Griechische Polizei verhaftet Kommunisten

Am vergangenen Sonntagabend wurden in der griechischen Stadt Larissa vier Mitglieder der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE) von der Polizei verhaftet, die Plakate klebten mit der Ankündigung des bevorstehenden Festivals des Kommunistischen Jugendverbandes (KNE), das dem 100. Jahrestag der KKE und dem 50. Jahrestag der KNE gewidmet ist.

Die Aktivisten wurden durch mehrere Angehörige der Schutzpolizei und der Kriminalpolizei wie gemeine Verbrecher abgeführt, mußten die Nacht im Gefängnis verbringen und wurden am nächsten Vormittag in Handschellen der Staatsanwaltschaft vorgeführt, begleitet durch schwerbewaffnete Bereitschaftspolizisten. Der Vorwurf gegen sie lautet auf »schwere Sachbeschädigung öffentlichen Eigentums«.

Die festgenommenen Kommunisten mußten am Mittag des 3. September wieder freigelassen werden. Gegen sie wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, die Hauptverhandlung vor Gericht soll am 5. Juni 2019 stattfinden.

Mitglieder der KKE und KNE versammelten sich am Sonntagabend vor der Polizeiwache und am Montag vor dem Gerichtsgebäude zu einer Protestkundgebung. Als Zeichen der Solidarität mit den festgenommenen Kommuni­sten nahmen G. Lambrouli­­s, KKE-Abgeordneter und Vizepräsident des Griechischen Parlaments, sowie T. Tsiaples, Vorsitzender des Regionalen Gewerkschaftsverbands von Larissa, an der Protestkundgebung teil.

(KKE/ZLV)

Protest vor dem Gerichtsgebäude in Larissa (Foto: KKE)

Freitag 7. September 2018