Bausch inspiziert Kriegsgerät der Zukunft

Armeeminister besucht niederländische Aufklärungseinheit in ‘t Harde. Ab August soll dort ein luxemburgischer Offizier ausgebildet werden

Einem weltweiten Trend folgend wird auch die luxemburgische Armee derzeit von einer »arbeitsintensiven« zu einer »kapitalintensiven« Streitmacht umgebaut. Eine zentrale Rolle spielen dabei unbemannte, ferngesteuerte und weitgehend automatisierte Aufklärungs- – und in letzter Konsequenz auch Kampfdrohnen.

Wie am Dienstag auf dem regierungsamtlichen Internetportal gouvernement.lu mitgeteilt wurde, haben Armeeminister François Bausch, Generalstabschef Alain Duschène und weitere Armeeangehörige am Montag der niederländischen Militärbasis Oldebroek in ‘t Harde (Provinz Gelderland) einen Besuch abgestattet, um Waffensysteme zu besichtigen, die bald auch der luxemburgischen Armee für Auslandseinsätze zur Verfügung stehen soll.
Mit der niederländischen Armee wurde bereits im vergangenen Jahr ein Kooperationsabkommen im Bereich der Luftaufklärung geschlossen, das laut Ministeriumsmitteilung »die Anschaffung und den Betrieb zweier Drohnensysteme mittlerer Reichweite« vorsieht. Ab 2022/23 sollen »Integrator X-200« und »Integrator X-300« demnach für »Aufklärungszwecke« eingesetzt werden. Die Militärkooperation umfaßt die Ausbildung der künftigen Drohnenlenker wie des Wartungspersonals.

In ‘t Harde wird ab dem 1. August ein luxemburgischer Offizier stationiert, der den Einsatz der Drohnensy­steme durch die luxemburgische Armee vorbereiten soll. Die »107 Arial Systems Battery« der niederländischen Armee setzt »Integrator X-200« bereits ein und bereitet derzeit den Einsatz von »Integrator X-300« vor.

oe

Ernste Miene zum bösen Spiel: Armeeminister Bausch (2.v.r.) läßt sich ein Drohnensystem mittlerer Reichweite erklären…
(Fotos: Direction de la défense)

Dienstag 16. Juli 2019