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	<title>Zeitung vum L&#235;tzebuerger Vollek</title>
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		<title>Unser Leitartikel: &lt;br/&gt; Extraprofit per Regierungsbeschlu&#223;</title>
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		<dc:creator>Uli Brockmeyer</dc:creator>

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		<description>Der deutsche Wirtschaftsminister Rainer Br&#252;derle von der FDP, einer der wichtigsten Bewahrer der Interessen des deutschen Gro&#223;kapitals, hat es kurz und knapp auf den Punkt gebracht. Er bezeichnete den sogenannten &#187;Atomkompromi&#223;&#171; am Montagmorgen als &#187;gro&#223;en Wurf&#171;. &lt;br /&gt;Seine Chefin, die Kanzlerin der BRD ist, sprach sogar von einer &#187;Revolution&#171;. Noch besser kann man es kaum beschreiben. Denn die Regierung aus Konservativen und Liberalen hat etwas geschafft, was man sich bisher selten getraut hat &#8211; und (...)


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 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Der deutsche Wirtschaftsminister Rainer Br&#252;derle von der FDP, einer der wichtigsten Bewahrer der Interessen des deutschen Gro&#223;kapitals, hat es kurz und knapp auf den Punkt gebracht. Er bezeichnete den sogenannten &#187;Atomkompromi&#223;&#171; am Montagmorgen als &#187;gro&#223;en Wurf&#171;.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Seine Chefin, die Kanzlerin der BRD ist, sprach sogar von einer &#187;Revolution&#171;. Noch besser kann man es kaum beschreiben. Denn die Regierung aus Konservativen und Liberalen hat etwas geschafft, was man sich bisher selten getraut hat &#8211; und wenn, dann nicht in derartig offener Form.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Nach wochenlangen, zum Teil &#246;ffentlich gef&#252;hrten Diskussionen haben sich die Akteure am Sonntagabend auf einen &#187;Kompromi&#223;&#171; geeinigt, &#252;ber den es sich durchaus lohnt, etwas nachzudenken. Nachdem zun&#228;chst eine Verl&#228;ngerung der Laufzeiten der ausgedienten Atomkraftwerke um zehn Jahre anvisiert wurde, kam es bereits zu heftigen Protesten der Atomkraftgegner und vieler anderer vernunftbegabter Menschen. Dann brachten verschiedene Leute eine noch l&#228;ngere Verl&#228;ngerung von bis zu zwanzig Jahren ins Spiel. So kann man es nun als &#187;Kompromi&#223;&#171; bezeichnen, wenn die alten AKW noch durchschnittlich zw&#246;lf Jahre l&#228;nger Strom und jede Menge Unsicherheit produzieren d&#252;rfen, vor allem aber einen gro&#223;en Haufen Extraprofit.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Leute, die sich auskennen, gehen davon aus, da&#223; ein AKW den Herren der Stromkonzerne pro Tag etwa eine Million Gewinn einbringt. Das macht also in einem Jahr rund 365 Millionen Euro. In der BRD geht es um 17 AKW, da kommt man auf die h&#252;bsche Summe von 6.205 Millionen. Wenn wir von zw&#246;lf Jahren ausgehen, dann scheffeln die Konzernherren immerhin 74.460 Millionen Euro extra. Auf diese fast 75 Milliarden h&#228;tten sie glatt verzichten m&#252;ssen, wenn das Kabinett den Beschlu&#223; der Vorg&#228;ngerregierung &#252;ber den Ausstieg aus der Atomenergie nicht gekippt h&#228;tte.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Nun wird gesagt, da&#223; die Konzerne auch etwas von ihrem Gewinn abgeben m&#252;ssen. Aber um wie viel geht es eigentlich? Die bisher bekannt gewordenen Angaben sind nicht eindeutig. Es wird gesagt, da&#223; die Konzerne ab 2011 eine &#187;Brennelementesteuer&#171; von 2,3 Milliarden Euro j&#228;hrlich zahlen sollen &#8211; jedoch nur befristet auf &#187;einige Jahre&#171;. Diese 2,3 Milliarden f&#252;r ein paar Jahre sehen im Vergleich zu den
75 Milliarden allerdings wie die ber&#252;hmten &#187;Peanuts&#171; aus &#8211; selbst wenn die Konzerne zehn Jahre lang zahlen m&#252;&#223;ten, w&#228;re das etwa ein Drittel des Extra-Gewinns, aber dazu wird es nicht kommen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Au&#223;erdem wird ein &#187;Sonderbeitrag&#171; zur F&#246;rderung erneuerbarer Energien einfordert, &#187;auf den sich die Atomkonzerne vertraglich festlegen sollen&#171;. Das ist nichts anderes als eine Investition in die eigene Zukunft, auf die sich die Konzerne mehr oder weniger festlegen m&#252;ssen. Wer wird denn die erneuerbaren Energiequellen in Zukunft erschlie&#223;en, ausbeuten, vermarkten und sich daran jede Menge goldene Nasen verdienen, wenn nicht die Herren derselben Stromkonzerne?&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Noch deutlicher kann eine Regierung eigentlich kaum demonstrieren, wie Politik zum Nutzen Weniger gemacht wird. Und die Sache hat noch einen erstklassigen Nebeneffekt: In den n&#228;chsten Wochen wird das Thema Atomenergie die &#246;ffentliche Diskussion beherrschen und andere Probleme &#252;berschatten, so da&#223; die Regierung bei all den sozialen Verschlechterungen zu Lasten der Schaffenden, die in diesem Herbst anstehen, relativ ungest&#246;rt agieren kann. Ist es das, was die Kanzlerin mit &#187;Revolution&#171; gemeint hat?&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt; &lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Uli Brockmeyer&lt;/i&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>Eine Chance f&#252;r Madrid</title>
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<category domain="http://www.zlv.lu/spip/spip.php?rubrique3">Internationale Politik</category>


		<description>Die baskische Untergrundorganisation ETA (Baskenland und Freiheit) hat ihren Verzicht auf &#187;bewaffnete Aktionen&#171; erkl&#228;rt, um einen &#187;demokratischen Proze&#223; in Gang zu bringen&#171;. Eine Chance, den &#187;letzten bewaffneten Konflikt in Europa&#171; auf friedlichem Weg zu &#252;berwinden? &lt;br /&gt;Nicht zum ersten Mal verk&#252;ndet ETA eine unbefristete Waffenruhe. Zuletzt hatte die Organisation im M&#228;rz 2006 ihr Stillhalten erkl&#228;rt. Doch Verhandlungen mit der spanischen Regierung blieben ergebnislos, und mit einem ETA-Anschlag auf dem (...)


