OGBL: Streik bei Guardian »nun unvermeidlich«

In den Werken des US-amerikanischen Glasherstellers Guardian wird es wohl zum Streik kommen. Ein Arbeitskampf sei »nun nicht mehr zu vermeiden«, erklärte die Gewerkschaft OGBL, in der vier von fünf der bei Guardian Schaffenden organisiert sind, am Dienstag vor dem letzten Termin beim Schlichtungsamt am Nachmittag. In der Urabstimmung hätten mehr als 80 Prozent der Belegschaft für einen Streik gestimmt.

Die Direktion weigere sich weiterhin, ihren mit vielen Entlassungen verbundenen »Sozialplan« zurückzuziehen und zu ihrem Angebot eines »Plan de maintien dans l’Emploi« zurückzukehren. Insgesamt stehen bei Guardian bis zu 200 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Sollte auch die gestrige Verhandlungsrunde vor dem Schlichter erfolglos bleiben, bereite man sich auf einen Streik vor. Das Exekutivkomitee des OGBL habe bereits auf einer außerordentlichen Sitzung am Montag einstimmig grünes Licht für einen Streik gegeben.
Guardian will seine beiden Standorte in Niederkerschen und Düdelingen zusammenlegen und dabei nach letztem Stand 49 der aktuell 460 Arbeitsplätze im Rahmen eines »Sozialplans« abbauen.

Bereits im Juni hatte die Direktion entschieden, den Gasofen in Düdelingen außer Betrieb zu nehmen und sämtliche Investitionen in Anlagen in Luxemburg einzufrieren.

oe

Während der Urabstimmung bei Guardian am Freitag
(Foto: OGBL)

Dienstag 24. November 2020