CFL cargo, das Desaster:

Toter nach Solo-Spiel mit Fernbedienung

Im Dezember 2007 traf es den ersten sogenannten Rangierlokführer auf einem ArcelorMittal-Bahnanschluß, am 3. Februar 2009 traf es den zweiten: der in Differdingen verunfallte 25-Jährige, der im Mai heiraten wollte, hat nun nach seinen zwei Unterbeinen auch das Leben verloren. In einigen Tagen steht eine Sitzung zwischen Personaldelegation und der Chefetage der CFL cargo an. Ob die noch ruhig schlafen können, nachdem sie jetzt einen Toten auf ihrem Gewissen haben, ist eine berechtigte Frage. Jedenfalls heißt es im Internet noch immer: »CFL cargo stellt Mitarbeiter mit jedem Schulabschluss für interessante und abwechslungsreiche Arbeiten ein … ob Sie lieber allein oder in einer Gruppe arbeiten, bei CFL cargo finden Sie den Job, der zu Ihnen passt.« Der Job eines Rangierlokführers ist auch noch nicht ausgelobt. Es wird auch weiterhin noch mit ungebremsten Waggons und solo mit Fernsteuerung gewerkelt. Am Vorhandensein von Funklöchern hat sich auch nichts geändert. Wenn es nicht bald wieder einen schweren Unfall geben soll, muß Schluß sein mit der Fernsteuerung wie mit dem Alleinarbeiten und dem Verwenden von Waggons ohne Bremsen. Es muß Schluß sein mit der »Sicherheit light« im tertiären Netz! Der Familie des Betroffenen sprechen wir hiermit unser Beileid aus.

jmj

Mittwoch 4. März 2009