Nominallöhne und -renten steigen zum 1. August

Zum heutigen 1. August werden die Löhne und Renten nach einer Pause von einem Jahr und sieben Monaten wieder um zweieinhalb Prozent angehoben. Wie Wirtschaftsminister Etienne Schneider am Dienstagmorgen über den Kurznachrichtendienst Twitter und kurz darauf auch das nationale Statistikamt offiziell mitteilten, erfiel in diesem Monat eine Indextranche.
Zuletzt war am 1. Januar 2017 eine Indextranche wirksam geworden, die vorletzte erfiel bereits im Januar 2013, wurde aber wegen einer noch von der Vorgängerregierung aus CSV und LSAP zu verantwortenden Indexmanipulation von Februar auf Oktober 2013 verschoben. Der Salariatskammer (CSL) zufolge waren die 39 Monate zwischen dem Wirksamwerden der vorletzten und der letzten Indextranche die längste Zeitspanne zwischen zwei Auszahlungen seit der Einführung der Lohnindexierung. Hingegen erfielen in den Jahren 2000 bis 2013 insgesamt 13 Indextranchen.

Heute werden also die Nominallöhne und -renten um zweieinhalb Prozent steigen. Dieser Umstand verschleiert die Tatsache, daß die Schaffenden und Rentner bis heute real weniger Geld in der Tasche hatten, weil der Indexmechanismus eben nur ein nachträglicher und teilweiser Ausgleich für die Inflation ist. CSL, KPL und der Konsumentenschutz (ULC) fordern deshalb die Rückkehr zu einer sogenannten Vorschußindextranche und der Auszahlung der Indextranche bereits in dem Monat, in dem sie tatsächlich erfällt. Die Vorschußindextranche in Höhe von anderthalb Prozent wurde 1972 eingeführt, aber bereits 1981 für alle Schaffenden bis auf die Mindestlohnbezieher suspendiert und schließlich 1984 definitiv abgeschafft.

oe

Dienstag 31. Juli 2018