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 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die baskische Untergrundorganisation ETA (Baskenland und Freiheit) hat ihren Verzicht auf &#187;bewaffnete Aktionen&#171; erkl&#228;rt, um einen &#187;demokratischen Proze&#223; in Gang zu bringen&#171;. Eine Chance, den &#187;letzten bewaffneten Konflikt in Europa&#171; auf friedlichem Weg zu &#252;berwinden?&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Nicht zum ersten Mal verk&#252;ndet ETA eine unbefristete Waffenruhe. Zuletzt hatte die Organisation im M&#228;rz 2006 ihr Stillhalten erkl&#228;rt. Doch Verhandlungen mit der spanischen Regierung blieben ergebnislos, und mit einem ETA-Anschlag auf dem Madrider Flughafen im Dezember des gleichen Jahres platzte die Hoffnung auf ein Ende der Gewalt.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Es w&#228;re Selbstbetrug, w&#252;rde die Regierung in Ma&#173;drid die j&#252;ngste Erkl&#228;rung allein darauf zur&#252;ckf&#252;hren, da&#223; ETA durch eine Serie von Verhaftungen in den vergangenen Monaten geschw&#228;cht ist. Solange Spanien jede Kraft unterdr&#252;ckt und rigoros verbietet, die das Selbstbestimmungsrecht der Basken mit demokratischen Mitteln zu erk&#228;mpfen sucht, werden radikale, militante Nationalisten keine Nachwuchssorgen haben. Gerade die wegen &#187;ideologischer N&#228;he&#171; zu ETA verbotene baskische Partei Batasuna (Einheit) war es aber, die immer wieder Vorst&#246;&#223;e in Richtung einer friedlichen L&#246;sung des Konflikts unternommen und die Untergrundorganisation zum Gewaltverzicht aufgerufen hat. Eine Chance auf Frieden gibt es, vorausgesetzt Madrid verwehrt solchen Kr&#228;ften nicht l&#228;nger die Teilnahme am demokratischen Proze&#223;.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt; &lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Detlef D. Pries&lt;/i&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>



	<item>
		<title>Sonderregelungen und Zusch&#252;sse</title>
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		<dc:date>2010-09-07T08:37:46Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Gilbert Simonelli</dc:creator>

<category domain="http://www.zlv.lu/spip/spip.php?rubrique4">Aus den Betrieben</category>


		<description>L&#246;hne und Geh&#228;lter, ob sie nun in Kollektivvertr&#228;gen oder in Arbeitsvertr&#228;gen festgehalten und per Gesetz an den Index gebunden sind, bestehen in der Regel aus einem Grundlohn, aus Sonderzuwendungen, Zuschl&#228;gen und Pr&#228;mien. &lt;br /&gt;Im Gegensatz zum Patronat, waren die Gewerkschaften stets bestrebt, in Tarifverhandlungen allen voran die Grundl&#246;hne aufzubessern, damit das Einkommen nicht zu sehr von Pr&#228;mien oder sonstigen Zuwendungen abh&#228;ngig ist. Dies war besonders in Betrieben wichtig, in denen die (...)


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 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://www.zlv.lu/spip/IMG/arton3426.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;351&quot; class=&quot;spip_logos&quot; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;L&#246;hne und Geh&#228;lter, ob sie nun in Kollektivvertr&#228;gen oder in Arbeitsvertr&#228;gen festgehalten und per Gesetz an den Index gebunden sind, bestehen in der Regel aus einem Grundlohn, aus Sonderzuwendungen, Zuschl&#228;gen und Pr&#228;mien.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Im Gegensatz zum Patronat, waren die Gewerkschaften stets bestrebt, in Tarifverhandlungen allen voran die Grundl&#246;hne aufzubessern, damit das Einkommen nicht zu sehr von Pr&#228;mien oder sonstigen Zuwendungen abh&#228;ngig ist. Dies war besonders in Betrieben wichtig, in denen die Entlohnung der Besch&#228;ftigten leistungsgebunden war (Akkordarbeit), und deren L&#246;hne vielfach nicht allein von der Leistung eines jeden einzelnen, sondern auch von den Arbeitsbedingungen, dem Zustand der Werkzeuge, dem allgemeinen Umfeld, den klimatischen Bedingungen, usw. abh&#228;ngig waren. Positiv ist, dass im Interesse aller Schaffenden die Akkordarbeit in jahrelangen Verhandlungen nach und nach auf ein Minimum reduziert werden konnte.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Zusch&#252;sse, Pr&#228;mien oder Sonderzuwendungen, die nicht im Gesetz, sondern kollektivvertraglich festgehalten sind, waren allesamt kein Geschenk des Patronats. Sie mussten stets erk&#228;mpft werden. Dies gilt sowohl f&#252;r die Pr&#228;mie, wenn Arbeiter aus dem Urlaub zur&#252;ckgerufen werden, wenn die vorgeschriebenen Pausen zwischen zwei Schichten nicht eingehalten werden wie auch f&#252;r die Sonderzuwendungen, wenn Arbeiten unter beschwerten oder schmutzigen Bedingungen durchgef&#252;hrt werden m&#252;ssen. Zwar wird in solchen F&#228;llen die Arbeit durch die Pr&#228;mien nicht leichter oder sauberer, doch wird den Betroffenen die Schufterei durch finanzielle Aufschl&#228;ge &#187;schmackhafter&#171; gemacht.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Daneben gibt es die im Gesetz festgehaltenen Sonderregelungen und Zuschl&#228;ge f&#252;r Sonntags- (70%), Feiertagsarbeit (100%) und &#220;berstunden (Freizeit oder +40%).&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Seit der Einf&#252;hrung des Einheitsstatuts am 1. Januar 2009 werden &#220;berstunden in der Regel mit bezahlten Ruhezeiten abgegolten, wobei auf eine geleistete &#220;berstunde anderthalb Stunden bezahlte Freizeit entfallen. Besteht allerdings auf Order des Vorgesetzten aus organisatorischen Gr&#252;nden die M&#246;glichkeit nicht, dass der Lohnabh&#228;ngige von der ihm zustehenden Freizeit. Gebrauch machen kann, so ist die &#220;berstunde mit einem Zuschlag von 40 Prozent zu entlohnen (steuer- und sozialabgabenfrei).&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Auch die an Sonntagen verrichtete Arbeit kann auf zwei verschiedene Weisen verg&#252;tet werden. Entweder werden dem Arbeiter der &#252;bliche Stundenlohn plus ein Zuschuss von 70 Prozent bezahlt, oder die Sonntagsarbeit wird ihm mit einem Zuschuss von 70% und einem Freizeitausgleich w&#228;hrend der Woche verg&#252;tet. Wobei der Freizeitausgleich aus einem ganzen Tag besteht, wenn sonntags mehr als vier Stunden gearbeitet wurde.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8230;und die Nachtarbeit?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Au&#223;er f&#252;r die Besch&#228;ftigten im Gastst&#228;ttengewerbe sieht das Gesetz keine Zuschl&#228;ge f&#252;r Nachtarbeit vor. In Betrieben und Sektoren, wo Kollektivvertr&#228;ge ausgehandelt werden, wird die Nachtarbeit in der Regel mit einem Zuschlag von mindestens 15% verg&#252;tet, ohne dass dieser Prozentsatz jedoch einen allgemeinen g&#252;ltigen Wert darstellt.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Mehr als die H&#228;lfte aller Schaffenden hierzulande haben allerdings keinen Kollek&#173;tivvertrag. Sie riskieren also, dass ihnen die Nachtarbeit nicht extra verg&#252;tet wird. Was bei den meisten auch der Fall ist. Wahrhaftig ein Skandal, zumal das Arbeiten zwischen 22.00 Uhr und 6.00 Uhr allerseits als erschwerend und auf Dauer als ungesund angesehen wird. Nicht umsonst sch&#252;tzt das Gesetz Jugendliche sowie schwangere und stillende Frauen vor der Nachtarbeit.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Und was soll man zu den zunehmenden &#187;Sonderregelungen&#171; sagen, die an die Anwesenheitsquote eines jeden einzelnen gebunden sind? Von Patronatsseite werden sie den traditionellen Lohnerh&#246;hungen oder sonstigen Sonderzuwendungen wie beispielsweise Gratifikationen vorgezogen. Was auch leicht zu erkl&#228;ren ist. Denn in gewissen Betrieben sind die Bestimmungen zum Erlangen dieser &#187;Extras&#171; so extrem gehalten, dass schon die geringste Abwesenheit den Verlust der gesamten &#187;Pr&#228;mie&#171; zur Folge haben kann. Nur so ist zu erkl&#228;ren, dass immer h&#228;ufiger Arbeiter bei Unwohlsein Urlaubstage beantragen zu lassen, statt sich krank schreiben. Und dies im reichen Luxemburg. Unglaublich, aber wahr!&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt; &lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;g.s.&lt;/i&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>



