehres am Dienstag noch einmal klarstellte, will die Regierung die Umsetzung ihrer im November vorvergangenen Jahres von der Chamber gestimmten Reform der Berufsausbildung bis zur Rentrée im September durchziehen – zumindest für 18 der derzeit 118 in Luxemburg angebotenen Ausbildungsberufe.
Bedenken der Salariatsvertreter, die Akteure »um Terrain«, die die sogenannte Jahrhundertreform umsetzen müssen – Lehrkräfte, Schüler, Eltern und Betriebe –, seien ihre (...)

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Unser Leitartikel:
Die Wurzel des Übels

Wenn es um die Schuldenkrise des kapitalistischen Griechenland geht, dann wird in den bürgerlichen Medien jeden Tag eine andere Sau durchs Dorf getrieben. Die Brüder Grimm wären erstaunt, welche Phantasie bürgerliche Politiker, Ökonomen und Journalisten an den Tag legen, um sich ständig neue Märchen auszudenken. Es werden immer neue »Begründungen« dafür gefunden, warum »die Griechen« so tief im Schuldensumpf stecken, und jeden Tag meldet sich irgendein überbezahlter Sachwalter des Kapitals und erklärt, (...)

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Unser Leitartikel:
Kann Reichtum grenzenlos wachsen?

Es gibt Zahlen, unter denen kann man sich nichts vorstellen, weil sie im Alltagsleben keine Rolle spielen. So zum Beispiel das Zahlwort eine Billion (eine Eins mit 12 Nullen), was im deutschen Sprachgebrauch 1.000 Milliarden sind.
Zu den Gesellschaften, bei denen der Umgang mit Billionen zum Alltagsgeschäft gehört, zählt die Clearstream International S.A., die aus der Fusion der Deutsche Börse Clearing AG und der Cedel International hervorging und ihren Sitz in Luxemburg hat. Diese Clearstream (...)

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Unser Leitartikel:
Weitere Verschlechterungen abwehren

Wir sind den Tränen nahe. Wieso? Nun, weil es den bedauernswerten Unternehmern hierzulande zusehends schlechter geht. Ihr Lamentieren reicht von zu hohen Patronatsbeiträgen, fehlender Unterstützung im internationalen Konkurrenzkampf, unflexiblen Mitarbeitern und zu hohen Löhnen bis hin zu zunehmend leerer werdenden Betriebskassen.
Unverständlich ist, dass Menschen, die so sehr von der kapitalistischen Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen sind, so wenig Solidarität entgegen gebracht wird. Die (...)

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Unser Leitartikel:
Der Euro und die Maginot-Linie

Noch vor der Einführung des Euro wurden der neuen Währung wundersame Eigenschaften angedichtet. In dieser Dichtkunst tat sich Anfang des Jahres 1998 besonders der damalige EU-Parlamentarier und heutige Fraktionssprecher der LSAP, Ben Fayot, hervor. Seine verfrühten Lobeshymnen auf die gemeinsame Währung endeten stets mit dem Bekenntnis: Ja zum Euro!
Gleichsam wie die Maginot-Linie Frankreich vor einem Angriff Hitlerdeutschlands schützen sollte, sei der Euro dafür da, um uns vor Inflation und (...)

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