Tramfolgen:

Hoffentlich gefällt Euch Umsteigen!

Ab 16. September wird die Tram wieder kostenpflichtig. Gleichzeitig beginnen die Arbeiten in der Avenue Emile Reuter, und die neu installierte Busspur am Boulevard Charlotte geht auf.

Bis 15. Oktober behalten die Linien 215 (Kaerjeng), 218 (Messancy), 248 (Eischen), 258 (Rambrouch/Bigonville), 262 (Keispelt) und 267 (Pratz) noch ihren Terminus Charlys Gare, aber dann ist das Geschichte als Bushaltestelle. Sie halten aber ab 16. September auch schon in der Steigung auf der Arloner Straße vor der Place de l‘Etoile am Bussteig 1. Die fünf folgenden Linien halten ebenfalls dort, kriegen aber sofort als neuen Terminus Monterey Parc: 240 (Küntzig), 250 und 265 (Redingen), 255 (Septfontaines), und 260 (Keispelt). Sie halten ebenfalls an diesem Bussteig 1, genau wie Linie 270 (Marienthal) die aber weiterfährt zum Lycée Technique du Centre und die Linie 222 (Steinfort), die einstweilen noch über Kirchberg/Luxexpo zum Rehazenter fährt. Da von all diesen Linien keine Richtung Bahnhof fährt, muß dafür auf die AVL-Linien 21, 22, 28 oder 31 umgestiegen werden. Den Leuten wird versichert, sie stünden nicht zu lange im Regen, weil durschnittlich alle 3-4 Minuten laut Plan ein Bus kommen soll.

Alle Linien, die von Leuten benutzt werden, die nicht in der Hauptstadt wählen, halten bei der Heimfahrt am Bussteig 2A, der auf der Arloner Straße ziemlich am Ende der Abfahrt zur Kreuzung mit der Rue de Rollingergrund hin liegt. Sie haben damit einen weiteren Weg zurückzulegen, wenn sie aus der Tram kommen. Leute, die in der Stadt wählen und folglich an der Haltestelle 2B weiter oben rausgelassen werden, haben dafür einen kürzeren Weg zur Tram.

Zu einer Überdachung kommt es erst zu dem Zeitpunkt, wo der Scheich von Katar sein Immobilienprojekt mit Luxuswohnungen baut. Für seine Bereitschaft Grund für die Umsteigeplattform zur Verfügung zu stellen, was beim Vorbesitzer Hein nur über einen mindestens zehnjährigen Prozeß zu haben gewesen wäre, hat er sich ausgebeten, nicht nur die Umsteigeplattform, sondern auch die Arloner Straße überbauen zu dürfen. Wann es dazu kommt steht leider in den Sternen, da der Mann aktuell Streit mit seinen Nachbar-Diktatoren am Golf hat und so überbeschäftigt ist.

Zwar läßt daher Regenschutz auf sich warten, es gibt aber in der ersten Woche ab 17.9. Personal zur Umsteigeberatung auf der Place de l‘Etoile.

Alles »abgebunden«

Die Passagiere der Linien 130 und 132 werden ab 16. September ebenfalls gezwungen, auf Bussteig 2 bei der Luxexpo auszusteigen. Damit sind (Orwell schau her) »alle Linien aus dem Osten abgebunden« dortselbst. Umsteigen ist also der neue Volkssport, vergessen ist die Erkenntnis aus der BTB-Debatte, mehrmaliges Umsteigen mache den öffentlichen Personennahverkehr unattraktiv. Aber gut, wenn einfach keine andere Möglichkeit außer dem Fahrrad da ist, was sollen die Leute machen? Unbegreiflich ist da nur, daß im September 86% TNSIlres gesagt haben sollen, die Tram sei toll gut. Die genaue Frage wurde allerdings nicht mitgeteilt.

Egal, die Linie 165 hält nicht mehr an den Haltestellen Pescatore, Charlys Gare und Royal, die Linie 215 wird von der Arloner Straße über die Rue des Aubépines zur Route de Longwy geführt, die Linien 282 und 275, die jetzt noch über den Kirchberg bis zum Rehazenter fahren, kriegen am Theater Terminus, obwohl die Tram nicht zum Rehazenter fährt. Dafür fährt die AVL-Linie 20 einen neuen Kringel Chambre des Métiers, Alphonse Weicker (wo auch die Tram hält), Hôpital Kirchberg, Pierre Werner, Rehazenter, Labours. Die Leute, die mit den beiden Bussen zum Rehazenter fuhren, müssen dann einfach zweimal öfter umsteigen, und sie sind gebeten, das toll gut zu finden, weil die Strecke Theater – Weicker mit der Tram erfolgt.

Die Fahrt 3263 der Linie 398 und die Fahrt 3401 der Linie 399 endet am Bahnhof Rodange, wo Umsteigen auf den Zug möglich ist für die herangekarrten Grenzgänger.

Die Schülerbusse 980 und 983 lassen ihre Fracht nicht mehr auf Charlys Gare, sondern in der Avenue Marie-Thérèse raus, was »auch in der Nähe des Zentrums« liege. Freude, schöner Götterfunke! Das Clerfer Lyzeum kriegt zur Eröffnung 15 Schülerbuslinien, die aber nichts anderes als Zusatzfahrten bestehender Buslinien sind.

Schmeck‘s und merk‘s

Bis zum 15. Oktober fahren noch AVL-Linien durch die Avenue Emile Reuter, danach nicht mehr. Bei den städtischen Linien gibt es zwei Dutzend Änderungen, für die wir hier nicht genug Platz haben. Detail-Informationen gibt es an der Adresse newbus.vdl.lu im Internet, über die City App VdL, in der Info-Box, 20-22 rue des Bains oder übers Kontaktformular http://autobus-contact.vdl.lu im Internet. Abonnenten, deren Adresse die Stadt kennt, kriegen schriftliche Informationen nach Hause. Auf mobiliteit.lu gibt es »in den nächsten Tagen« (Genaueres war nicht zu erfahren bei der Pressekonferenz) ebenfalls Informationen. Es wurde ersucht, sich die App runterzuladen und damit Linien zu abonnieren, um dann »Pusch-Nachrichten« zu erhalten. Als ob Smartphone-Besitz verpflichtend wäre!

Auf unsere Nachfrage hin wurde verraten, die Baustelle am Viaduc zur Verbreiterung um eine Spur beginne »im Herbst«, also »demnächst«, wobei die zwei Autofahrspuren offen bleiben und der Fahrradweg umgeleitet werde zur Brücke unter der Neuen Brücke. Die Baustelle werde exakt ein Jahr dauern, wonach dann Busse im Gegenverkehr auf der heutigen Fahrradspur fahren, während die sowie der Bürgersteig daneben angehängt werden.

jmj

Mittwoch 5. September 2018