	<item>
		<title>Verfassungsreferendum in Moldawien gescheitert</title>
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		<description>Ein von der prowestlichen moldawischen Regierungskoalition initiiertes Verfassungsreferendum ist bei der Abstimmung am vergangenen Sonntag gescheitert. Laut der Zentralen Wahlkommission der Republik Moldowa haben sich anstatt der notwendigen 33,33 % nur 30,98 Prozent der Wahlberechtigten an der Abstimmung beteiligt. Wahlbeobachter der Kommunistischen Partei haben bei parallelen Ausz&#228;hlungen in den Wahllokalen sogar nur eine Beteiligung von 29,6 Prozent festgestellt. Das bisher g&#252;ltige Quorum (...)

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 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://www.zlv.lu/spip/IMG/arton3425.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;646&quot; class=&quot;spip_logos&quot; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Ein von der prowestlichen moldawischen Regierungskoalition initiiertes Verfassungsreferendum ist bei der Abstimmung am vergangenen Sonntag gescheitert. Laut der Zentralen Wahlkommission der Republik Moldowa haben sich anstatt der notwendigen 33,33 % nur 30,98 Prozent der Wahlberechtigten an der Abstimmung beteiligt. Wahlbeobachter der Kommunistischen Partei haben bei parallelen Ausz&#228;hlungen in den Wahllokalen sogar nur eine Beteiligung von 29,6 Prozent festgestellt. Das bisher g&#252;ltige Quorum f&#252;r Volksabstimmungen von 60 Prozent war zuvor von den Regierenden halbiert worden. Die mit Abstand st&#228;rkste Partei des Landes, die Kommunistische Partei der Republik Moldowa (PKRM) und eine Reihe anderer Organisationen hatten zum Boykott aufgerufen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Seit eineinhalb Jahren befindet sich die Republik in einer politischen Krise. Nach der g&#252;ltigen Verfassung mu&#223; der Pr&#228;sident von mindestens 60 Prozent der Parlamentsabgeordneten gew&#228;hlt werden. Bei den Wahlen 2009 erhielt das westlich und stramm antikommunistisch orientierte B&#252;ndnis aus vier Parteien aber nur 53 der 101 Mandate. Die bis dahin regierende PKRM stellt 48 Abgeordnete. Die Mehrheit des Vier-Parteien-B&#252;ndnisses reichte zwar zur Regierungsbildung, aber nicht zur Wahl des Staatsoberhaupts.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Dieses Amt nimmt seither der nationalistische Pr&#228;sident Mihai Gimpu ein. Dieser Zustand ist allerdings nur als &#220;bergang m&#246;glich. Nach der Verfassung h&#228;tten nach den diversen gescheiterten Versuchen, einen Pr&#228;sidenten zu w&#228;hlen, l&#228;ngst Neuwahlen des Parlaments angesetzt werden m&#252;ssen. Die Regierungskoalition bef&#252;rchtet angesichts des zunehmenden Widerstands gegen ihre unsoziale Politik allerdings, abgew&#228;hlt zu werden. Als Ausweg wurde das Verfassungsreferendum initiiert, bei dem die W&#228;hler entscheiden sollten, ob der Pr&#228;sident direkt vom Volk gew&#228;hlt werden sollte. Um diesen Schritt den W&#228;hlern schmackhaft zu machen, wurde versprochen, nach dem Referendum dann auch das Parlament neu w&#228;hlen zu lassen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Der Ausweg aus der verfahrenen Situation kann nur darin bestehen, entsprechend der weiter g&#252;ltigen Verfassung jetzt endlich Neuwahlen zum Parlament anzusetzen. Die PKRM hatte bereits angek&#252;ndigt, diese zur Not auf der Stra&#223;e durchsetzen zu wollen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt; &lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Willi Gerns&lt;/i&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>



	<item>
		<title>Unser Leitartikel: &lt;br/&gt; Gemeinsam gegen Verschlechterungen</title>
		<link>http://www.zlv.lu/spip/spip.php?article3424</link>
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		<dc:date>2010-09-04T09:34:43Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Christoph K&#252;hnemund</dc:creator>

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		<description>Nicht nur die Schule geht bald wieder los, auch das politische Leben erwacht aus seiner sommerlichen Lethargie. Und das bedeutet auch, da&#223; wir uns die Realit&#228;t nach dem Urlaub wieder vor Augen f&#252;hren sollten, um vorbereitet zu sein, auf das, was im Herbst auf uns zukommt. &lt;br /&gt;Bereits in zwei Wochen steht der Hauptstadt eine erste gewerkschaftliche Aktion ins Haus: die Manifestation am 16. September gegen die diskriminierende Familienpolitik des neuen, kurz vor der Sommerpause noch durch die (...)


