Luxemburg bestellt genügend Impfstoff gegen Schweinegrippe

Aber kein Grund zur Panik

Als »banale Grippe, die aber nicht banalisiert werden darf« bezeichnete Gesundheitsminister Di Bartolomeo am Mittwoch die Schweinegrippe mit dem wissenschaftlichen Namen A-H1N1.

Diese nüchterne Einschätzung steht im Gegensatz zu den anfänglichen Horrormeldungen aus Mexiko und den USA und der gestrigen Ankündigung des belgischen Verteidigungsministers, die Armee werde zum Einsatz kommen, um 900.000 Atemschutzmasken zu verteilen.

Es herrsche kein Katastrophenzustand in Luxemburg, so der Gesundheitsminister, der ankündigte, in Luxemburg werde es keine flächendeckende Pflichtimpfung geben. Antivirale Medikamente seinen aber in genügendem Umfang vorhanden. Auch sei Impfstoff bestellt worden, um jeden Bürger einmal zu impfen, wenn das sich denn als erforderlich erweisen sollte.

Bis gestern hatte sich, nachdem aufgrund von Verdachtsfällen insgesamt 360 Analysen durchgeführt wurden, die Zahl der Infizierten auf insgesamt 18 erhöht. Alle wurden mit antiviralen Medikamenten behandelt, ohne dass sie aber stationär im Krankenhaus behandelt würden.

Festgestellt werden konnte, dass die Symptome der Schweinegrippe in vielen Fällen schwächer sind, als bei der normalen Grippe.

Es muss aber damit gerechnet werden, dass es, wie das bei Grippen üblich ist, während der nächsten Monate zu einer Ausbreitung kommen wird.

Das Gesundheitsministerium will, auch wenn nicht bei jedem neuen Fall eine öffentliche Mitteilung erfolgen wird, regelmäßig über den weiteren Verlauf der Grippe informieren.

Nik.

Donnerstag 16. Juli 2009