Generalversammlung von Solidarité Luxembourg – Cuba

Tatkräftige Unterstützung für Kuba

Am 27. März fand die Generalversammlung der Organisation statt. Solidarität Luxemburg-Kuba ist eine ONG, die mit Hilfe der Beiträge ihrer Spender, sowie der Kofinanzierung des Luxemburger Kooperationsministeriums und der Stadt Luxemburg Kooperationsprojekte mit Kuba durchführt.

Dabei fördert sie hauptsächlich Projekte, die auf die Eigenressourcen Kubas aufbauen und eine langfristige Entwicklung unterstützen. Prioritäre Ziele sind das öffentliche Gesundheitswesen, die Bildung und die alternativen Energien.

Nach der Begrüßungsansprache der Präsidentin Christiane Tonnar-Meyer strich die Sekretärin Marta de Medina-Rosales hauptsächlich folgende Aktivitäten in ihrem Tätigkeitsbericht hervor: großer Erfolg der Spendensammlungskampagne nach den verheerenden Zyklonen, die Ende des letzten Jahres zahlreiche Häuser, Infrastrukturen und fast die gesamte Ernte zerstört haben; Vorführung vor einem zahlreichen Publikum in der Banque de Luxembourg des amerikanischen Films »Salud«, der über das kubanische Gesundheitssystem berichtet und die Arbeit der kubanischen Ärzte in zahlreichen Entwicklungsländern dokumentiert. Zahlreiche Interessierte hatten an der Konferenz teilgenommen, die gefolgt war von einem Rundtischgespräch mit den Ärzten Dr. Mario Dicato und dem kubanischen Chirurgen und Krebsspezialisten Dr. Nélido Gonzalez.

Anschließend stellte die Präsidentin die laufenden Projekte vor (Wasserzulieferungsprojekt mit photovoltaisch angetriebenen Pumpen; Rehabilitierung und Ausstattung logopädischer Schulen, Projekt zur Vorbeugung gegen Aids). Bei den für die nächsten Jahre geplanten Projekten ist besonders ein größeres Projekt hervorzuheben, welches die Lieferung pharmazeutischer Rohstoffe während 3 Jahren vorsieht. Kuba besitzt nämlich eine leistungsfähige Pharmaindustrie, welche 90 % der benötigten Medikamente selbst herstellen kann... unter der Bedingung, dass sie die notwendigen Rohstoffe auf dem internationalen Markt kaufen können. Da aber sehr viele pharmazeutische Rohstoffe einem US-amerikanischen Patent unterliegen, dürfen ausländische Firmen diese wegen des US-Embargos nicht an Kuba liefern.

Im Rahmen eines groß angelegten Projektes von MediKuba Europa, einer Organisation, der ONGs aus 12 europäischen Ländern angehören (darunter auch Solidarité Luxembourg-Cuba), wird das US-Embargo umgangen, indem die Rohstoffe in Europa eingekauft und nach Kuba geliefert werden. Nach dem Kassenbericht und der Entlastung des Kassierers durch die Kassenrevisoren, sowie des Vorstandes durch die Mitglieder, fing der gesellige Teil des Abends an.

Die Durchführung und das Gelingen der Projekte von Solidarité Luxembourg-Cuba hängen wesentlich von der Großzügigkeit der Spender ab.

Konto: Solidarité Luxembourg-Cuba IBAN LU 04 1111 1218 6735 0000 Mitgliederbeitrag: 15 €

Weitere Informationen: www.cuba.cercle.lu

Mittwoch 1. April 2009