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 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Nicht nur die Schule geht bald wieder los, auch das politische Leben erwacht aus seiner sommerlichen Lethargie. Und das bedeutet auch, da&#223; wir uns die Realit&#228;t nach dem Urlaub wieder vor Augen f&#252;hren sollten, um vorbereitet zu sein, auf das, was im Herbst auf uns zukommt.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Bereits in zwei Wochen steht der Hauptstadt eine erste gewerkschaftliche Aktion ins Haus: die Manifestation am 16. September gegen die diskriminierende Familienpolitik des neuen, kurz vor der Sommerpause noch durch die Abgeordnetenkammer gepeitschten Gesetzes 6148, nach welchem die Familienzulagen und damit auch der &#187;Kinderbonus&#171; mit dem 18. Lebensjahr enden und die ausgleichsweise gezahlten Studienbeihilfen nur f&#252;r Familien in Luxemburg gelten. Hier soll auf Kosten der Grenzg&#228;nger und Einkommensschw&#228;cheren gespart werden. Ein zutiefst diskriminierendes Gesetz.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die Menschen in Luxemburg, die nun meinen, das ginge sie alles nichts an, &#187;besser die als wir&#171;, sollten sich bewu&#223;t werden, da&#223; dies nur ein Teil des, von der Regierungskoalition beschlossenen Austerit&#228;tsprogrammes ist. Darin enthalten sind die K&#252;rzung der Kilometerpauschale um die H&#228;lfte, die Abschaffung des &#187;B&#235;llegen Akt&#171; beim Eigenheimkauf, die Verschiebung des halben Rentenajustements von Januar 2011 auf Januar 2012, die Erh&#246;hung des Auszahlungsalters der &#187;Mammerent&#171; von 60 auf 65 Jahre, sowie eine Krisensteuer in den kommenden zwei Jahren von 0,8 Prozent des Einkommens. Der n&#228;chste Angriff auf den Index sowie weitere Verschlechterungen im Gesundheits- und Rentenwesen stehen im Herbst ins Haus. Das alles sind nur einige Punkte des Regierungsvorhabens, welche auch die im Land lebenden Menschen massiv treffen werden.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Daher ist es ratsam, auch den Kolleginnen und Kollegen, die t&#228;glich von jenseits der Grenze zur Arbeit kommen, am 16. September den R&#252;cken zu st&#228;rken, eine breite Front gegen jeglichen Sozialabbau zu bilden und sich nicht von Vokabeln wie &#187;Sozialpartnerschaft&#171; oder &#187;nationaler Solidarit&#228;t&#171; blenden zu lassen. Die Interessen des Kapitals und der Schaffenden stehen sich gegen&#252;ber und k&#246;nnen, wie es Erfahrungen aus der Vergangenheit im In- und Ausland zeigen, keinen gemeinsamen Nenner finden.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Ein Beispiel zeigte sich k&#252;rzlich im Handel, wo die Verl&#228;ngerung der Laden&#246;ffnungszeiten an Samstagen bis 20 Uhr quasi per Handstreich von der zust&#228;ndigen Ministerin verf&#252;gt wurden und die sogenannten &#187;Sozialpartner&#171; wieder einmal vor vollendete Tatsachen gestellt werden sollten, obwohl man ihnen im Regierungsprogramm zumindest noch Gespr&#228;che zugesichert hatte.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Der Sozialabbau in Luxemburg ist ein Puzzleteil aus dem gro&#223;en Umverteilungsprogramm von unten nach oben, das die EU als Instrument des Gro&#223;- und Finanzkapitals auf den Weg gebracht hat. Und so ist es notwendig, da&#223; nicht jeder nach seiner Nase schaut, sondern die Werkt&#228;tigen aller L&#228;nder, auch in Luxemburg, ob im privaten oder &#246;ffentlichen Sektor, ob Luxemburger, Grenzg&#228;nger oder Immigrant, zusammen mit den Gewerkschaften f&#252;r ihre Rechte auf die Stra&#223;e gehen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Deshalb: am 16. September alle gemeinsam zur Demo in die Hauptstadt.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt; &lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Christoph K&#252;hnemund &lt;/strong&gt; &lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>



	<item>
		<title>Werden bei Dexia weitere 700 bis 800 Posten vernichtet?</title>
		<link>http://www.zlv.lu/spip/spip.php?article3423</link>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Gilbert Simonelli</dc:creator>

<category domain="http://www.zlv.lu/spip/spip.php?rubrique2">Nationale Politik</category>


		<description>Bei der belgisch-franz&#246;sischen Bankengruppe Dexia sind in den beiden letzten Jahren bereits um die 1.500 Arbeitspl&#228;tze vernichtet worden. Wie gestern die fl&#228;mische Tageszeitung &#187;Het Nieuwsblad&#171; meldete, soll nun in den n&#228;chsten Tagen und Wochen offenbar die Umsetzung eines weiteren Restrukturierungsplans anstehen, der die Streichung von 700 bis 800 weiteren Stellen vorsehe. &lt;br /&gt;Wenn am Freitag auch keine Einzelheiten vom Konzern zu erfahren waren &#8211; das Direktionskomitee soll den Restrukturierungsplan (...)


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 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://www.zlv.lu/spip/IMG/arton3423.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;333&quot; class=&quot;spip_logos&quot; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Bei der belgisch-franz&#246;sischen Bankengruppe Dexia sind in den beiden letzten Jahren bereits um die 1.500 Arbeitspl&#228;tze vernichtet worden. Wie gestern die fl&#228;mische Tageszeitung &#187;Het Nieuwsblad&#171; meldete, soll nun in den n&#228;chsten Tagen und Wochen offenbar die Umsetzung eines weiteren Restrukturierungsplans anstehen, der die Streichung von 700 bis 800 weiteren Stellen vorsehe.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wenn am Freitag auch keine Einzelheiten vom Konzern zu erfahren waren &#8211; das Direktionskomitee soll den Restrukturierungsplan am 10. September 2010 absegnen &#8211; so meldete das belgische Blatt gestern, der Sparplan werde den gesamten Konzern &#8211; der l&#228;ngst wieder riesige Gewinne einf&#228;hrt &#8211; einbinden, also neben den Filialen in Belgien und Frankreich auch die Dexia Banque Internationale in Luxemburg.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;200 bis 240 Millionen Euro beabsichtigt der Konzern bis Ende des n&#228;chsten Jahres durch die anstehende Restrukturierung einzusparen. Durch den in den beiden letzten Jahren bereits durchgef&#252;hrten Arbeitsplatzabbau hat Dexia seine Ausgaben bereits um rund 360 Millionen reduziert. Infolge der Finanzkrise &#8211; die Bankengruppe war bekanntlich durch &#246;ffentliche Gelder vor der Pleite bewahrt worden &#8211; war dem Konzern aufgezwungen worden, innerhalb von drei Jahren 600 Millionen Euro einzusparen. Einsparungen, die, wie im Kapitalismus &#252;blich, am einfachsten auf dem Buckel der Schaffenden umzusetzen sind.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die Aleba konnte uns gestern nicht mit Details dienen. Die im Bankensektor dominierende Gewerkschaft hofft jedoch, dass der Restrukturierungsplan den Finanzplatz Luxemburg nicht zu sehr treffen werde und ein Stellenabbau durch freiwillige Abg&#228;nge erfolgen kann.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt; &lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;g.s.&lt;/strong&gt; &lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>



