10 Betriebe werden im September kurzarbeiten

Für die Beschäftigten ist Kurzarbeit gleichzusetzen mit Lohneinbußen

Kurzarbeit können Unternehmen in Luxemburg beantragen, die in einem Wirtschaftsbereich tätig sind, der sich in einer Krise befindet, die zeitweise konjunkturelle oder strukturelle Probleme haben, denen wichtige Kunden wegfallen, oder deren Großkunden plötzlich zahlungsunfähig sind. Allerdings ist die Erlaubnis zur Kurzarbeit, die vom Konjunk­turkomitee erteilt wird, auf einen Monat beschränkt, Sie kann aber von Monat zu Monat erneuert werden.

Für den Monat September 2018 erteilte das Konjunkturkomitee, das am 29. August zusammentrat, zehn Betrieben die Genehmigung, kurzzuarbeiten.
Davon betroffen sein werden voraussichtlich 567 der insgesamt 1.020 Belegschaftsmitglieder, wofür aus dem Beschäftigungsfonds maximal 700.000 Euro zur Verfügung gestellt werden.
In dem Gesetz, das die Kurzarbeit regelt, heißt es, dass maximal 1.022 Stunden pro Beschäftigten und pro Jahr kurzgearbeitet werden darf.

KPL fordert 100 Prozent für Kurzarbeiter

Für Betriebe ist das Gesetz über Kurzarbeit eine feine Sache, für die Beschäftigten weniger, denn sie bekommen für die Zeit der Kurzarbeit nur 80 Prozent des üblichen Brutto-Stundenlohnes. Nur für den Fall, dass der Beschäftigte an einer Weiterbildungs- oder Umschulungsmaßnahme teilnimmt, werden 90 Prozent des Bruttolohnes bezahlt.

In jedem Fall bedeutet Kurzarbeit Lohnausfall für die Beschäftigten, was die KPL bewogen hat, die Forderung zu stellen, die Höhe des Kurzarbeitergeldes auf 100 Prozent anzuheben. Aber diese Maßnahme stieß bei der Regierung und der Chamber auf taube Ohren.

A.R

Donnerstag 30. August 2018