RTL Group: Werbeflaute läßt Gewinne einbrechen

Die von der kapitalistischen Krise ausgelöste Werbeflaute in ganz Europa hat im ersten Quartal die Gewinne der RTL Group einbrechen lassen. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) lag mit 87 Millionen Euro um über 53 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Der Umsatz sank um 11 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro, wie RTL am Donnerstag in Luxemburg mitteilte.

Ausschlaggebend für den Umsatz- und Gewinneinbruch bei Europas größtem privaten Fernsehkonzern sei der durch die Krise ausgelöste zweistellige Rückgang der Ausgaben für TV-Werbung in ganz Europa. Er habe in allen Sparten zu sinkenden Gewinnen geführt. Hinzu kämen Restrukturierungskosten und gestiegene Anlaufverluste durch die erstmalige Konsolidierung der griechischen Alpha Media Group, berichtete das Unternehmen.

Einsparungen geplant

Angesichts der deutlich verschlechterten Rahmenbedingungen stellt der Medienkonzern zurzeit alle Kosten und Strukturen auf den Prüfstand. Dies werde bis 2011 schrittweise zu einem deutlichen Rückgang der Fixkosten führen, betonte die RTL Group. Eine Prognose für das Gesamtjahr 2009 gab das Unternehmen nicht. Doch sei zu erwarten, daß das Ergebnisniveau beträchtlich unter dem des Vorjahres liegen werde, hieß es.

Freitag 8. Mai 2009