Solidaritätsmarsch zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen

Im Vorfeld des Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, der 1999 mit einer UNO-Resolution ausgerufen wurde und ab 2008 mit der Kampagne »Orange week« begangen wird, fand am 24. November in Luxemburg ein Solidaritätsmarsch statt, zu welchem eine Reihe von Frauenorganisationen, darunter der »Conseil National des Femmes«, aufgerufen hatten.

Der Solidaritätsmarsch bewegte sich, teils unter strömendem Regen, vom Glacis bis vor die Chamber, wo kurze Ansprachen gehalten und ein Konzert über die Bühne ging.
Aufmerksam gemacht wurde darauf, dass Gewalt gegen Frauen noch viel zu oft ein Tabuthema ist, und gegenwärtig noch immer nur ein Teil der Gewalthandlungen gegen Frauen öffentlich bekannt wird. Hinzu kommt, dass Einrichtungen, in denen Opfer von physischer und psychischer häuslicher Gewalt Hilfe und Unterkunft finden, aus allen Nähten platzen.

Im vergangenen Jahr musste die Polizei in 715 Fällen von häuslicher Gewalt eingreifen; in 217 Fällen wurden die Gewalttäter aus der Wohnung verwiesen. 2017 wurden auch 84 Vergewaltigungen angezeigt, wobei allerdings davon ausgegangen werden muss, dass die Dunkelziffer viel größer ist.

Häusliche Gewalt trifft nicht nur Frauen, aber vor allem Frauen, die in 90 von 100 Fällen Opfer von häuslichen Gewalttaten sind.

A.R.

Montag 26. November 2018