	<item>
		<title>Sparpaket und &#187;fehlgeleitete Grenzg&#228;nger&#171;</title>
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		<dc:date>2010-09-04T09:30:24Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Christoph K&#252;hnemund</dc:creator>

<category domain="http://www.zlv.lu/spip/spip.php?rubrique2">Nationale Politik</category>


		<description>Im gestrigen Pressebriefing erkl&#228;rte Premierminister Jean-Claude Juncker, die Wirtschaft der Eurozone habe sich zwar erholt, jedoch sei diese Erholung in den einzelnen Staaten sehr unterschiedlich ausgefallen. Trotz Stimulierung sei noch immer mehr auf der Negativseite zu sehen. Die Perspektive f&#252;r 2010 sei 1,4 bis 1,8 Prozent Wachstum, das aber in Luxemburg noch h&#246;her ausfallen k&#246;nne, obwohl es &#187;noch keine Zeit ist, den Schampus aufzumachen&#171;, so Juncker. &lt;br /&gt;Daher werde es auch beim Sparprogramm der (...)


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 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Im gestrigen Pressebriefing erkl&#228;rte Premierminister Jean-Claude Juncker, die Wirtschaft der Eurozone habe sich zwar erholt, jedoch sei diese Erholung in den einzelnen Staaten sehr unterschiedlich ausgefallen. Trotz Stimulierung sei noch immer mehr auf der Negativseite zu sehen. Die Perspektive f&#252;r 2010 sei 1,4 bis 1,8 Prozent Wachstum, das aber in Luxemburg noch h&#246;her ausfallen k&#246;nne, obwohl es &#187;noch keine Zeit ist, den Schampus aufzumachen&#171;, so Juncker.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Daher werde es auch beim Sparprogramm der Regierung bleiben, mit allen beschlossenen Komponenten und dem Ziel ausgeglichener Staatsfinanzen im Jahr 2014.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Kein Spektakel mehr&lt;/i&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Juncker forderte die Patronatsseite auf, die Gespr&#228;che wieder aufzunehmen und beschwerte sich &#252;ber die &#187;Attit&#252;de der Gewerkschaften, die Realit&#228;t nicht zur Kenntnis zu nehmen&#171;. Es herrsche derzeit keine gute Atmosph&#228;re. In der n&#228;chsten Woche st&#252;nden Gespr&#228;che mit Patronat und Gewerkschaften an, um m&#246;gliche Gangarten zur Verbesserung der Wettbewerbsf&#228;higkeit zu diskutieren. Wenn die &#187;Sozialpartner&#171; nicht bereit w&#228;ren, die T&#252;re weiter offenzuhalten, k&#246;nne die Regierung gerne die Verantwortung &#252;bernehmen, die nicht Schuld sei, da&#223; sich nichts bewege, und der Abgeordnetenkammer ad&#228;quate Szenarien pr&#228;sentieren.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Sollten die Verhandlungen mit Patronat und Gewerkschaften es zulassen, werde es eine Tripartite im kleinen Rahmen geben. &#187;das Medienspektakel Tripartite hat sich ausgelebt&#171;.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Er h&#246;re die Vorw&#252;rfe der Gewerkschaften aus Luxemburg und der Gro&#223;region nicht gerne, die ihn wegen der Grenzg&#228;ngerpolitik angriffen und ihm unterstellten, er habe sich &#187;quasi &#252;ber Nacht zum Nationalisten gewandelt&#171;. Das Klima im Land w&#252;rde darunter leiden. Die Grenzg&#228;nger seien von den Gewerkschaften fehlgeleitet. Er wolle vor der Demonstration am 16. September nicht weiter dar&#252;ber sprechen und werde sich anschlie&#223;end dazu &#228;u&#223;ern, wie mit den Grenzg&#228;ngern weiter verfahren werde. Er wolle dann auch &#187;in aller Breite&#171; erkl&#228;ren, wie schlecht luxemburgische Studenten in Belgien oder Frankreich behandelt w&#252;rden, und wie es den Grenzg&#228;ngern wirklich gehe.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Weitere Themen des Briefings waren eine von Gesundheitsminister Di Bartolomeo vorgestellte &#187;Carte medical&#171;, auf der in Zukunft alle Befunde und Gesundheitszust&#228;nde der Patienten gespeichert w&#252;rden und mit deren Einwilligung vom Arzt ausgelesen werden k&#246;nnen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die Gemeinden Ermsdorf und Medernach fusionieren zur &#187;Aerensdallgemeng&#171; und werden am 9. Oktober 2011 die erste Gemeinderatssitzung haben, pro Einwohner 2.500 Euro Staatshilfe und modernisierte Sportinfrastrukturen bekommen, sowie 5,3 Millionen Euro &#252;ber einen Zeitraum von zehn Jahren.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Zu Sarkozys Romapolitik befragt, &#228;u&#223;erte sich der Premierminister nachdenklich &#252;ber die interpretatorischen M&#246;glichkeiten dieser Aktion, die nicht gut seien, er sei aber kein guter Adressat f&#252;r Fragen zur Politik Sarkozys. Er glaube, da&#223; sich Menschen in Europa frei bewegen d&#252;rften, sich aber an Boden-Gesetze halten m&#252;&#223;ten.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt; &lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;CK&lt;/strong&gt; &lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>



	<item>
		<title>Kriegserkl&#228;rer Egon Ramms</title>
		<link>http://www.zlv.lu/spip/spip.php?article3421</link>
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		<dc:date>2010-09-04T09:25:41Z</dc:date>
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<category domain="http://www.zlv.lu/spip/spip.php?rubrique3">Internationale Politik</category>


		<description>Seit Januar 2007 ist der deutsche Vier-Sterne-General Egon Ramms Kommandeur des Streitkr&#228;ftef&#252;hrungskommandos (Allied Joint Force Command) der NATO im niederl&#228;ndischen Brunssum und koordiniert dort den Krieg der sogenannten Schutztruppe ISAF in Afghanistan. Er wird als &#187;der einflu&#223;reichste deutsche General bei der NATO&#171; bezeichnet. Der 61j&#228;hrige geht noch in diesem Jahr in den Ruhestand und kann sich Klartext leisten. &lt;br /&gt;Den lieferte er am Donnerstag in einem &#187;Handelsblatt&#171;-Interview unter dem (...)


