Preisindex stieg im April um 0,26 Prozent

Im April dieses Jahres stieg der Index der Verbraucherpreise, der vom statistischen Amt erstellt wird, um 0,26 Prozent. Im März war er noch rückläufig (-0,18 Prozent).

Zurückzuführen ist die Steigerung im April unter anderem auf die Preissteigerungen bei Erdölprodukten. Benzin wurde um 3,2 Prozent teurer, Diesel um 3,3 Prozent und Heizöl sogar um 5,6 Prozent. Erdgas hingegen wurde um 12,7% billiger, Flüssiggas um 4 Prozent.

Global gesehen, wurden in sieben der 12 vom statistischen Amt eingeteilten Produktgruppen Preiserhöhungen festgestellt. Deutliche Preiserhöhungen verzeichneten unter anderem Autoreparaturen, Flugreisen, Restaurants und Produkte und Dienstleistungen für den Unterhalt von Wohnungen. Erneut teurer wurden auch wieder Zigaretten, nachdem der Staat bereits zum 1. Februar 2009 die Akzisen auf Tabakprodukten erhöht hatte.

Einen Rückgang der Preise stellte das statistische Amt hingegen bei Schnittblumen, Fernsehern, Videorekordern, Körperhygiene- und Schönheitsprodukten und Likören fest.

Der semestrielle Durchschnitt des Index von 1948, der als Berechnungsbasis für die Anpassung der Löhne und Gehälter an die Teuerung gilt, betrug im April 737.23 Punkte. Das liegt noch knapp unter dem Wert von Juni 2008, als eine Indextranche erfiel, welche aufgrund der von der CSV/LSAP-Regierung beschlossenen Indexmanipulation aber erst zum 1. März 2009 ausbezahlt wurde.

Dem Statistischen Amt zufolge wird in diesem Jahr keine Indextranche mehr erfallen, es sei denn, es käme während der nächsten Monate aufgrund internationaler Entwicklungen zu einem massiven Inflationsschub. Ausgeschlossen ist das ja nicht. Im April betrug die Inflationsrate 0,27 Prozent. Nach März 2009 (0,26 Prozent) ist dies der niedrigste Satz seit Juli 1999.

A.R.

Ali Ruckert : Donnerstag 7. Mai 2009