Die »Union Luxembourgeoise des Consommateurs« (ULC) fordert eine zusätzliche Stärkung der Kaufkraft

Wie EUROSTAT kürzlich bestätigte ist Luxemburg derzeit das teuerste Land in der Europäischen Union.

Mehr soziale Gerechtigkeit und mehr Kaufkraft im Jahr 2017 sollte die neue Steuerreform mit sich bringen. Begutachtet man allerdings die neuesten Zahlen von EUROSTAT, stellt man schnell fest, dass Luxemburg als teuerstes Land der EU aufgeführt wird.

Besonders in der Kategorie »Wohnen, Strom, Gas und Wasser« liegt Luxemburg mit 63 Prozent deutlich über dem EU-Durchschnitt.
Laut EUROSTAT lag im Jahr 2107 das Preisniveau insgesamt 41 Prozent über dem europäischen Durchschnitt.

Nicht nur in ihrem Forderungskatalog an die politischen Parteien von Juli 2018, sondern schon seit Jahren fordert die ULC konkrete und fruchtende Maßnahmen zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, sowohl was den Kauf von Eigentumswohnungen als auch von Mietwohnungen betrifft.

Die ULC fordert in Ihrem Katalog ebenfalls eine Stärkung der Kaufkraft durch eine Anpassung der Steuertabelle an die Inflationskurve, sowie eine Minderung der Steuerlast für die Steuerklassen 1 und 1A, beziehungsweise die Abschaffung der Steuerklasse 1A. Des Weiteren verlangt die ULC eine Steuerbefreiung für die Mindestlohnempfänger und eine weitere Abflachung des sogenannten Mittelstandsbuckels.

Zudem erinnert die ULC an ihre Forderung zur Wiedereinführung einer Vorschussindextranche von 1,5 Prozent zur Stärkung der Kaufkraft, vor allem für die kleineren und mittleren Einkommen.

Trotz des derzeitigen wirtschaftlichen Wachstums und Wohlstands, profitieren die Verbraucher recht wenig beziehungsweise überhaupt nicht hiervon. Aufgrund der ständig steigenden Kosten und der Teuerungsrate haben die Verbraucher immer weniger Geld zur Verfügung, was zur Konsequenz hat, dass die soziale Schere zwischen Arm und Reich ständig weiter auseinandergeht. Längerfristig gehört Luxemburg zu den Ländern, deren Armutsgefährdung sich pro Jahr deutlich erhöht.

Die ULC wird in ihrer nächsten Ausgabe des »De Konsument« die Stellungnahmen der verschiedenen Parteien zu den Forderungen der ULC betreffend einer Stärkung der Kaufkraft und des Verbraucherrechtes allgemein publizieren. So dass alle Mitglieder sowie Verbraucher, wie versprochen vor den Parlamentswahlen am 14. Oktober 2018 darüber in Kenntnis sind, was den einzelnen politischen Parteien ein verstärkter Verbraucherschutz wert ist.

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Mittwoch 29. August 2018