Sektion Zentrum der KPL klärte auf:

Gegen höhere Militärbudgets!

Je mehr Geld in die Kriegsbudgets gepumpt wird, desto höher der Profit im militärisch-industriellen Komplex aber desto mehr muß der Lebensstandard für immer mehr Leute sinken. Geld kann schließlich nur einmal ausgegeben werden!

Wurden 2017 weltweit 1.739 Milliarden US-Dollar in den Kriegsbudgets vernichtet, so waren das 610 Mrd. in den USA, derweil alle 29 NATO-Mitglieder zusammen 900 Mrd. erreichten. Dies um angeblich die Russische Föderation mit 66,3 und China mit 228 Mrd. im Zaum zu halten!

Für das, am 1. Oktober beginnende neue Budgetjahr in den USA wurde das Kriegsbudget bereits auf 716 Mrd. erhöht, obwohl bis Jahresende der dieses Jahr erstmals mit über 1.000 Mrd. hochdefizitäre Zentralstaat Staatsschuldscheine für 769 Mrd. verkaufen muß, um funktionsfähig zu bleiben.

Das ist auch der Grund, warum der aktuelle Präsident so sehr darauf drängt, daß die anderen NATO-Staaten ihre Kriegsbudgets erhöhen. Arg ist, daß die derzeitige Luxemburger Regierung Trump versprochen hat, das Militärbudget auf 0,6% des Bruttoinlandprodukts um 50% zu erhöhen und dann jedes Jahr um den Zuwachs, der von 2013-2018 durchschnittlich 4% betrug. Daher soll die Armee vergrößert werden, und so ist es besonders traurig, daß alle 60 Abgeordneten, auch die angeblich linken, am 17. Juli am Krautmarkt 137,2 Mio. für Ausbau und Renovierung der Kaserne am Herrenberg genehmigten.

Das Geld fehlt im Sozialwohnbau wie im Erziehungswesen. Daher die Notwendigkeit einer konsequenten Opposition am Krautmarkt, die nur von der Liste 5 KPL d‘Kommunisten kommen kann gegenüber dieser militaristischen Einheitsfront.

Da weder das Kindergeld noch der Lohn am Samstag schon am Konto war, hielt sich der Publikumsandrang in Grenzen. Das führte zu umso mehr Gesprächen mit Interessierten aber auch mit Antikommunisten, die glaubten uns argumentativ leicht in den Sack stecken zu können, was ihnen aber nicht gelang. Daß einer mit einem besonders dicken Brett vorm Kopf in Begleitung seiner Freundin mit schwarzem Pudel ausfällig wurde (»Kommunistenschwein«, »Ech war schons op der Toilette«) gehört ins Schwarzbuch der Kapitalistenknechte. Zum Glück sind solche Leute die Ausnahme und nicht die Regel.

Spannender war da schon die Frage eines jungen Erwachsenen, ab welcher Lohnhöhe man Teil der Bourgeoisie werde. Wer auch immer Lohn für seine Arbeit erhält, gehört nicht zur Bourgeoisie, ist dieser Mensch doch zum Zahlen seiner Rechnungen am Ende des Monats darauf angewiesen, daß der Lohn kommt. Er ist also abhängig davon, und kann seine Rechnungen, die sich verläßlich an der Höhe seines Lohnes orientieren, nicht bezahlen, wenn der ausbleibt. So lange der Lohn kommt, kann sich der mit einem höheren Lohn wohl mehr leisten als der andere mit einem niedrigeren, lohnabhängig sind sie aber alle. Zur Bourgeoisie gehören folglich ausschließlich Besitzer der Produktionsmittel (und das muß schon deutlich über die eines Handwerkers hinausgehen) und Finanzkapitalisten.

Erneut wurden unsere roten Parteifahnen mit dem Symbol für Bauern (Sichel) und Arbeitern (Hammer) vielfach photographiert, es gab aber auch jene Person vom Dienst, die uns bat, das doch sein zu lassen, da das Angst einjage. Nun, hoffen wir, daß es gelingt, dem Kapital mehr Angst einzujagen als zuletzt, damit es bereit ist, mehr Milch zu geben! Die Aktivisten der KPL-Sektion Zentrum werden bis einschließlich 13. Oktober jetzt jeden Samstag von 14 bis 18.30 Uhr am selben Platz in Bahnhofsnähe in der Avenue de la Gare stehen. Es gibt auch das Angebot, Fragen an Kandidaten und Probleme vorzutragen am 10. wie 24 September und am 8. Oktober in der Brasserie Ekiba im Bahnhofsviertel (12-14, rue de Strasbourg) jeweils ab 19.30 Uhr.

jmj

Montag 27. August 2018