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Ministerium und LIH lancieren großangelegte Gesundheitsstudie mit bis zu 12.000 Teilnehmern

Im Laufe des Jahres sollen bis zu 12.000 zufällig ausgewählte Einwohner ab 15 Jahre für eine großangelegte Gesundheitsstudie befragt werden. Wie das Ministerium am Montag in einem Kommuniqué mitgeteilt hat, wollen sich die Gesundheitsdirektion und das Luxembourg Institute of Health (LIH) ein besseres Bild vom aktuellen Gesundheitszustand der Einwohner Luxemburgs machen.
Die Datensammlung solle es ermöglichen, das Gesundheitssystem an die tatsächlichen Bedürfnisse der Bevölkerung anzupassen, die Resultate der bisherigen Gesundheitspolitik zu evaluieren, die Entwicklung der luxemburgischen Resultate nachzuvollziehen und sie mit den Resultaten anderer europäischer Länder, die die selbe, vom EU-Statistikamt Eurostat definierte Gesundheitsstudie »European Health Interview Survey« ebenfalls durchführen, zu vergleichen. Die EU-Kommission hatte im Februar 2018 ein Reglement erlassen, das die Vergleichbarkeit der Daten zwischen allen Mitgliedstaaten fordert.

Dieser Tage wurden die ersten der zufällig ausgewählten Einwohner aus dem ganzen Land angeschrieben. Der auf vier Sprachen (Deutsch, Französisch, Portugiesisch und Englisch) verfügbare Fragebogen, den man entweder auf Papier oder im Internet unter www.ehis.lu beantworten kann, ist in vier Teile gegliedert: Gesundheitszustand, Inanspruchnahme von Gesundheits- und Pflegedien­sten, Gesundheitsparameter und sozioökonomischen Charakteristika. Name, Geburtsdatum und Adresse der Teilnehmer werden nicht erfaßt, wird in dem Schreiben der Gesundheitsdirektion betont. Die Teilnahme an der Gesundheitsstudie ist freiwillig, es wird aber darauf hingewiesen, daß ihre Aussagekräftigkeit davon abhängt, daß sich möglichst viele beteiligen.

Bei einer ähnlichen Studie, für die vor fünf Jahren 16.000 zufällig ausgewählte Einwohner ab 15 Jahre angeschrieben wurden, kam unter anderem heraus, daß beinahe 70 Prozent der Befragten ihren damaligen Gesundheitszustand als »gut« oder »sehr gut« einschätzten, die meisten Kranken über Rückenschmerzen klagten, daß mehr als einer von drei Befragten sechs Monate oder länger wegen eines Gesundheitsproblems in seinen Aktivitäten eingeschränkt war, einer von fünf in Luxemburg Befragten geraucht hat und vier von zehn Einwohner mindestens einmal pro Woche Alkohol getrunken haben (gegenüber drei von zehn im EU-weiten Durchschnitt.

Weiter kam 2014 heraus, daß 15,6 Prozent fettleibig und fast ein Drittel (32,4 Prozent) übergewichtig waren. Mehr als jeder Dritte gab vor fünf Jahren an, nicht täglich Obst oder Gemüse zu essen, und 40,8 Prozent sagten, sie würden sich mindestens zweieinhalb Stunden pro Woche sportlich betätigen.

oe

Montag 21. Januar 2019