Einsenbahnergewerkschaften manifestieren:

Sicherheit muss Vorrang haben

Der Internationale Aktionstag der Eisenbahnergewerkschaften stand in diesem Jahr im Zeichen des Kampfes gegen Gewalt und für Sicherheit.
Wie in zahlreichen Ländern Europas, fand gestern auch in Luxemburg im Hauptbahnhof eine Veranstaltung der Gewerkschaften Landesverband und Syprolux statt, während der die Eisenbahner für Sicherheit der Fahrgäste und des Personals im öffentlichen Personenverkehr, Betriebssicherheit, Arbeitssicherheit, eine Harmonisierung der Sicherheitsbestimmungen auf EU-Ebene und für konkrete Maßnahmen bei der Bekämpfung von Aggressionen auf Beschäftigte, die im Kundendienst tätig sind, manifestierten.

An der Manifestation nahmen auch Vertreter von Eisenbahnergewerkschaften aus Frankreich und Deutschland teil.

Einstellungsplan über fünf Jahre gefordert

Der Präsident des Landesverbandes, Nico Wennmacher, machte darauf aufmerksam, dass genügend Personal ein wesentlicher Faktor der Sicherheit ist. Genau damit hapere es aber bei den CFL, denn das Zugbegleitpersonal sei Tausende freie Tage im Rückstand, Urlaubs- und Ruhetage würden nicht gewährt und der Stress werde größer. Auch in anderen Personalkategorien herrsche Personalmangel.

Wohl komme es gegenwärtig zu vermehrten Einstellungen, doch die Gewerkschaften würden – um Engpässen vorzubeugen – einen Einstellungsplan über fünf Jahre fordern.

Der Präsident des Landesverbandes erinnerte daran, dass Liberalisierung und Privatisierung auch zu einer Degradierung der Sicherheit geführt hätten und stellte klar, dass die Direktion gut beraten sei, die Vorschläge der Personalvertretung für mehr Sicherheit zu berücksichtigen. Der Sicherheit müsse absolute Priorität eingeräumt werden, auch wenn das Geld koste.

Er ließ keinen Zweifel daran, dass die Eisenbahner bereit seien, sich gegen Filialisierungen respektiv Auslagerungen von Arbeiten zu wehren.

Zudem sprach er sich generell für eine Stärkung des öffentlichen Transports aus und warnte vor weiteren Verschlechterungen, unter anderem was die neuen öffentlichen Verträge angeht.

Nik.

Mittwoch 29. April 2009