»Gaza mir sin mat iech«

1.500 Demonstranten protestieren gegen jüngste Aggression der israelischen Armee

Trotz Eiseskälte sind am Samstagnachmittag –nicht wie vom »Comité pour une Paix Juste au Proche Orient« erwartet – 500, sondern etwa dreimal so viele Menschen in Luxemburg gegen Israels Krieg im palästinensischen Gazastreifen auf die Straße gegangen. »Stoppt den Krieg in Gaza – Stoppt die Blockade«, »Stoppt das Morden« oder »Citoyens européens, ne soyons pas complices«, »Gaza mir sin mat iech«, hieß es auf Transparenten, die zusammen mit roten, palästinensischen und »Pace«-Fahnen mitgeführt wurden. Mit roter Farbe bemalte Puppen in weißen Tüchern symbolisierten die im Gazastreifen ermordeten Babys und Kinder.

Nach einer Auftaktkundgebung gegen 14.30 Uhr auf dem Glacis, während der ein Protestschreiben an den Botschafter Tschechiens in Luxemburg überreicht wurde, weil sich die tschechische EU-Ratspräsidentschaft in ihren bisherigen Erklärungen sehr wohl zum Komplizen der israelischen Mordmaschinerie gemacht hat, zog der Demonstrationszug lautstark, aber friedlich durch die Oberstadt in Richtung Außenministerium, wo die Veranstalter einen zweiten Brief an Premierminister Jean-Claude Juncker und Außenminister Jean Asselborn übergaben.

Darin wird die luxemburgische Regierung aufgefordert, eine diplomatische Lösung zu unterstützen und offiziell gegen Israels Krieg und die wegen der Blockade unmenschlichen Lebensbedingungen im Gazastreifen zu protestieren. Oberstes Ziel müsse die Wiederherstellung des Friedens im Nahen Osten sein. Dafür müßten alle Parteien, inklusive der im Gazastreifen regierenden Hamas, zurück an den Verhandlungstisch gebracht werden.

oe

Oliver Wagner : Dienstag 13. Januar 2009