Villeroy & Boch: Morgen Protestmanifestation in Rollingergrund

Wie der OGB-L am Dienstag erklärte, ist auch das zweite Treffen der Personaldelegation von Villeroy & Boch sowie der Gewerkschaften OGB-L und LCGB auf der einen und der Direktion des deutschen Keramikherstellers auf der anderen Seite »sehr schlecht verlaufen«. Die Verhandlungen über einen sogenannten Sozialplan für die 230 in Luxemburg von Entlassung bedrohten Mitarbeiter seien am Montag nach zweieinhalb Stunden ergebnislos auf Donnerstag, den 23. April vertagt worden.

Weil die ersten Mitarbeiter des Villeroy & Boch-Werkes in Luxemburg-Rollingergrund, wo bisher Tassen, Teller und andere Porzellangegenstände produziert werden, entgegen erster Ankündigungen der Direktion bereits in diesem Jahr entlassen werden sollen, sind die Belegschaft und ihre Interessenvertreter bitter enttäuscht. Derzeit kursiere eine Liste mit den Namen von 24 Kolleginnen und Kollegen bzw. Posten, die noch in diesem Jahr abgebaut werden sollen, berichtete der Radiosender RTL gestern.

Um ihre Entschlossenheit zu demonstrieren, ruft die von den beiden Gewerkschaften unterstützte Personaldelegation für den morgigen Donnerstag zu einer Protestmanifestation vor dem Werk auf. An der um 13 Uhr beginnenden und etwa zweistündigen Protestkundgebung sollen sich neben den Beschäftigten auch deren Familienangehörige und Freunde beteiligen, so die verantwortlichen Gewerkschaftssekretäre von OGB-L und LCGB, Alain Mattioli und Marcel Goerend.

Mittwoch 8. April 2009