Leitartikel
Neuester Eintrag : 20. April.
Unser Leitartikel:
Unsolidarische Exit-Strategien
Während der zwei jüngsten Sitzungen der Chamber wurde sich darüber gefreut, dass der nationale Zusammenhalt funktioniert, und dass das Land verhältnismäßig gut durch die Corona-Krise kommt. Und da es inzwischen dank der Volksrepublik China auch genug Masken gibt, die von Tausenden Helfern über die Kommunen an die Bevölkerung verteilt werden, sind auch die widersprüchlichen Aussagen zum Tragen von Masken verstummt.
Tatsache ist, dass es seit Wochen viele konkrete Solidaritätsbeweise in der (...)
Zweierlei Maß
Diese Woche wandten sich Bürgermeister der Gemeinden an der deutsch-luxemburgischen Grenze an die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer, in der Hoffnung, sie möge bei ihrem Gespräch mit dem deutschen Innenminister Horst Seehofer die Situation in der Großregion und die durch die einseitig bei Nacht und Nebel vollzogene Grenzschließung entstandenen Probleme für die Menschen beider Seiten ein gutes Wort einlegen.
Dreyer selbst wurde zitiert mit der Äußerung, daß schnellstmöglich eine (...)
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USA: Planlos in der Coronakrise
Bis Mittwochabend (Ortszeit) gab es in den USA 639.664 positiv auf das Coronavirus getestete Personen und 30.985 Tote. In China wurden bis gestern 83.402 Infektionen und 3.346 Todesfälle gezählt. In beiden Kategorien liegen die Werte in den USA deutlich über den aus China gemeldeten: Bei den Infektionen liegt der Faktor bei über sieben, bei den Toten sogar bei mehr als neun.
Setzt man die Werte mit der Einwohnerzahl in Relation, sind sie noch gewaltiger: Für jede Million Einwohner haben die USA (...)
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Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen
Schon vor Ausbruch der Corona-Krise hatten zunehmend Menschen große Probleme, um allmonatlich über die Runden zu kommen. Gewusst war, dass zig Tausende seit Jahren schon – besonders seit dem Beginn der kapitalistischen Finanz- und Wirtschaftskrise vor zwölf Jahren – gezwungen waren jeden Euro mehrmals in der Hand zu drehen, bevor sie sich dazu entscheiden konnten, ihn auszugeben. Mit der Folge, dass sie immer häufiger beim Einkaufen auf Nahrungsmittel und Haushaltsprodukte verzichten mussten, die (...)
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Gewinner und Verlierer der Krise
Die Führung der Europäischen Union und die USA-Administration überbieten sich weiterhin mit ihren Geboten zur Regelung der Kosten der Corona-Krise. Allerdings wird in den wohlwollenden bis jubelnden Berichten darüber in den großen Medien nicht so deutlich dargestellt, welche Kosten hier eigentlich geregelt werden sollen. Zwar werden wir einen genaueren Überblick darüber erst nach einer längeren Zeit erhalten, aber es lohnt sich dennoch schon mal der Versuch, einen Blick hinter die Kulissen zu (...)
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Rückkehr in die Normalität der Ellenbogengesellschaft?
Im deutschen Fernsehen, in dessen ersten Reihen Abend für Abend viele Luxemburger sitzen, wird seit Tagen über die Rückkehr in die Normalität debattiert, und das kann ansteckend sein.
Unabhängig davon, dass das Virus nicht vor Grenzen halt macht, so dass Grenzschließungen eher eine Schikane denn eine wirksame Methode zur Virusbekämpfung sind, ist die Realität in Luxemburg eine andere als in Deutschland oder in einem der anderen zwei Nachbarländer, allein schon wegen der geografischen Größe, und (...)
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Spargelspitzen aus Berlin
In der Nacht zum vergangenen 12. März ging es los: Klammheimlich positionierte sich der deutsche Bundesgrenzschutz an den Grenzübergängen zu Luxemburg und richtete Kontrollposten ein. Die hiesige Regierung wurde darüber zwar in einer Note informiert, allerdings erst, nachdem Tatsachen geschaffen worden waren.
Jahrelang flöteten deutsche Regionalpolitiker in den höchsten Tönen über die grenzüberschreitende Freundschaft und das »Zusammenwachsen« in »unserem Haus Europa« (gemeint ist die EU). Für die (...)
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Kein Nullsummenspiel
Während weltweit alles darangesetzt wird, die Coronaviruspandemie zu begrenzen, um eine tödliche Überlastung der Gesundheitssysteme wie in Italien, Spanien, den USA und nun auch in Frankreich zu verhindern, haben einige westliche Regierungspolitiker und Medienvertreter nichts Besseres zu tun, als sich im China-Bashing zu überbieten.
Seit dem Ausbruch der Pandemie präsentieren sie eine krude Verschwörungstheorie nach der nächsten, um uns so mit ihrem China-Bashing-Syndrom anzustecken. Als die (...)
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Solidarisch auch nach der Corona-Krise
Ob im Reinigungswesen, im Handel, im Transportwesen oder im Dienstleistungssektor – um nur diese Wirtschaftsbereiche zu nennen – wissen die Beschäftigten seit vielen Jahren schon, was es heißt, immer dann präsent sein zu müssen, wenn es der Betrieb verlangt. Häufig wechselnde oder längere Arbeitszeiten, in letzter Minute abgeänderte Schichtpläne und unregelmäßige Antrittszeiten gehören dort genauso zum Arbeitsalltag wie allgegenwärtiger Personalmangel, Stress, Mehrarbeit, nicht vergütete Überstunden, (...)
Unser Leitartikel:
Ein »Marshall-Plan« für das Großkapital
Nachdem die Europäische Union in den zurückliegenden Wochen seit Ausbruch der Corona-Krise bereits hinlänglich und sehr überzeugend ihre Unfähigkeit bewiesen hat, mit den aktuellen Problemen fertig zu werden, kommt nun noch hinzu, daß die Präsidentin der EU-Kommission die völlige Untauglichkeit dieses Staatenbundes nachweist, überhaupt mit Krisensituationen wie dieser klarzukommen.
Am Wochenende hat Ursula von der Leyen in einem Artikel dargelegt, wie sie sich die Lösung der Probleme vorstellt. Sie (...)
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