Von Windhof nach Düdelingen

USA-Konzern Ampacet läßt künftig in der Industriezone »Riedgen« Kunststoffzusätze herstellen

Im Beisein von Wirtschaftsminister Etienne Schneider und Bürgermeister Alex Bodry wurde am Mittwoch die neue Europazentrale und ein Werk des US-amerikanischen Konzerns Ampacet in den seit 2009 leerstehenden Industriehallen des kanadischen Konzerns Husky Injection Molding in der Industriezone »Riedgen« in Düdelingen eingeweiht. Seit der Schließung der Stahlhütte vor nunmehr acht Jahren ist Ampacet der erste Industriebetrieb, der sich in Düdelingen niederläßt.

Die Ampacet Corporation, gestern vertreten durch Konzernchef Robert DeFalco und den Generaldirektor von Ampacet Europe SA, Giuseppe Giusto, wurde 1937 gegründet und befindet sich bis heute in Familieneigentum. Der Sitz des Konzerns, der 1.650 Mitarbeiter auf fünf Kontinenten hat, befindet sich in New York.

In 20 Fabriken werden pro Jahr mehr als 400.000 Tonnen sogenannter Masterbatches (Farbgranulate und andere Kunststoffzusätze) produziert, bislang gut 100.000 Tonnen davon in Europa, wo Ampacet seit 1986 vertreten ist. Nur wenige Kilometer hinter der Grenze betreibt der Konzern ein Werk im belgischen Messancy, weitere befinden sich in Italien, Großbritannien, Polen und Rußland sowie in Nord- und Lateinamerika und Asien-Pazifik.

Konzernangaben zufolge wurden in Düdelingen 25 Millionen Euro investiert, und die Produktionskapazitäten in Europa damit um 60 Prozent gesteigert. Gleichzeitig sei die Belegschaft in Luxemburg von 75 auf 125 Mitarbeiter erhöht worden. Zusammen mit dem neuen Werk wurde die (auch für den Nahen Osten und Afrika zuständige) Europazentrale von Windhof (Gemeinde Koerich) nach Düdelingen verlegt und ein neues europäisches »Innovation Center« wurde eröffnet.

oe

Oliver Wagner : Donnerstag 31. Januar 2013