LCGB: Jobkahlschlag mit Tripartite verhindern

Noch bevor Premier und Gesundheitsministerin am Montag vor die Presse traten, hat der LCGB die Regierung dazu aufgefordert, noch in diesem Jahr eine nationale Tripartite einzuberufen. Vor allem in den bereits durch den ersten Lockdown im Frühjahr geschwächten Wirtschaftsbereichen wie der Gastronomie- und Veranstaltungsbranche dürfe der absehbare »teilweise Lockdown« nicht zu einer Pleitewelle und einem damit unweigerlich einhergehenden Jobkahlschlag führen, fordert der Christliche Gewerkschaftsbund. Zusammenhalt und sozialer Schutz dürften trotz aller Bemühungen, die Virusausbreitung einzudämmen, nicht vernachlässigt werden.

Die Schaffenden trügen »letztlich keine Schuld an dieser Gesundheitskrise«, so der LCGB weiter, deshalb dürften ihre Existenzen nicht ihren »wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen zum Opfer fallen«. Die Vertreter der Regierung, des Patronats und der Schaffenden sollten zum Beispiel die vereinfachte Kurzarbeiterregelung auf die von einem neuerlichen Lockdown besonders betroffenen Branchen ausweiten.

Außerdem stelle sich für den LCGB die Frage nach einer sektoriellen Tripartite eigens für den Hotel- und Gaststätten sowie für den Veranstaltungssektor. Die Arbeitsplätze in diesen Bereichen ließen sich nur halten, wenn man sich in der Dreierrunde auf einen »sektoriellen Plan« einigen könne. Die Gewerkschaft denkt dabei an Instrumente, die sich in der Stahlkrise bewährt hätten, wie die »befristete Arbeitnehmerüberlassung« oder »eine Struktur zur Verwaltung des Personalüberhangs«, in der Stahlindustrie CDR genannt. Die jüngste Luftfahrt-Tripartite habe gezeigt, daß davon auch andere Branchen profitierten.

oe

Oliver Wagner : Dienstag 24. November 2020