Index der Verbraucherpreise

Inflation steigt, Indextranche in Aussicht

Im Monat Juni stieg der Preisindex laut STATEC um 0,16 Prozent im Vergleich zum Mai dieses Jahres. Zurückzuführen ist dieser Anstieg im Wesentlichen auf höhere Preise für Erdölprodukte, die den dritten Monat in Folge anstiegen.

Für Benzin zahlten Autofahrer im Juni 1,8 Prozent mehr als einen Monat zuvor, für Diesel sogar 2,2 Prozent. Auch Heizöl wurde um 2 Prozent teurer. Innerhalb eines Jahres wurden die Erdölprodukte aus dem Indexwarenkorb allerdings um ganze 15 Prozent teurer. Um 3 Prozent teurer wurden im Juni auch die Pauschalreisen.

Im Lebensmittelbereich wurden Frischobst, Fisch und Hühnerfleisch teurer, während die Preise für Gemüse und Bier (aber nicht in den Gaststätten) laut STATEC gesenkt wurden. Im Jahresvergleich sind Lebensmittel gegenwärtig aber im Durchschnitt 2,4 Prozent teurer als im Juni 2017.

Die Jahresinflationsrate stieg im Monat Juni auf 1,4 Prozent gegenüber 1,3 Prozent einen Monat zuvor. Der semestrielle Durchschnitt des Index vom 1. Januar 1948, der für die nachträgliche Anpassung der Löhne an die Inflation gilt, stieg von Mai auf Juni von 849.74 auf 851.45 Punkte. Erfolgt im Juli ein ähnlicher Preisschub wie im Juni, wird der Durchschnitt von 852,63 Punkten erreicht, so dass eine Indextranche erfallen wird. Das wird zur Folge haben, dass die Löhne zum 1. September – rechtzeitig zum Auftakt des Wahlkampfes – um 2,5 Prozent an die Inflation angepasst werden.

A.R.

Ali Ruckert : Mittwoch 4. Juli 2018