Konjunktur soll sich 2020 verlangsamen

Für das Jahr 2020 prognostiziert das statistische Amt Statec eine Abschwächung der Konjunktur in Luxemburg. Zurückgeführt wird das auf eine Kombination einer Reihe negativer Faktoren, darunter Handelskonflikte, die zu einem Rückgang des Warenaustauschs, der Produktion und der Inve­stitionen führen. Davon betroffen sind auch die größten Handelspartner Luxemburgs.

Laut statistischem Amt wird 2020 in Luxemburg dennoch mit einem Wachstum des Bruttoinlandproduktes von 2,4 Prozent zu rechnen sein. Die Investitionen sollen sogar steigen, die Gesamtbeschäftigung soll um 3,2 Prozent zunehmen, die Arbeitslosenquote stagnieren, der private Konsum sich erhöhen und die Löhne schneller als die Inflation, die auf 1,6 Prozent zurückgehen soll, wachsen.

Ob diese Prognose zutreffen wird, hängt allerdings wesentlich damit zusammen, wie schnell sich die Krise des Kapitalismus weiterentwickelt, welche Ausmaße der Handelskrieg der USA gegen China annehmen wird, welche Umbrüche es in der Automobilindustrie und in anderen Wirtschaftsbereichen geben wird und welche Sanktions- und andere Kriege die verschiedenen imperialistischen Mächte neu anzetteln werden.

A.R.

(Statec)

Mittwoch 4. Dezember 2019