CFL: Steigerung bei den Passagierzahlen, Rückgang beim Gütertransport

Im Jahr 2008 beförderte die Eisenbahngesellschaft CFL mit 17,6 Millionen Menschen (65.000 am Tag) deutlich mehr Passagiere als ein Jahr zuvor. Innerhalb des Landes stieg die Zahl der Passagiere um 7 Prozent, im grenzüberschreitenden Verkehr sogar um 8,5 Prozent.

Der Wachstum im grenzüberschreitenden Verkehr ist darauf zurückzuführen, dass immer mehr Belgier und Franzosen, die in Luxemburg arbeiten und vermeiden wollen, dass sie Tag für Tag viel Zeit in Staus auf der Autobahn und den Zugangsstraßen zur Hauptstadt verlieren, auf den Zug umsteigen. Bei den deutschen Grenzgängern ist das deutlich weniger der Fall, da das Angebot über die Schiene bis dato weit hinter den Bedürfnissen zurückbleibt. Das dürfte sich allerdings, wie gestern anlässlich der Bilanzpressekonferenz der CFL zu erfahren war, innerhalb der nächsten fünf Jahre kaum ändern.

Im internationalen Verkehr ist geplant, ab 2015 einen CFL-Zug von Luxemburg über Trier nach Koblenz einzusetzen. Zudem laufen Verhandlungen mit der SNCF, um möglichst bald eine sechste TGV-Tagesverbindung nach Paris einzurichten.

Im Gegensatz zum Passagiertransport, der dazu führte, dass die CFL 2008 ihren Jahresgewinn um 3,8 Millionen Euro auf 11,5 Millionen Euro steigern konnten, war im Bereich des Güterverkehrs erneut ein kräftiges Defizit zu verzeichnen (-9,9 Millionen Euro). Diese Entwicklung führt die CFL auf die Wirtschaftskrise und den Einbruch beim Transport von Stahlprodukten von Arcelor/Mittal zurück.

Nik.

Dienstag 16. Juni 2009