2009 keine Indextranche

Die Regierung ist bekanntlich nicht bereit, dem Indexklau ein Ende zu setzen, so dass die Einkommen der Schaffenden auch in diesem Jahr die negativen Folge der im Jahr 2006 beschlossenen Indexmanipulation spüren werden.

Zum 1. März 2009 wurden die Löhne und Gehälter zwar um 2,5 % an die Inflation angepasst, aber das war die Indextranche, die bereits Mitte 2008 erfiel, nun aber erst ausbezahlt wurde. Das ist kein kleiner Lohndiebstahl. Das statistische Amt geht gegenwärtig jedenfalls davon aus, dass es 2009 keine Indextranche geben wird. Es heißt, der semestrielle Durchschnitt des Index, berechnet auf der Basis von 1948, welche für die Anpassung der Löhne und Gehälter an die Inflation benutzt wird, sei seit 5 Monaten rückläufig.

Das heißt keineswegs, dass die große Mehrheit der Konsumwaren und Lebensmittel, Mieten, Müllabfuhr Trinkwasser und öffentliche Dienstleistungen billiger würden.

Im Gegenteil, die Preise stiegen seit dem Erfall der Indextranche munter weiter, wurden aber aufgrund des im zweiten Halbjahr 2008 erfolgten Rückgangs der Preise für Erdölprodukte und deren Gewichtung bei der Indexberechnung weitgehend neutralisiert.

Die Gelackmeierten bleiben die Schaffenden, von denen immer mehr, neben der Indexmanipulation, nun auch noch Kurzarbeit und Lohnkürzungen hinnehmen müssen.

A.R.

Ali Ruckert : Donnerstag 12. März 2009