»Politisch motiviert«

Automobilclub kritisiert Preiserhöhungen bei der SNCT

Nach der Union Luxembourgeoise des Consommateurs« (»Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek« vom 5. Februar 2019) hat auch der Automobilclub Stellung zu den von der nationalen Gesellschaft für die technische Kontrolle von Fahrzeugen (SNCT) beschlossenen Preiserhöhungen bezogen.

Der ACL kritisiert die Preiserhöhungen und bezeichnet sie als politisch motiviert. Die wirtschaftliche Notwendigkeit, Preiserhöhungen vorzunehmen, auf welche sich die SNCT stütze, habe sich nicht unmittelbar eingestellt, sondern sei gewollt bis nach den Chamberwahlen vertagt worden.

Der Automobilclub wirft der Regierung vor, Autofahrer über die Erhöhung der Kosten demotivieren zu wollen, ohne dafür wirksame Alternativen für die große Masse der Autofahrer anzubieten.

Die deutliche Erhöhung sei umso heftiger zu kritisieren, als es während der vergangenen 12 Monate keine qualitativen Verbesserungen gegeben habe, – im Gegensatz zur letzten Erhöhung im Jahre 2016, als zumindest digitale Termine eingeführt und diese besser organisiert wurden.

Der ACL erinnert zudem daran, dass die technische Kontrolle nicht auf Freiwilligkeit beruht, sondern gesetzlich vorgeschrieben ist, so dass nun insbesondere die Fahrer bestraft würden, die auf das Auto angewiesen sind, um arbeiten zu gehen und die kein Geld haben, um dauernd neue Autos zu kaufen und damit die technische Kontrolle während vier Jahren zu umgehen und gegebenenfalls auch noch Umweltprämien zu kassieren.

Angesichts fehlender Alternativen appelliert der ACL an die Regierung, die Autofahrer nicht weiter zu bestrafen und jede weitere Erhöhung auszusetzen.

A.R.

(Foto: SNCT)

Dienstag 5. Februar 2019