Villeroy&Boch: Fortbildungsmaßnahmen für die von der Schließung betroffenen Beschäftigten angekündigt

Im Rahmen der Verhandlungen über den Abschluss eines »Beschäftigungsplans« für die 230 von der Schließung des Werks von Villeroy&Boch in Rollingergrund betroffenen Belegschaftsmitglieder, einigten Gewerkschaften und Patronat sich am 19. Juni über Fortbildungsmaßnahmen.

Eingesetzt wurde eine »Cellule de reclassement«, welche den Mitarbeitern, deren Arbeitsplätze Villeroy&Boch vernichten wird, um die Produktion nach Osteuropa auszulagern und höhere Profite zu machen, bei der Arbeitsuche und im Weiterbildungsbereich zur Seite zu stehen.

Gewerkschaften und Patronat verständigten sich darauf, dass 250.000 Euro für Fortbildungsmaßnahmen zur Verfügung stehen werden – 1.500 Euro pro Person. Sollten nicht alle Gelder bis zur endgültigen Schließung des Produktionsstandorts genutzt werden, soll das verbleibende Geld dem Sozialplan, der im Herbst dieses Jahres ausgearbeitet werden soll, zugeteilt werden. Geplant ist auch, Ende September oder Anfang Oktober auf dem Gelände von Villeroy&Boch in Rollingergrund eine »Journée pour l’Emploi« zu veranstalten.

Villeroy&Boch hatte am 20. März dieses Jahres angekündigt, das Werk in Rollingergrund, in welchem 230 Beschäftigte arbeiten, zu schließen. Lediglich die Bereiche Handel und Marketing sowie vier Geschäfte sollen in Luxemburg weitergeführt werden.

A.R.

Ali Ruckert : Donnerstag 25. Juni 2009