Guardian will weiter Lohnkürzungen für die Beschäftigten von Luxguard II durchboxen

Die Direktion von Guardian Luxemburg hält weiter an ihrer Absicht fest den Beschäftigten der Flachglasfabrik Luxguard II in Düdelingen Lohnkürzungen aufzudrängen. Das geht aus einer Mitteilung vom 13. November hervor.

Die Direktion der Flachglasfabrik, die im Besitz des USA-Konzerns Guardian Industries ist, hatte den 250 Beschäftigten von Luxguard II im Oktober dieses Jahres offen mit dem Brotkorb gedroht und Investitionen in die Reparatur der Produktionslinie von der Bereitschaft der Belegschaft abhängig gemacht, mit Lohnkürzungen von 15 Prozent und der Abschaffung der Produktionsprämie (knapp 9 Prozent des Lohnes) einverstanden zu sein.

Um den Druck auf die Belegschaft aufrechtzuerhalten, hatten die hiesigen Statthalter des USA-Konzerns sechs Arbeiter aus wirtschaftlichen Gründen entlassen und drei weiteren den Zeitvertrag oder die Probezeit nicht verlängert.

Um deutlich zu machen, dass sie dem Erpressungsversuch des Patronats nicht nachgeben wollen, hatten die Beschäftigten am Dienstag dieser Woche zeitweise den Zugang zu Luxguard II gesperrt und eine Protestveranstaltung vor dem Werksgelände veranstaltet, welche sie als »ernste Warnung« an die Werksleitung verstanden wissen wollten.

In ihrer Mitteilung vom 13. November hält Guardian Luxemburg fest, dass eine Renovation der Produktionslinie und eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit weiter studiert werden, fordert aber erneut »Lohnkürzungen von weniger als 10 Prozent, damit möglichst viele Arbeitsplätze erhalten werden können«.

Die Lohnerpressung hatte begonnen, nachdem Guardian Industries in den USA beschlossen hatte, die seinerzeit in Aussicht gestellte Investitionen in Höhe von 100 Millionen Euro für einen neuen Ofen bei Luxguard II nicht zu tätigen.

A.R.

Ali Ruckert : Donnerstag 15. November 2012