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		</description>


 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://www.zlv.lu/spip/IMG/arton3421.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;380&quot; height=&quot;317&quot; class=&quot;spip_logos&quot; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Seit Januar 2007 ist der deutsche Vier-Sterne-General Egon Ramms Kommandeur des Streitkr&#228;ftef&#252;hrungskommandos (Allied Joint Force Command) der NATO im niederl&#228;ndischen Brunssum und koordiniert dort den Krieg der sogenannten Schutztruppe ISAF in Afghanistan. Er wird als &#187;der einflu&#223;reichste deutsche General bei der NATO&#171; bezeichnet. Der 61j&#228;hrige geht noch in diesem Jahr in den Ruhestand und kann sich Klartext leisten.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Den lieferte er am Donnerstag in einem &#187;Handelsblatt&#171;-Interview unter dem Zitat-Titel &#187;Die gezielte T&#246;tung ist eine Option&#171;. Seine Begr&#252;ndung entbehrt des patriotischen Schn&#246;rkels &#224; la &#187;Deutschland am Hindukusch verteidigen&#171;. Ramms bezeichnet schlicht das ISAF-Mandat der als &#187;Spezialkr&#228;fte&#171; bezeichneten NATO-Mordkommandos als &#187;Rechtsrahmen&#171;, weil es &#187;den Einsatz aller notwendigen milit&#228;rischen Mittel&#171; zulasse, &#187;bis zum Ausschalten, also T&#246;ten der Gegner.&#171; Und nennt eine Zahl: &#187;Mittlerweile sind fast 400 Talibanf&#252;hrer von Spezialkr&#228;ften ausgeschaltet worden.&#171;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wer das Recht so auf seiner Seite hat, kann noch lange Leichen produzieren. Ramms meint zu den Szena&#173;rien aus Berlin und Washington, im n&#228;chsten Jahr mit dem Truppenabzug zu beginnen und ihn bis 2014/15 zu beenden: &#187;Mit Blick auf die Korruption mu&#223; man einr&#228;umen: Nein, da kann man den Zeitplan gewi&#223; nicht aufrechterhalten (&#8230;) Das wird alles noch sehr lange dauern.&#171; Und &#252;ber die Position des afghanischen &#187;Pr&#228;sidenten&#171; sagt er kurz und klar: &#187;Pr&#228;sident Karsai m&#252;&#223;te st&#228;rker bedenken, da&#223; seine Wiederwahl im Wesentlichen durch die ISAF erm&#246;glicht wurde.&#171;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;F&#252;r seine politischen Vorgesetzten hat der Haudegen wenig mehr als Verachtung &#252;brig. Die Bundeswehr als Freiwilligen- und Einsatzarmee? Ramms k&#252;ndigt f&#252;r die im November zur Verabschiedung anstehende neue NATO-Strategie das alte Feindbild Ost an: &#187;Der Artikel f&#252;nf der NATO, der die F&#228;higkeit zur Verteidigung fordert, wird in der strategischen Ausrichtung der NATO im Herbst eine gr&#246;&#223;ere Bedeutung bekommen: Wir haben jetzt ein Drittel mehr Mitglieder. Die kommen teilweise aus Regionen, die einer gr&#246;&#223;eren Gef&#228;hrdung ausgesetzt sind als wir.&#171; Au&#223;erdem m&#252;sse die afrikanische Nordk&#252;ste im Auge behalten werden. Anders gesagt: Politiker kommen und gehen, der imperialistische Krieg bleibt. Ein &#187;Rechtsrahmen&#171; findet sich immer.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt; &lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Arnold Sch&#246;lzel&lt;/strong&gt; &lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>



	<item>
		<title>Kauft sich Chirac vor seinem Proze&#223; frei?</title>
		<link>http://www.zlv.lu/spip/spip.php?article3420</link>
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		<dc:date>2010-09-04T09:22:24Z</dc:date>
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<category domain="http://www.zlv.lu/spip/spip.php?rubrique3">Internationale Politik</category>


		<description>Wenn Ende 2010 endlich der Proze&#223; gegen den ehemaligen Pariser B&#252;rgermeister und langj&#228;hrigen Staatspr&#228;sidenten Jacques Chirac wegen Betrugs und Hinterziehung &#246;ffentlicher Gelder in Millionenh&#246;he beginnt, fehlt die Stadt Paris als Nebenkl&#228;ger. &lt;br /&gt;Bei dem Verfahren geht es darum, da&#223; Chirac als B&#252;rgermeister daf&#252;r gesorgt hat, da&#223; zwischen 1992 und 1995 zeitweise bis zu 21 hauptamtliche Mitarbeiter seiner Partei RPR als angebliche Stadtbedienstete gef&#252;hrt und aus der st&#228;dtischen Kasse bezahlt wurden. &lt;br /&gt;Die (...)


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&lt;a href="http://www.zlv.lu/spip/spip.php?rubrique3" rel="directory"&gt;Internationale Politik&lt;/a&gt;


