KPL-Sektion Zentrum klärte auf:

Geld fürs Militär fehlt überall sonst

Am Weltfriedenstag an die unsinnig hohen Summen zu erinnern, die für Kriegsbudgets verpulvert werden, fällt keiner Sektion der bürgerlichen prokapitalistischen Einheitspartei ein, und natürlich auch nicht zwei Tage später auf der hauptstädtischen Braderie. Der KPL fällt das dafür umso sicherer ein!

Schließlich ist es ein Skandal sondergleichen, daß bei all der Not, den Hungernden und der Tatsache, daß alle 5 Sekunden ein Kind unter 10 Jahren Hungers stirbt oder mangels Medizin und ärztlicher Betreuung an ansonsten leicht heilbaren Krankheiten, 2017 1.739 Milliarden USA-Dollars für Kriegsbudgets weltweit bereitgestellt wurden, davon allein 900 Milliarden von den 29 NATO-Staaten, die vorgeben das zu tun wegen der russischen und chinesischen Gefahr. Die Russische Föderation aber kam gerade mal auf 66,3 Mrd. und China auf 228!

Katastrophal für Luxemburg ist die Selbstverpflichtung der aktuellen Regierung, das Budget fürs Militär nicht nur um 50% von 0,4 auf 0,6% des Bruttoinlandprodukts zu heben, sondern es auch dort zu belassen. Das bedeutt nichts mehr und nicht weniger als jährlich +4% für nichts und wider nichts, denn Luxemburg ist von Freunden umzingelt.

Schockierend ist es da schon gesagt zu bekommen, wenn adr-Kartheiser Armeeminister werde, stiege das Budget noch schneller. Für was denn bitte? Zum Schütteln ist, wenn Leute meinen, wir sollten uns besser über die schlechte Situation in den Altersheimen aufregen. Denn das Geld, das an die Armee geht, kann nicht mehr in den Sozialbereich fließen. Und natürlich auch nicht sonstwohin, dient es doch einzig dazu, die Profite im militärisch-industriellen Komplex steigen zu lassen mit der Umverteilung von Geld aus dem Steuertopf auf private Konten.

Immerhin konnten wir uns über viel Zustimmung und positiven Zuspruch freuen. Einige sagten zu, am 10. September um 19.30 Uhr den Weg ins Ekiba (12-14, rue de Strasbourg im hauptstädtischen Bahnhofsviertel) zu finden, wo unser erster Abend unter dem Titel »Ihre Fragen an die KPL und deren Kandidat-inn-en« stattfindet. Zwei weitere folgen am 24. September und am 8. Oktober!

Schuß ins Knie

Dieses Jahr hatte die »Union Commerciale« bei der Regierung die Erlaubnis zur Öffnung der Geschäfte am Sonntag erfolgreich beantragt (da ist bekanntlich nicht allein die DP drin, sondern auch die sich jetzt zur Wahl wieder extra sozial gebende LSAP und die ach so tollen Olivgrünen). Gestern zeigte sich auf der Braderie, daß das den Publikumsandrang erheblich reduzierte, weil die die am Sonntag kamen, dies nicht noch einmal am Montag taten.

Ob die Gier das Hirn zu sehr vernebelt oder ob es sonst einen Grund gibt, warum das Handelspatronat nicht einsehen mag, daß noch längere Öffnungszeiten den Publikumsandrang in den Geschäften nur auf die längere Zeit verdünnt verteilt, weil eben niemand sein Geld dreimal ausgeben kann, wird die Zukunft weisen. Für Leute mit klarem Blick war das mehr als deutlich zu sehen.

Die Auswärtigen, die extra zur Braderie in die Stadt gekommen waren und dafür tolles Standgeld löhnen mußten, war das gestern ein Defizitgeschäft. Sie wird man wohl nie wieder bei einer Braderie in dieser Stadt sehen. So regte sich ein Knoblauch-Händler in der Avenue de la Gare auf, er habe 800 € für den Stand bezahlt, und er hatte bis 11 Uhr kaum etwas verkauft. Es werde wohl ein Tag mit Defizit, denn er verkaufe für viel weniger Standgeld beim Markt am Glacis erheblich mehr als hier. Er konnte sich nicht wie verschiedene Geschäftsinhaber, die zwar das zusätzlich für den Montag engagierte Aushilfspersonal ziemlich unbeschäftigt herumstehen hatten, damit trösten, daß es am Sonntag vorm Montag auch Einnahmen gegeben hatte.

Selbst auf der Schueberfouer blieben in den Restaurants zu Mittag viele Plätze unbesetzt und niemand, der den Weg dorthin gefunden hatte, mußte wie sonst oft Wartezeiten in Kauf nehmen, um einen Tisch zu ergattern.

Erst nach 15 Uhr gab es ein bißchen mehr Andrang, aber auch das war nicht das Publikum der großen Tage. Wobei eigentlich das Wetter für Luxemburger Verhältnisse optimal war und daher keine Ausrede sein kann: kein Regen, nicht zu warm und nicht zu kalt.

Selbiges wünschen wir uns für nächsten Samstag, wo die KPL-Sektion Zentrum wieder von 14 bis 18.30 Uhr in der Avenue de la Gare vis-à-vis von der Spuerkees stehen wird!

jmj

Sechs von der Liste 5 mit Sympathisantin im Bild vom Samstag, wo kaum weniger Leute unterwegs waren als am Montagvormittag. Von links nach rechts stehen mit wehenden Fahnen: Guido Raman, Sympathisantin Katja, Marie-Jeanne Reckinger, Marco Ourth, Jean-Marie Jacoby und Patrick Kirchesch (alle von der Liste 5 im Zentrum) und Willi Haas von der Liste 5 im Osten.

Montag 3. September 2018