Luxemburger Sportfischerverband verlangt Reduzierung des Kormoranbestands an der Mosel

Seit Jahren weist der Luxemburger Sportfischerverband auf die hohe Anzahl von Kormoranen längs unserer Fließ- und Stillgewässer hin, die zu erheblichen Schäden an dem einheimischen Fischbestand führt.

Leider haben die sukzessiven Umweltminister dieser Problematik, die langsam aber sicher zu einer drastischen Verminderung des Fischbestandes in den Gewässern führt, bisher kein Gehör geschenkt. Besonders in den letzten Tagen wurden bis zu 200 (!) Kormorane an der Mosel im Raum Wasserbillig gesichtet, die ein regelrechtes Massaker an den Fischen veranstalteten.

Wissend, dass ein einziges Exemplar am Tag etwa 500 Gramm Fisch verzehrt, kann leicht ausgemalt werden, welch hoher Schaden hier am Fischbestand angerichtet wird.

Dieses nicht mehr tragbare ökologische Ungleichwicht nagt an der Substanz des Fischvorkommens in den Gewässern und schwächt ebenfalls erheblich die Ausübung der Angelfischerei in unserem Land. Vor allem in der verflossenen Saison waren die Fänge mehr als unzureichend und viele passionierte Freizeitfischer sind ob dieser Situation entmutigt.

Der Luxemburger Sportfischerverband hat kein Verständnis mehr für den bisherigen Immobilismus der zuständigen Politiker und verlangt endlich eine Reduzierung des Kormoranbestandes in unserem Land.

Dienstag 20. Januar 2009