Sal. Oppenheim Luxemburg rutscht in die roten Zahlen

Europas größte Privatbank in Familienbesitz, Sal. Oppenheim, die ihren Hauptsitz im Jahr 2007 nach Luxemburg verlegt hat, ist in Schwierigkeiten.
Die Bank, die ein Eigenkapital von 2 Milliarden Euro hat, ein Vermögen von 152 Milliarden Euro verwaltet und 3.800 Beschäftigte zählt, hat das Geschäftsjahr 2008 mit einem Verlust von 117 Millionen Euro nach Steuern abgeschlossen. Im Vorjahr hatte die Bank noch einen Gewinn von 255 Millionen Euro ausgewiesen. Das teilte der Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter, Matthias Graf von Krockow, am Dienstag in Luxemburg mit.

Ausschlaggebend für die roten Zahlen waren Verluste im Aktienhandel sowie Bewertungsverluste bei Vermögenswerten und Beteiligungen.

Durch eine konservative Bewertung aller Bestände sei jedoch sichergestellt worden, so Matthias Graf von Krockow, dass die negativen Auswirkungen der Finanzmarktkrise vollständig im Geschäftsjahr 2008 verarbeitet worden seien. Für die kommenden Geschäftsjahre werde wieder »ein auskömmliches Ergebnis« geplant.

Mittwoch 29. April 2009