Schluss mit der Indexmanipulation, für eine Erhöhung der Kaufkraft

Als die CSV/LSAP-Regierung 2006, mit der Zustimmung des Patronats und der großen Gewerkschaften, den Index manipulierte, weigerte sich ein Drittel des Nationalvorstands des OGBL die Indexmanipulation zu ratifizieren. Die Kommunistische Partei war die einzige politische Kraft, die unter dem Motto »Géint all sozialen Ofbau!« eine Kampagne gegen Indexklau und Sozialabbau durchführte.

Mit der Indexmanipulation zwischen 2006 und 2009 schenkte die Regierung dem Patronat mehrere Milliarden Euro, während gleichzeitig jeder Lohnabhängige wegen der zeitlichen Verzögerung der Indextranchen um mehr als einen halben Monatslohn betrogen wurde.

Das hatte negative Auswirkungen auf die Kaufkraft, die noch dadurch verstärkt wurden, dass die Parlamentsparteien auf Gemeindebene den Wasserpreis, die Müllabfuhr, die Kinderbetreuung und zahlreiche Taxen erhöhten, CSV und LSAP die Autosteuer praktisch verdoppelte, und Lebensmittel, Gas und Strom massiv teurer wurden, ohne dass die Regierung reagiert hätte.

Wer einen kleinen oder mittleren Lohn oder eine bescheidene Rente hat, bekam diesen Kaufkraftverlust deutlich mehr zu spüren, da er einen weitaus größeren Anteil seines Einkommens für Lebensmittel und kommunale Dienstleistungen ausgibt.

Die Kommunisten fordern ein sofortiges Ende der Indexmanipulation, die Auszahlung einer Entschädigung für den durch die Indexmanipulation erlittenen Kaufkraftverlust, höhere Indextranchen auf kleinen Löhnen, einen Preisstopp für Grundnahrungsmittel, Gas, Strom, Trinkwasser und Mieten und eine konsequente Bekämpfung der Preistreiberei, nach dem Motto »De Mënsch virum Profit!«.

Wenn die Kommunisten nicht bei den Wahlen am 7. Juni gestärkt werden, wird das ein Signal für die Regierungs- und Parlamentsparteien sein, dass sie mit der Indexmanipulation und der Preistreiberei ungestraft weitermachen können. Wollt ihr das?

A.R.

Ali Ruckert : Mittwoch 15. April 2009