So schlecht geht es dem Finanzkapital:

ING Luxembourg meldet Profitsteigerung

Am Mittwoch hatte der niederländische Bankkonzern ING, der zu Beginn der kapitalistischen Finanzkrise vom niederländischen Staat mit Steuergeldern gerettet wurde, bis 2015 den Abbau von 2.400 Arbeitstellen im Privatkundengeschäft in Belgien und den Niederlanden angekündigt (»Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek« vom 14. Februar 2013).

Die 800 Beschäftigten in Luxemburg sollen bis auf weiteres nicht von dem radikalen Schrumpfkurs der ING betroffen sein, denn die Finanzgeschäfte der ING Luxembourg warfen im Jahr 2012 einen Nettoprofit von 120,9 Millionen Euro ab. Das wurde am gestrigen Donnerstag anlässlich der Bilanzpressekonferenz bekannt.

Der Nettoprofit für 2012 stieg um 10,3 Prozent im Vergleich zu 2011. Das Privatkundengeschäft hatte einen Zuwachs von 8 Prozent zu verzeichnen, das standardisierte Privatkundengeschäft für weniger betuchte Bankkunden sogar einen solchen von 16,7 Prozent. Auch bei den Einlagen- und Kreditgeschäften fiel mit 14,4 Prozent ein zweistelliger Zuwachs an. Während in Belgien und den Niederlanden die Beschäftigten Opfer des Profitrückgangs werden, wandert der Rekordprofit aus Luxemburg in die Taschen weniger Aktionäre. So funktioniert der Kapitalismus.

A.R.

Ali Ruckert : Freitag 15. Februar 2013