Luxair mit einem Nettogewinn von 12,5 Millionen Euro

Aber fast der gesamte Profit kommt aus Finanzgeschäften

Die Fluggesellschaft Luxair schloss das Jahr 2018 mit einem Nettogewinn von 12,5 Millionen Euro ab. Das sind drei Millionen Euro mehr als ein Jahr zuvor. Allerdings wurden lediglich 0,8 Millionen davon bei Geschäftsaktivitäten erwirtschaftet, während die anderen 11,7 Millionen Euro aus Finanzgeschäften stammen, zu denen die Fluggesellschaft sich nicht äußert.

Die Resultate der verschiedenen Geschäftssparten, in denen die Fluggesellschaft aktiv ist, sind allerdings recht unterschiedlich.

Im Bereich der Linienflüge schrieb Luxair im vergangenen Jahr erneut ein Defizit in Höhe von 10 Millionen Euro; 2017 hatte das Verlustgeschäft in diesem Bereich bei 6,4 Millionen Euro gelegen.

Als Gründe für das höhere Defizit werden die gestiegenen Kerosinpreise genannt, aber auch die größere Konkurrenz durch andere Fluggesellschaften auf Findel, welche teilweise die gleichen Strecken wie Luxair fliegen, und durch die Flughäfen Hahn (Deutschland) und Metz (Frankreich).

Im Bereich der Flugreisen, für den Luxairtours zuständig ist, wurde hingegen ein Gewinn von 9,7 Millionen Euro erzielt, 2,5 Millionen mehr als 2017, was insbesondere auf einen weiteren Anstieg der Pauschalreisen zurückzuführen ist. Auch im Frachtbereich gab es mit 957.000 Tonnen Fracht einen leichten Zuwachs, allerdings ging der Gewinn von 5,1 Millionen Euro im Jahr 2017 auf 3,9 Millionen Euro zurück.
Ein gutes Geschäft für Luxair bleiben die Dienstleistungen, die auf dem Flughafen im Bereich Handling angeboten werden, und der Catering mit 2,3 Millionen Essen, die an die Flugzeuge ausgeliefert wurden, aber auch in diesen Bereichen ging der Gewinn leicht zurück.

Demnächst wird Luxair mit Giovanni Giallombardo einen neuen Verwaltungsratspräsidenten bekommen. Er löst den früheren DP-Politiker Paul Helminger ab und kommt von der Finanzholding Delfin, die 13 Prozent der Aktien von Luxair hält.

Weitere Aktionäre sind der Luxemburger Staat (39,05%), die Staatssparkasse BCEE (21,81%) die BIL (13,14%), Luxair selbst (10%), Luxair Finance (2,86%) sowie mehrere Kleinaktionäre (0,14%).

Anläßlich der Bilanzpressekonferenz, zu welcher die »Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek« nicht eingeladen war, bereitete Luxair ihre Kunden bereits auf mögliche Preiserhöhungen vor.

A.R.

Luxairtours machte 2018 einen Gewinn von 9,7 Millionen Euro, was insbesondere auf einen weiteren Anstieg der Pauschalreisen zurückzuführen ist.

Donnerstag 16. Mai 2019