Weit und breit keine »Rentenmauer«

Warum Rentenaufbesserungen erfordert sind

Es gibt immer noch Parteien, die den Rentnern damit Angst einjagen, dass sie behaupten, das Rentensy­stem sei »nicht nachhaltig«, weshalb »neue Sanierungsmaßnahmen« notwenig seien, um nicht irgendwann in der »Rentenmauer« zu landen.

Man erinnert sich, dass die »notwendige Sanierung« der Rentenkasse und die »Rentenmauer« bereits 2013 von CSV und LSAP vorgeschoben wurden, um eine Rentenreform durchzuführen, die dazu führte, dass die Lohnabhängigen im Privatsektor seither länger arbeiten müssen, um weniger Rente zu bekommen.

Die »Rentenmauer« ist allerdings eine Erfindung des einstigen CSV-Premiermini­sters Jean-Claude Juncker, die seinerzeit herhalten sollte, um längerfristig die Renten zu kürzen. In Wirklichkeit geht es der Rentenkasse ausgezeichnet, denn ihre Rücklagen wurden von Jahr zu Jahr größer.

Gegenwärtig betragen diese Rücklagen 17,8 Milliarden Euro. Das entspricht 4,5 Mal den jährlichen Ausgaben der Rentenkasse. Verglichen mit der finanziellen Lage der Rentenkassen in allen anderen europäischen Ländern, ist das ein absoluter Rekord.

Der Rentenkasse geht es somit gut, vielen Rentnern aber weitaus weniger. Daher fordert die KPL unter anderem, dass strukturelle Aufbesserungen für die kleinen und mittleren Renten vorgenommen, die Mindestrente in einem solchen Umfang angehoben wird, dass Rentner nicht mehr von Armut bedroht werden, und die Renten bis zur Höhe des Mindestlohnes von den direkten Steuern befreit werden. Auch die 2013 beschlossenen Verschlechterungen sollten sofort rückgängig gemacht werden.

Möglichst viele Lohnabhängigen und Rentner sollten deutlich machen, dass sie diese Forderungen der KPL unterstützen.

A.R.

Montag 3. September 2018