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Der Kriegsminister mit den kurzen Beinen

Er sei ein Verteidigungsminister und kein Kriegsmini­ster behauptete der grüne Minister François Bausch am Mittwochmorgen auf RTL-Radio Lëtzebuerg.

Die Frage, warum er dann Militärgerät mit Offensivcharakter kauft, welches aber auch gar nichts mit Landesverteidigung zu tun hat, sondern in den Dienst der Aggressionspolitik der NATO gegen Russland und im Nahen Osten gestellt wird, darunter ein Militärflugzeug, Drohnen und ein Spionagesatellit, der vor allem die Sahel-Zone in Afrika und den Mittelmeerraum überwachen soll, brauchte der Minister nicht zu beantworten, denn sie wurde ihm gar nicht gestellt.

Umso unverschämter log der frühere Maoist Bausch und heutige Kriegsminister, als er in der Radiosendung behauptete, die NATO sei »als Gegenpart zum Warschauer Pakt« geschaffen worden.

Tatsächlich aber wurde die NATO, deren Gründungsmitglied Luxemburg war, bereits am 4. April 1949 aus der Taufe gehoben, um gegen die erfundene Bedrohung durch die Sowjetunion aufzurüsten, der Warschauer Vertrag aber erst sechs Jahre später, am 14. Mai 1955.

Lügen haben kurze Beine, selbst dann, wenn sie mit Geschwafel von »Demokratie und Menschenrechten« einherkommen, nicht wahr, Herr Kriegsminister?

A.R.

Mittwoch 13. Februar 2019