		</description>


 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://www.zlv.lu/spip/IMG/arton3420.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;333&quot; class=&quot;spip_logos&quot; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wenn Ende 2010 endlich der Proze&#223; gegen den ehemaligen Pariser B&#252;rgermeister und langj&#228;hrigen Staatspr&#228;sidenten Jacques Chirac wegen Betrugs und Hinterziehung &#246;ffentlicher Gelder in Millionenh&#246;he beginnt, fehlt die Stadt Paris als Nebenkl&#228;ger.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Bei dem Verfahren geht es darum, da&#223; Chirac als B&#252;rgermeister daf&#252;r gesorgt hat, da&#223; zwischen 1992 und 1995 zeitweise bis zu 21 hauptamtliche Mitarbeiter seiner Partei RPR als angebliche Stadtbedienstete gef&#252;hrt und aus der st&#228;dtischen Kasse bezahlt wurden.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die Anklage mu&#223;te w&#228;hrend der Jahre 1995-2007 ruhen, in denen Chirac Staatspr&#228;sident war und damit Immunit&#228;t geno&#223;. Um jetzt einer Verurteilung zu entgehen, haben Chirac und die rechte Regierungspartei UMP &#8211; in der die RPR aufgegangen ist &#8211; dem amtierenden sozialistischen B&#252;rgermeister Bertrand Delanoe einen &#187;Deal&#171; vorgeschlagen, und der ist darauf eingegangen. Daf&#252;r, da&#223; die UMP der Stadt 1,65 Millionen Euro und Chirac seinerseits 550.000 Euro erstatten wollen, ist der B&#252;rgermeister bereit, seine Klage zur&#252;ckzuziehen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Allerdings bedarf es daf&#252;r noch eines Beschlusses im Stadtrat, der Ende September dar&#252;ber beraten wird. Zwar sind die meisten der rechten wie linken Stadtratsmitglieder daf&#252;r, doch gibt es in beiden Lagern auch Kritiker dieses Abkommens, wenngleich aus unterschiedlichen Gr&#252;nden.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Einige rechte Abgeordnete meinen, mit einer solchen Zahlung gestehe man eine Schuld ein, die eigentlich nicht gegeben sei, weil es seinerzeit noch kein Gesetz &#252;ber die Parteienfinanzierung gegeben hat und die Bezahlung politischer Mitarbeiter &#187;aus Gef&#228;lligkeit&#171; durch Stadtverwaltungen oder auch private Unternehmen eine weit verbreitete Praxis war &#8211; bei Konservativen wie auch bei Sozialisten.
Dagegen haben vor allem gr&#252;ne und kommunistische, aber auch einige sozialistische Abgeordnete den sozialistischen B&#252;rgermeister Delanoe kritisiert, weil der sich auf einen solchen &#187;Deal&#171; eingelassen hat. Am sch&#228;rfsten reagierte Eva Joly, Spitzenpolitikerin der Gr&#252;nen-Bewegung Europe Ecologie und fr&#252;here Untersuchungsrichterin im Elf-Proze&#223;, die von einem &#187;politischen Fehler&#171; und &#187;Rechtsbeugung&#171; spricht. Ihr Urteil ist unnachsichtig: &#187;Dieses Abkommen zeigt dem B&#252;rger die politische Klasse, die wie eine Kaste funktioniert, und verst&#228;rkt seine &#220;berzeugung, da&#223; nicht alle gleich sind vor dem Gesetz.&#171;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die Kommunistische Partei betont, da&#223; den Schaden die Steuerzahler h&#228;tten, denn das Geld, das die UMP zu erstatten bereit sei, stamme letztlich aus den Mitteln der Parteienfinanzierung, die jeder Formation entsprechend ihren Wahlergebnissen aus dem Staatshaushalt zuflie&#223;en.
B&#252;rgermeister Delanoe weist jede Kritik an der au&#223;ergerichtlichen Einigung zur&#252;ck und betont, er verstehe sich nicht als &#187;Inquisitor&#171; und wolle &#187;nicht um jeden Preis Chirac noch auf dessen alte Tage zum Vorbestraften machen&#171;. Ihm gehe es allein um die Interessen der Pariser, denen mit der finanziellen Wiedergutmachung am besten gedient sei, zumal die Summe von 2,2 Millionen Euro &#252;ber die zu Unrecht gezahlten Geh&#228;lter hinaus auch die Zinsen daf&#252;r und die Anwaltskosten der Stadt umfassen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Delanoe erinnert daran, da&#223; es solche finanziellen Einigungen auch schon in der Vergangenheit gab. So hat der seinerzeitige &#187;Stadtk&#228;mmerer&#171; und sp&#228;tere Premier Alain Jupp&#233; im Zusammenhang mit einem anderen Verfahren um illegale Parteienfinanzierung aus der Stadtkasse, bei dem er zu einer Geldstrafe und einem Jahr Aberkennung der b&#252;rgerlichen Ehrenrechte verurteilt wurde, zur Vermeidung eines zivilrechtlichen Schadenersatzprozesses freiwillig 900.000 Euro an die Stadt zur&#252;ckgezahlt. Die Gewerkschaft Force Ouvri&#232;re (FO) erstattete 228.000 Euro, nachdem bekannt geworden war, da&#223; die Stadt Paris beziehungsweise Chiracs Nachfolger im B&#252;rgermeisteramt &#8211; aus Gef&#228;lligkeit und sicher auch aus politischem Kalk&#252;l &#8211; jahrelang den Chauffeur und Leibw&#228;chter des FO-Vorsitzenden Marc Blondel bezahlt hat.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Im Verfahren gegen Chirac ist der Verzicht der Stadt auf ihre Klage von entscheidender Bedeutung, denn die Staatsanwaltschaft hat schon angek&#252;ndigt, da&#223; sie den Freispruch Chiracs beantragen wird, weil &#187;kein &#246;ffentliches Interesse an einer Bestrafung&#171; bestehe. So ist nicht ausgeschlossen, da&#223; Chirac gleich am ersten Proze&#223;tag den Gerichtssaal wieder erleichtert und als &#187;unbescholtener&#171; B&#252;rger verl&#228;&#223;t. Es sei denn, die Richter sehen das alles ganz anders und bestehen aus eigener Initiative auf Verfahren und Urteil.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt; &lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Ralf Klingsieck, Paris&lt;/strong&gt; &lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		

	</item>



	<item>
		<title>&#187;Kohle, Stahl und Klassenkampf&#171;</title>
		<link>http://www.zlv.lu/spip/spip.php?article3419</link>
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		<dc:date>2010-09-04T09:17:10Z</dc:date>
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<category domain="http://www.zlv.lu/spip/spip.php?rubrique5">Kultur</category>


		<description>Am 1. September wurde in V&#246;lklingen ein Buch mit diesem Titel vorgestellt. Das Wort &#187;Klassenkampf&#171; l&#228;&#223;t aufhorchen, weil dies nicht nur bei Buchtiteln selten zu h&#246;ren ist. &lt;br /&gt;V&#246;lklingen im Saarland, die Stahlstadt. &#220;ber 130 Jahre gepr&#228;gt von der H&#252;ttenindustrie, von den Kapitalisten wie Hermann R&#246;chling, der zu den ma&#223;geblichen Akteuren f&#252;r &#187;Heim ins Reich&#171; der Nazis geh&#246;rte. Unter Adolf Hitler stieg Hermann R&#246;chling zum Wehrwirtschaftsf&#252;hrer auf und wurde dann als Kriegsverbrecher verurteilt. In V&#246;lklingen (...)


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&lt;a href="http://www.zlv.lu/spip/spip.php?rubrique5" rel="directory"&gt;Kultur&lt;/a&gt;


