Transportunternehmen Panalpina entlässt 50 der 300 Beschäftigten

Die kapitalistische Krise ist längst im Tran­sportsektor in Luxemburg angekommen und betrifft sowohl die Luftfracht als auch den Transport über die Schie­ne und die Straße.

Das Schweizer Transport- und Logistikunternehmen, Pan­alpina, das 500 Niederlassungen in 90 Ländern hat, darunter in Luxemburg, will in seiner Luxemburger Niederlassung auf Findel während der nächsten sechs Monate 50 der 300 Beschäftigten auf die Straße setzen. Begründet wird das mit einem Rückgang des Arbeitsvolumens um 40 Prozent und dem Verlust eines Großkunden, der seine Aktivitäten in ein anderes Land verlegt.

Wie am Donnerstag bekannt wurde, handelten die Gewerkschaften und die Betriebsleitung von Panalpina Lu­xemburg einen Sozialplan aus, demzufolge den Beschäftigten, die ihren Arbeitsplatz verlieren, gewisse finanzielle Zulagen zustehen werden.

Festgehalten wurde eine dreimonatige Kündigungsfrist für Beschäftigte mit einer Betriebszugehörigkeit unter 5 Jah­ren, eine legale Mindestabgangsentschädigung gemäß Arbeitsgesetz und gültigem Kollektivvertrag, eine Zu­satzentschädigung von einem bis 2,5 Monatslöhnen in Funktion der Betriebszugehörigkeit, eine Kinderzulage von 400 € pro Kind zu Lasten des Beschäftigten, eine Anwesenheitsprämie von 800 € für die Beschäftigten, die während der Kündigungsfrist nicht freigestellt sind sowie eine einjährige Priorität bei einer eventuellen Wiedereinstellung.

A.R.

Ali Ruckert : Freitag 24. April 2009