UBS-Bankster und Personaldelegation unterzeichnen »Sozialplan« über 23 Entlassungen

Gewerkschaften verweigern Unterschrift

Am 7. Juni dieses Jahres unterzeichneten die Direktion der Schweizer Bank UBS und die Personaldelegation, nach einer letzten Sitzung des Schlichtungsamtes, eine Abmachung über die Entlassung von 23 Beschäftigten im Rahmen eines »Sozialplans«. Die Gewerkschaften Aleba, OGBL und LCGB weigerten sich hingegen, ihre Unterschriften unter das Dokument zu setzen.

Hintergrund des Sozialplans ist die Entscheidung der Schweizer Großbank, die in Luxemburg unter dem Namen »UBS Fund Services Luxembourg« firmiert, einen Teil der Verwaltung im Fondgeschäft an ein indisches Subunternehmen auszulagern, dadurch die Lohnkosten zu reduzieren und über diesen Lohndumping einen Extra-Profit zu erzielen.

Der Widerstand der Gewerkschaften gegen den »Sozialplan« und die Weigerung, der Abmachung zuzustimmen, sind darauf zurückzuführen, dass die Schweitzer Bankster die vor der Entlassung stehenden Beschäftigten dazu zwingen während der Kündigungsfrist, die bis zum 28. Februar 2014 gilt, die Mitarbeiter des indischen Unternehmens »Mahindra Satyam«, die ihren Platz einnehmen, auszubilden, damit diese die Arbeit der von Entlassung bedrohten UBS-Beschäftigten überhaupt verrichten können. So grausam ist der Kapitalismus!

A.R.

Ali Ruckert : Donnerstag 13. Juni 2013