Cargolux will 12,5 Millionen Dollar auf dem Buckel der Beschäftigten einsparen

Die Frachtfluggesellschaft Cargolux will eigenen Angaben zufolge »den Sozialdialog mithilfe eines fairen und gerechten Lösungsangebots aufrechterhalten« und den Kollektivvertrag, den die Direktion am 28. September 2012 gekündigt hatte, bis zum 31. Dezember 2014 wieder akzeptieren, vorausgesetzt, im Jahr 2014 gehen damit Einsparungen in Höhe von 12,5 Millionen Dollar auf Kosten der 850 Beschäftigten einher.

Ursprünglich war sogar die Rede von 37 Millionen Dollar Einsparungen bei den Personalkosten für die Jahre 2013 und 2014. Den »Fehlbetrag« verglichen mit diesem ersten »Sparziel« will die Frachtfluggesellschaft durch eine Effizienz- und Produktivitätssteigerung einnehmen.

Die Forderung der Gewerkschaften OGBL und LCGB, die Einsparungen auf Kosten der Beschäftigten in Höhe von 12,5 Millionen Euro teilweise oder vollständig an das Personal zurückzuzahlen, wenn erneut schwarze Zahlen geschrieben und Profite gemacht werden, lehnte der Cargolux-Vorstand um Richard Forson erst kategorisch ab. Inzwischen scheint das Unternehmen jedoch bereit, sich dazu zu verpflichten, die Rückzahlung eines Teils der Einsparungen »zu prüfen«, sollte das bis Ende 2014 gestellte Sparziel erreicht werden.

Das Jahr 2012 hatte Cargolux mit einem Verlust von 35,1 Millionen Dollar abgeschlossen. Im Geschäftsplan für 2014 wird hingegen ein Nettoprofit von 49 Millionen Dollar angepeilt.

A.R.

Ali Ruckert : Freitag 24. Mai 2013