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 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://www.zlv.lu/spip/IMG/arton3419.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;490&quot; height=&quot;290&quot; class=&quot;spip_logos&quot; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Am 1. September wurde in V&#246;lklingen ein Buch mit diesem Titel vorgestellt. Das Wort &#187;Klassenkampf&#171; l&#228;&#223;t aufhorchen, weil dies nicht nur bei Buchtiteln selten zu h&#246;ren ist.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;V&#246;lklingen im Saarland, die Stahlstadt. &#220;ber 130 Jahre gepr&#228;gt von der H&#252;ttenindustrie, von den Kapitalisten wie Hermann R&#246;chling, der zu den ma&#223;geblichen Akteuren f&#252;r &#187;Heim ins Reich&#171; der Nazis geh&#246;rte. Unter Adolf Hitler stieg Hermann R&#246;chling zum Wehrwirtschaftsf&#252;hrer auf und wurde dann als Kriegsverbrecher verurteilt. In V&#246;lklingen gibt es nach wie vor vier Stra&#223;ennamen, die sich auf die Dynastie R&#246;chling beziehen. Es gibt nach wie vor den Stadtteil &#187;Hermann-R&#246;chling-H&#246;he&#171;, benannt nach dem Kriegsverbrecher.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Heute ist die H&#252;tte eine Stiftung: Saarstahl. Ein Gro&#223;teil der H&#252;tte ist ein Weltkulturerbe. Die Rolle der R&#246;chlings wurde in diesem Zusammenhang (bisher) nicht aufgearbeitet.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Nun machte sich einer daran, einerseits das Geheimnis des Reichtums und der Macht wie der R&#246;chlings offenzulegen und anderseits zu zeigen, was diesem Reichtum innewohnte: Krisen, Unterdr&#252;ckung, Armut, Elend f&#252;r die Arbeitenden. Im Begleitwort zu diesem Buch hei&#223;t es: &#187;Hubert Kesternich erz&#228;hlt spannend und anschaulich vom Kampf der V&#246;lklinger H&#252;ttenarbeiter in der Zeit der Novemberevolution bis zur R&#252;ckgliederung des Saargebietes nach der Volksabstimmung am 13. Januar 1935&#171;.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Er erz&#228;hlt? Es ist keine &#187;Erz&#228;hlung&#171;, sondern ein historisches Sachbuch mit Fakten: &#220;ber Klassenk&#228;mpfe, &#252;ber den Alltag der Arbeiterklasse (nicht nur in V&#246;lklingen), &#252;ber die Bewu&#223;twerdung der Arbeiter und anderer Schichten und deren Handeln in dieser Zeit. Darin werden gro&#223;e historische Ereignisse reflektiert, wie die November&#173;revolution 1918, der Kapp-Putsch, die kapitalistische Krise Ende der Zwanziger und der Aufstieg der Hitler-Faschisten im Saargebiet. Das Buch ist voll von Fakten dar&#252;ber, wie die R&#246;chlings mit Aussperrung, Repressalien und Lohnk&#252;rzungen und mit Brutalit&#228;t ihre (Profit)-Interessen durchsetzten.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Sagenhaft, wie der Autor anhand von historischen Dokumenten dies aufbereitet hat und mit Fakten zur Verf&#252;gung stellt. Das kommt nicht von ungef&#228;hr.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die IG-Metall-Bevollm&#228;chtigten von V&#246;lklingen, Robert Hiry und Guido Lesch, stellen in ihrem Vorwort fest: Hubert, &#187;in einer V&#246;lklinger Arbeiterfamilie kommunistisch gepr&#228;gt und sozialisiert, hat sein ganzes politisches Leben an marxistischen Ideen orientiert... Stets machte er den Grundwiderspruch zwischen gesellschaftlich geleisteter Arbeit und privater Aneignung zur Maxime seines Wirkens.&#171;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Dieser Standpunkt, diese Parteilichkeit zieht sich wie ein roter Faden durch dieses Buch, das zu diesem Thema, zu diesem Gegenstand (bisher) wohl als einmalig im Saarland bezeichnet werden darf. Das wird nicht allen gefallen k&#246;nnen und nicht (immer) die entsprechende Anerkennung finden.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Respekt und Anerkennung geb&#252;hren der Rosa-Luxemburg-Stiftung/Peter-Imandt-Gesellschaft, dem Blattlaus-Verlag, die die Herausgabe dieses Buches in dieser Qualit&#228;t erm&#246;glicht haben. Wir wissen aus eigener Erfahrung, was daf&#252;r aufgewendet werden mu&#223;.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Hubert schreibt auch f&#252;r die UZ, die Wochenzeitung der DKP. Und anl&#228;&#223;lich seiner Verabschiedung aus dem Bezirksvorstand sagten wir auf der Bezirksdelegiertenkonferenz der DKP: &#187;Hubert hat Profil und macht seit Jahrzehnten gemeinsam mit anderen Genossen profil, die Betriebszeitung der DKP f&#252;r die H&#252;tte. Dabei ist vor allem seine jeweilige Sachkenntnis &#252;ber Probleme und Zusammenh&#228;nge und seine klassenm&#228;&#223;ige Sicht dazu immer wieder beeindruckend.&#171;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;So ist auch sein Buch gelungen und wir begl&#252;ckw&#252;nschen ihn dazu.
Hubert hat sich immer organisiert: In der Gewerkschaft. In der SDAJ, in der kommunistischen Partei, der DKP. Wenn in V&#246;lklingen und auf der H&#252;tte mit diesen drei Buchstaben ein Name verbunden wird, dann ist es (heute) Hubert Kesternich. Schade, da&#223; gerade das von den Herausgebern dieses Buches, aus welchen Gr&#252;nden auch immer, in ihren Texten und Worten zu diesem Buch nicht erw&#228;hnt wird.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Der Autor dieses Artikels kommt nicht aus V&#246;lklingen. Aber er hatte als junger SDAJ-ler seine Erfahrungen (noch) mit der Macht der R&#246;chlings sammeln m&#252;ssen. Bei der &#187;Rote-Punkt-Aktion&#171; 1969 in V&#246;lklingen wurde er mit anderen von der Polizei verpr&#252;gelt und verhaftet. Ich erinnere mich auch an die erste Betriebszeitung der SDAJ im Saarland, den &#187;Rotstift&#171; f&#252;r R&#246;chling, an die Teilnahme der SDAJ an der &#187;Messe der Familie&#171; Anfang der siebziger Jahre in Saarbr&#252;cken. Wir zeigten damals an einer Schauwand die Tradition der R&#246;chlings als Nazi-Kriegsgewinnler und R&#252;stungsproduzenten. Diese Wand mu&#223;te auf Druck von &#187;irgend jemandem&#171; mit schwarzen T&#252;chern verh&#228;ngt werden. Wir klebten Fragezeichen drauf und mu&#223;ten oft die T&#252;cher hochheben, weil das Interesse gro&#223; war.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Nun hebt Hubert einen Schleier hoch, in dem er sich mit den Geheimnissen und der Wirkungsweise dieser Macht in einem ganz bestimmten historischen Abschnitt besch&#228;ftigt. Wer sich mit der Lage der Arbeiterklasse, ihrer Bedeutung und Rolle in den gesellschaftspolitischen Auseinandersetzungen &#8211; auch heute &#8211; besch&#228;ftigt oder besch&#228;ftigen will, dem sei dieses Buch dringend empfohlen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt; &lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Artur Moses&lt;/strong&gt; &lt;/i&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Hubert Kesternich
&lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;&#187;Kohle, Stahl und Klassenkampf&#171;&lt;/strong&gt;
Herausgegeben von der Peter-Imandt-Gesellschaft und dem Blattlaus-Verlag in Saarbr&#252;cken
19,80 Euro (D)&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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