Hauptstädtischer Busbetrieb:

Psychotest, Personalmangel und Zeitverträge in der Kritik

Die Fahrer des hauptstädtischen Busbetriebs AVL sind unzufrieden, da die Probleme, vor die sie sich gestellt sehen, nicht kleiner, sondern eher größer werden.

Das hängt in erster Linie mit dem Personalmangel zusammen, der dazu führt, dass es offenbar immer schwieriger für die Fahrer wird, Urlaub zu bekommen.

Den Grund für den Personalmangel sehen die im Landesverband organisierten Busfahrer in dem vor ein paar Jahren eingeführten Psychotest. 23 der 35 Busfahrer-Anwärter, die das Aufnahmeexamen im Frühjahr 2012 bestanden, scheiterten am Psychotest.

Das wiederum führte dazu, dass der DP/Déi Gréng-Schöffenrat inzwischen laut darüber nachdenkt, Busfahrer mit Zeitverträgen, aber ohne Psychotest, einzustellen. Die sollen laut »Le Signal « vom 18. Dezember 2012 erst während zwei Jahren getestet werden und nach bestandenem Examen eine weitere zweijährige Stagezeit absolvieren, was eine Probezeit von vier Jahren ergeben würde.

Der Schöffenrat will die Zeitverträge offenbar als Flexibilisierungsinstrument benutzen, um sich während der nächsten Jahre rasch in die Lage zu versetzen, Personal abzubauen. Die Einführung der Tram könnte dafür ein willkommener Vorwand sein.

A.R.

Ali Ruckert : Freitag 28. Dezember 2012