In der Nacht zum Sonntag:

Sommerzeit beginnt

Wenn am frühen Morgen des kommenden Sonntag die Uhren um eine Stunde vorgestellt werden, gilt wieder die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Von 01.59 Uhr rücken die Zeiger auf 03.00 Uhr vor. Am letzten Oktobersonntag, in diesem Jahr am 25., kehrt die »gestohlene« Stunde wieder zurück. Dann werden die Uhren von 03.00 Uhr auf 02.00 Uhr zurückgestellt und es gilt wieder die Mitteleuropäische Zeit (MEZ), die umgangssprachlich auch als Winterzeit bekannt ist.

Funkuhren und automatische Zeitsysteme stellen sich von selbst um. Andere Uhren müssen von Hand neu eingestellt werden. Die Sommerzeit dauert in der EU einheitlich jeweils vom letzten Sonntag im März bis zum letzten Sonntag im Oktober. Daran halten sich auch andere europäische Länder.

Sommerzeiten – beziehungsweise Winterzeiten auf der Südhalbkugel – mit jeweils unterschiedlichen Zeiträumen gibt es in mehr als 60 Ländern der Welt. Die Zeitumstellung wird in der Regel mit besserer Nutzung des Tageslichts und mehr Lebensqualität begründet, weil es, an der Uhrzeit gemessen, abends eine Stunde länger hell ist.

Kritiker bemängeln hohe Kosten und wenig wirtschaftlichen Nutzen. Auch mögliche gesundheitsschädliche Auswirkungen werden in jüngster Zeit diskutiert.

In den USA, wo es mit Ausnahme einiger Teile und Territorien wie Hawaii oder den Jungferninseln ebenfalls die Sommerzeit gibt, wurde sie erst vor kurzem in der Hoffnung auf wirtschaftliche Vorteile sogar noch um vier Wochen ausgedehnt. Seit 2007 fängt die sogenannte »Daylight Saving Time« (Tageslicht-Spar-Zeit) bereits am zweiten Sonntag im März an und geht erst am ersten Sonntag im November zu Ende. An jedem dieser zusätzlichen »Sommertage« soll Energie im Gegenwert von 100.000 Barrel (rund 16 Millionen Litern) Öl gespart werden. Ob dies wirklich eintrifft, soll eine Studie überprüfen.

Donnerstag 26. März 2009